Task For­ce Eis­hockey hat Hygie­ne- und Zuschau­er­kon­zept auf­ge­stellt und prä­sen­tiert

Gut zwei­ein­halb Mona­te Arbeit sind voll­endet, das mit gro­ßer Neu­gier erwar­te­te Ergeb­nis ist nun da: Die Task For­ce Eis­hockey hat am Don­ners­tag ihr umfang­rei­ches Hygie­ne- und Zuschau­er­kon­zept prä­sen­tiert, das die Rah­men­be­din­gun­gen für einen Wie­der­ein­stieg in den Trai­nings- und Spiel­be­trieb beschreibt und sich als Leit­fa­den für die Eis­hockey­clubs von den Pro­fi­li­gen über den Nach­wuchs bis hin zum Frei­zeit- und Brei­ten­sport ver­steht. Neben dem Deut­schen Eis­hockey-Bund e.V. haben sich die Deut­sche Eis­hockey Liga (DEL), die DEL2, die Ligen unter dem Dach des DEB, Exper­ten aus der Medi­zin sowie die Aus­rü­ster an die­ser für den Eis­hockey­sport zen­tra­len Initia­ti­ve gemein­schaft­lich betei­ligt.

Von DEB-Prä­si­dent Franz Reindl initi­iert, hat die Arbeits­grup­pe auf gut 80 Sei­ten ein Bün­del an Maß­nah­men auf­ge­führt, auf deren Basis die Ver­ei­ne ihre lokal­spe­zi­fi­schen Beson­der­hei­ten ein­flech­ten und das Resul­tat ihren Gesund­heits­äm­tern vor­le­gen kön­nen. Eines der Kern­stücke des Kon­zep­tes ist das Muster­bei­spiel am Bun­des­stütz­punkt Füssen, an dem das erfass­te Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al einer prak­ti­schen Simu­la­ti­on unter­zo­gen wur­de. Wei­ter­hin ent­hal­ten sind Leit­li­ni­en für einen Spiel­be­trieb mit Zuschau­ern, denen eben­falls ein inten­si­ver gemein­schaft­li­cher Gedan­ken­aus­tausch zugrun­de liegt. Über allem steht die Absicht, dem deut­schen Eis­hockey in die­sen schwie­ri­gen und unge­wis­sen Zei­ten der Coro­na­kri­se eine rasche Rück­kehr zu einem an die Umstän­de ange­pass­ten Nor­mal­be­trieb zu ermög­li­chen und eine ermu­ti­gen­de Per­spek­ti­ve auf­zu­zei­gen.

Begut­ach­tet und testiert wur­de das Kon­zept von Univ.-Prof. Dr. med. Felix Her­th (Medi­zi­ni­scher Geschäftsführer/​Chefarzt der Abtei­lung Inne­re Medizin/​Pneumologie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hei­del­berg), Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Ellen Hoff­mann (Mün­chen Kli­nik Bogen­hau­sen – Kli­nik für Kar­dio­lo­gie und Inter­ni­sti­sche Intensivmedizin/​Mün­chen Kli­nik Schwa­bing – Kli­nik für Kar­dio­lo­gie, Pneu­mo­lo­gie & Inter­ni­sti­sche Inten­siv­me­di­zin) sowie PD Dr. med. Flo­ri­an Strau­be (Geschäfts­füh­ren­der Ober­arzt Mün­chen Kli­nik Bogen­hau­sen) und Prof. Dr. med. Johan­nes Scherr (Chef­arzt und Lei­ter Uni­ver­si­tä­res Zen­trum für Prä­ven­ti­on und Sport­me­di­zin Uni­ver­si­täts­kli­nik Bal­grist). Am Zuschau­er­leit­fa­den für den Spiel­be­trieb betei­ligt war Dr. Flo­ri­an Kain­zin­ger (Koor­di­na­ti­on und Lei­tung Hygie­ne & Infek­ti­ons­schutz, Think.HealthHygiene Solu­ti­ons).

