Neu­er Chef­arzt der Forch­hei­mer Radio­lo­gie, Dr. med. Han­nes Seuß, will Pro­zes­se opti­mie­ren

Am 1. Sep­tem­ber 2020 tritt Dr. med. Han­nes Seuß sei­ne Stel­le als Chef­arzt der Radio­lo­gie im Kli­ni­kum Forch­heim an. Der gebür­ti­ge Bay­reu­ther konn­te sich im Bewer­bungs­ver­fah­ren durch­set­zen, weil er auf­zeig­te, wie das Poten­zi­al die­ses Fach­be­rei­ches geho­ben wer­den kann.

Die Radio­lo­gie ist für jedes Kran­ken­haus ein kosten­in­ten­si­ver Bereich, weil – neben ande­ren Kosten – die Anschaf­fung der hoch­kom­ple­xen Gerä­te für bild­ge­ben­de Ver­fah­ren teu­er ist.

Han­nes Seuß ist begei­stert von der Aus­stat­tung in Forch­heim und Eber­mann­stadt: „Die Gerä­te sind top!“ Jetzt müs­se man die Abläu­fe ver­bes­sern, so der ärzt­li­che Qua­li­täts­ma­na­ger, der vor­her als Ober­arzt am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Erlan­gen in der Radio­lo­gie tätig war. Sein ober­stes Ziel ist es, die Lei­stun­gen der Radio­lo­gie schnell und im inter­dis­zi­pli­nä­ren Aus­tausch zu erbrin­gen, damit kein Pati­ent län­ger lie­gen muss, weil er auf die Radio­lo­gie war­tet. Als Spe­zia­list für CT-gesteu­er­te Inter­ven­tio­nen, wie mini­mal­in­va­si­ve Biop­sie-Ent­nah­men oder loka­le Tumor­the­ra­pien, möch­te er die­se Lei­stun­gen auch hier in Forch­heim eta­blie­ren.

Bild­ge­ben­de Ver­fah­ren Das Spek­trum der bild­ge­ben­den Ver­fah­ren ist viel­fäl­tig. Ver­gleichs­wei­se ein­fach ist ein kon­ven­tio­nel­les Rönt­gen­bild, ein T1-map­ping des Her­zens ist kom­ple­xer. Zur Fest­le­gung der rich­ti­gen The­ra­pie eines Schlag­an­falls kann sehr schnell ein Per­fu­si­ons-CT ange­fer­tigt wer­den, denn jede Sekun­de zählt! Nach­fra­ge nach radio­lo­gi­schen Lei­stun­gen steigt Die Zahl der radio­lo­gi­schen Lei­stun­gen in Kran­ken­häu­sern steigt kon­ti­nu­ier­lich, weil immer neue Fra­ge­stel­lun­gen mit bild­ge­ben­den Metho­den beant­wor­tet wer­den kön­nen. Zum Bei­spiel kann eine Ver­en­gung der Herz­kranz­ge­fä­ße mitt­ler­wei­le mit einer Com­pu­ter­to­mo­gra­phie ermit­telt wer­den oder ein Brust­krebs, der in der Rönt­gen- Mam­mo­gra­phie unsicht­bar ist, mit­tels Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­phie ent­tarnt wer­den.

Der Ärzt­li­che Direk­tor am Stand­ort Forch­heim, Prof. Dr. med. Jür­gen Gschoss­mann begrüßt den Neu­zu­gang: „Wir freu­en uns, dass wir Herrn Dr. Seuß für das Kli­ni­kum gewin­nen konn­ten. In den bei­den Häu­sern kennt jeder jeden und des­halb sind die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge kurz. Das ist sehr vor­teil­haft, wenn man gestal­ten möch­te.“ Zur Per­son Han­nes Seuß ist 34 Jah­re alt, hat in Erlan­gen Medi­zin stu­diert und stu­diert wei­ter­hin an der wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Fried­rich-Alex­an­der-Uni­ver­si­tät den Master of Health Busi­ness Admi­ni­stra­ti­on. Nach sei­ner Sta­ti­on als Assi­stenz­arzt im Kan­tons­spi­tal St.

Gal­len wech­sel­te er 2014 nach Mit­tel­fran­ken an das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Erlan­gen, wo er Anfang 2020 zum Ober­arzt ernannt wur­de. Er lebt mit sei­ner Part­ne­rin, eben­falls Radio­lo­gi­sche Ober­ärz­tin, in Nürn­berg, Kin­der hat er kei­ne, „sind aber in Pla­nung“ und in sei­ner Frei­zeit fährt er auf bis zu 600 km-lan­ge Bike­packing-Tou­ren quer durch Fran­ken.

Sport­lich enga­gier­te er sich als Kunst‑, Turm- und Klip­pen­sprin­ger, wobei 20 m beim Swiss Open Cliff Diving Cham­pions­hip sei­ne größ­te Höhe war. In die­ser Zeit ist er auch Teil der deut­schen Splash-Diving Natio­nal­mann­schaft gewe­sen und erreich­te das Fina­le der Welt­mei­ster­schaft.