Betrü­ger mit Gewinn­ver­spre­chen wie­der erfolg­reich

Symbolbild Polizei

LKR. COBURG / LKR. KRO­NACH. Weil ihnen am Tele­fon ein gro­ßer Gewinn ver­spro­chen wur­de, lie­ßen sich in den ver­gan­ge­nen Tagen wie­der Per­so­nen dazu über­re­den, Geld in Form von Gut­ha­ben­kar­ten her­aus­zu­ge­ben. Beam­te der Kri­mi­nal­po­li­zei Coburg ermit­teln in meh­re­ren Fäl­len. Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt erneut vor die­sem betrü­ge­ri­schen Vor­ge­hen.

Nach der Offen­ba­rung des Anru­fers über einen ver­meint­lich hohen, gewon­ne­nen Geld­be­trag, wer­den die Opfer geschickt dazu gebracht, vor der Gewinn­über­ga­be eine finan­zi­el­le Gegen­lei­stung zu erbrin­gen. Bei­spiels­wei­se sind angeb­lich ange­fal­le­ne Kosten zu beglei­chen, für die Bear­bei­tung, einen Rechts­an­walt, Notar, den Zoll, Trans­port oder die Ver­si­che­rung. Auch kosten­pflich­ti­ge Tele­fon­num­mern sol­len im Zusam­men­hang mit dem Gewinn ange­ru­fen wer­den. Immer wie­der ver­lan­gen die Täter auch, dass ihre Opfer meh­re­re Gut­ha­ben­kar­ten kau­fen und ihnen die Codes am Tele­fon durch­ge­ben.

Auf die­se Codes hat­ten es die Täter in den letz­ten Tagen unter ande­rem auch bei einem 64-jäh­ri­gen Mann aus dem Land­kreis Coburg und einem 59-Jäh­ri­gen aus dem Kro­nacher Land­kreis abge­se­hen. Nach der tele­fo­ni­schen Infor­ma­ti­on über einen angeb­lich hohen Geld­ge­winn, soll­ten die Ange­ru­fe­nen nun eine ver­hält­nis­mä­ßig gerin­ge Geld­sum­me für Gut­ha­ben­kar­ten aus­ge­ben und die dazu­ge­hö­ri­gen Codes zur Akti­vie­rung am Tele­fon mit­tei­len. Da sich die bei­den Män­ner dar­auf ein­lie­ßen, ent­stand ihnen ein Scha­den von jeweils zir­ka 1.000 Euro.

Die Ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt ein­dring­lich vor der­ar­ti­gen Gewinn­ver­spre­chen und rät:

  • Wenn Ihnen am Tele­fon ein Gewinn ver­spro­chen wird: Erkun­di­gen Sie sich nach dem Namen des Anru­fers, sei­ner Adres­se und Rück­ruf­num­mer. Fra­gen Sie nach, um wel­ches Gewinn­spiel es sich han­delt und notie­ren Sie sich alle Anga­ben.
  • Lei­sten Sie nie­mals Vor­aus­zah­lun­gen, um angeb­li­che Gebüh­ren, Steu­ern oder Notar­ko­sten zu beglei­chen.
  • Geben Sie kei­ne per­sön­li­chen Daten preis, bei­spiels­wei­se Kon­to­in­for­ma­tio­nen, Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se, Kre­dit­kar­ten­num­mern.
  • Las­sen Sie sich zeit­lich und emo­tio­nal nicht unter Druck set­zen.
  • Wenn Sie Zwei­fel haben, infor­mie­ren Sie die Poli­zei.