Mit­wir­ken­de der Task For­ce waren neben Franz Reindl der DEB-Sport­di­rek­tor in Gene­ral­ver­ant­wor­tung Ste­fan Schaid­na­gel in lei­ten­der Funk­ti­on, Geschäfts­füh­rer Ger­not Tripcke und Lei­ter Spiel­be­trieb Jörg von Ameln als DEL-Ver­tre­ter, DEL2-Geschäfts­füh­rer René Rudo­risch, Oli­ver May­er (Pro­dukt­mar­ke­ting Bau­er Hockey) als Ver­tre­ter der Aus­rü­ster­in­du­strie sowie DEB-Bun­des­trai­ner Wis­sen­schaft und Aus­bil­dung Karl Schwar­zen­brun­ner mit sei­nem Team, DEB-Team­ma­na­ge­rin Julia Graun­ke und Dr. Lutz Grau­mann als medi­zi­ni­scher Koor­di­na­tor des DEB.

DEB-Prä­si­dent Franz Reindl: „Ich bin allen Betei­lig­ten, Unter­stüt­zern und Exper­ten der Task For­ce Eis­hockey unter der Lei­tung von Ste­fan Schaid­na­gel für den gemein­sam kre­ierten, eis­hockey­sport­spe­zi­fi­schen Leit­fa­den zum Wie­der­ein­stieg in den Trai­nings- und Spiel­be­trieb dank­bar. Das deut­sche Eis­hockey hat damit unter ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Abwä­gung von Chan­cen und Risi­ken, ein umfang­rei­ches Kon­zept erar­bei­tet, das den Ent­schei­dungs­trä­gern auf allen Ebe­nen und beson­ders den Clubs und Ver­ei­nen bei den loka­len Gesprä­chen mit den zustän­di­gen Behör­den sehr hel­fen kann. Der not­wen­di­ge Spiel­raum für unse­re auto­no­men Ligen mit teil­wei­se sehr gro­ßen Spiel­stät­ten bleibt dabei selbst­ver­ständ­lich unbe­rührt. Auf die­se Wei­se wol­len wir die Aus­übung des Sports im Rah­men der gesetz­ten Vor­ga­ben sicher­stel­len. Im Ergeb­nis war es auch nicht not­wen­dig, die ohne­hin vor­han­de­ne Voll­mon­tur im Eis­hockey bei­spiels­wei­se mit einem durch­sich­ti­gen Voll­ge­sichts­schutz den gesetz­li­chen Vor­ga­ben anzu­pas­sen. Wir kön­nen nur wei­ter hof­fen und alles dafür tun, dass der Eis­hockey­sport – auch unter die­sen beson­de­ren Umstän­den – sei­ne Prä­senz wie­der­erlangt und die Fas­zi­na­ti­on zei­gen kann.“

DEB-Sport­di­rek­tor mit Gene­ral­ver­ant­wor­tung Ste­fan Schaid­na­gel: „Es war eine sehr kom­ple­xe Auf­ga­ben­stel­lung in einer sehr schwie­ri­gen Zeit für die Gesell­schaft und auch für den Sport. Wir hof­fen, dass wir mit die­sem fun­dier­ten Kon­zept dazu bei­tra­gen kön­nen, dass das Eis­hockey lang­sam in die Nor­ma­li­tät zurück­kehrt. Ich möch­te aus­drück­lich allen dan­ken, die bei der Erstel­lung mit­ge­hol­fen haben, den Exper­ten, die uns bera­ten haben, der Poli­tik, die uns Hil­fe­stel­lung gege­ben hat – und nicht zuletzt unse­rem Dach­ver­band DOSB sowie unse­rem Bun­des­trai­ner Wis­sen­schaft und Aus­bil­dung Karl Schwar­zen­brun­ner mit sei­nem Team. Mit die­sem ein­heit­li­chen Kon­zept für die gesam­te Sport­art kön­nen wir gemein­sam und geschlos­sen auf­tre­ten, das ist ein wich­ti­ger Punkt für unse­re Sport­art.“

Hier ist das Kon­zept ein­seh­bar.