Stel­lung­nah­me der Gemein­de Herolds­bach zu FT-Bericht „Jah­res­rech­nun­gen ver­wun­dern“

Die Gemein­de Herolds­bach teilt mit: “Der Bericht „Jah­res­rech­nun­gen ver­wun­dern“ vom 20.07.2020 im Lokal­teil des Frän­ki­schen Tags ist grob feh­ler­haft”

Die Gemein­de Herolds­bach und all ihre Ent­schei­dungs­trä­ger sowie die Ver­wal­tung wur­de durch den Pres­se­be­richt „Rech­nun­gen ver­wun­dern“ voll­kom­men unbe­rech­tigt und ohne jeg­li­che Sach­grund­la­ge dis­kre­di­tiert.

Der Gemein­de­rat hat­te sich in sei­ner Sit­zung am 15.07.2020 auch mit der Fest­stel­lung und Ent­la­stung der Jah­res­rech­nun­gen 2016–2018 zu befas­sen. Im Rah­men der Dis­kus­si­on haben sich Fra­gen zu den soge­nann­ten Kas­sen­ein­nah­me­re­sten – dies sind über­wie­gend die Ein­nah­men, wel­che erst in einem zukünf­ti­gen Haus­halts­jahr ein­ge­nom­men wer­den – erge­ben.

Pres­se­ver­tre­ter und Redak­ti­on haben die Sach­la­ge ver­kannt

Die­se Kas­sen­ein­nah­me­re­ste ent­ste­hen vor allem wegen der im gesetz­li­chen Rah­men gewähr­ten Stun­dun­gen. Das Wesen von Stun­dun­gen ist ledig­lich ein Ver­schie­ben des Fäl­lig­keits­ter­mins – die Ein­nah­men sind wei­ter­hin gesi­chert und nicht wie im Bericht feh­ler­haft dar­ge­legt, unein­bring­lich.

Ledig­lich ein nur sehr klei­ner Teil die­ser Kas­sen­ein­nah­me­re­ste kön­nen trotz sorg­fäl­tig­ster Prü­fung und unter Aus­nut­zung aller Mög­lich­kei­ten nicht mehr bei­ge­trie­ben bzw. voll­streckt wer­den kön­nen. Die­se belau­fen sich im län­ger­fri­sti­gen Durch­schnitt auf cir­ca 10.000 € jähr­lich bzw. ca. 0,05 % der Ein­nah­men von rund 20 Mio. € in einem Haus­halts­jahr.

Des Wei­te­ren wur­den im dem von der Pres­se ver­öf­fent­lich­ten Bericht die aus­ge­wie­se­nen Kas­sen­ein­nah­me­re­ste meh­re­rer Haus­halts­jah­re ein­fach und fach­lich unzu­läs­sig auf­ad­diert, sodass es zu einer hohen sechs­stel­li­gen Sum­me gekom­men ist.

Die in der Pres­se ver­öf­fent­lich­te Zahl von 620.000 € – wel­che laut des ent­spre­chen­den Berichts nicht mehr bei­ge­trie­ben wer­den kann und nie­der­zu­schla­gen ist – ent­spricht unter kei­nen Umstän­den den Tat­sa­chen und ist fach­lich falsch. Dies möch­ten wir für die Öffent­lich­keit auch rich­tig­stel­len.

Die­ser durch­weg man­gel­be­haf­te­te Arti­kel hat­te auch in der jüng­sten Gemein­de­rats­sit­zung für deut­li­chen Unmut gesorgt. „Eine Unge­zo­gen­heit son­der­glei­chen, wie ein Pres­se­ver­tre­ter und die dahin­ter­ste­hen­de Redak­ti­on sol­che Unwahr­hei­ten ver­brei­ten kann – die Pres­se sol­le sich lie­ber bei sol­chen Fachthe­men vor­her in der Ver­wal­tung infor­mie­ren, um sol­che unrich­ti­gen und ins fal­sche Licht rücken­de Arti­kel zu ver­mei­den!“, hieß es von einem Gemein­de­rats­mit­glied.

Im Ergeb­nis lässt sich fest­hal­ten, dass es sich um eine deut­lich gerin­ge­re Sum­me an Nie­der­schla­gun­gen im Ver­gleich zur ver­öf­fent­lich­ten feh­ler­haf­ten Sum­me han­delt. Außen­stän­de wer­den in jedem Fall gel­tend gemacht und im Rah­men der gel­ten­den Geset­ze und unter Aus­nut­zung aller Mög­lich­kei­ten bei­ge­trie­ben. Dies wird auch regel­mä­ßig durch ört­li­che und über­ört­li­che Rech­nungs­prü­fungs­or­ga­ne kon­trol­liert.

Seba­sti­an Kra­mer
Haupt­amts­lei­ter
Gemein­de Herolds­bach