Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm besucht Land­kreis Forch­heim

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm besuch­te zusam­men mit den ört­li­chen Bezirks­rä­ten Dr. Ulrich Schürr und Man­fred Hüm­mer den Land­kreis Forch­heim. Auf dem Pro­gramm stan­den die Stern­war­te am Feu­er­stein bei Eber­mann­stadt und der Wild­park Hund­s­haup­ten.

Besuch bei der Sternwarte Feuerstein: Bezirksrat Manfred Hümmer, Bezirksrat Dr. Ulrich Schürr, , Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Landrat Dr. Hermann Ulm, Dr. Frank Fleischmann, Leiter Bildungsbüro Martin Haendl. Foto: LRA Forchheim

Besuch bei der Stern­war­te Feu­er­stein: Bezirks­rat Man­fred Hüm­mer, Bezirks­rat Dr. Ulrich Schürr, Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm, Land­rat Dr. Her­mann Ulm, Dr. Frank Fleisch­mann, Lei­ter Bil­dungs­bü­ro Mar­tin Haendl. Foto: LRA Forch­heim

Neben wis­sen­schaft­li­cher Him­mels­be­ob­ach­tung kön­nen inter­es­sier­te Besu­cher in der Stern­war­te viel über das Uni­ver­sum, die Raum­fahrt, Ster­ne und Pla­ne­ten erfah­ren. „For­scher aus der gan­zen Welt besu­chen die Stern­war­te“, erzählt der Vor­sit­zen­de des Stern­war­te­ver­eins Dr. Frank Fleisch­mann. “Wir lie­fern Mess­ergeb­nis­se zu Gas­ne­beln und Stern­ex­plo­sio­nen und ste­hen in regem Aus­tausch mit etli­chen Uni­ver­si­tä­ten, unter ande­rem auch der Har­vard Uni­ver­si­tät in den USA.”

Schü­ler und Stu­den­ten kön­nen auch die tech­ni­schen Ein­rich­tun­gen und Tele­sko­pe nut­zen, Pro­jek­te wie der Jung­for­scher­tag oder die Kin­der-Uni kön­nen dort ver­wirk­licht wer­den. Die Ver­tre­ter des Bezirks zeig­ten sich beein­druckt von die­ser ein­zig­ar­ti­gen Ein­rich­tung sowohl für die Wis­sen­schaft als auch für die Bil­dungs­re­gi­on Ober­fran­ken. Die wei­te­re Ent­wick­lung der Stern­war­te war im Anschluss Inhalt einer inten­si­ven gemein­sa­men Dis­kus­si­on. Es gilt jetzt, die Stern­war­te Feu­er­stein auf soli­der finan­zi­el­ler Basis in die Zukunft zu füh­ren und mit dem Frei­staat Bay­ern zu spre­chen.

Besuch im Wildpark Hundshaupten: stellv. Wildparkleiterin Lisa Winzer, Landrat Dr. Hermann Ulm, Kämmerin Carmen Stumpf, Eduard Nöth, Bezirksrat Dr. Ulrich Schürr, Bezirksrat Manfred Hümmer, Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Foto: LRA Forchheim

Besuch im Wild­park Hund­s­haup­ten: stellv. Wild­park­lei­te­rin Lisa Win­zer, Land­rat Dr. Her­mann Ulm, Käm­me­rin Car­men Stumpf, Edu­ard Nöth, Bezirks­rat Dr. Ulrich Schürr, Bezirks­rat Man­fred Hüm­mer, Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm. Foto: LRA Forch­heim

Im land­kreis­ei­ge­nen Wild­park Hund­s­haup­ten stell­te Frau Win­zer das Pro­jekt „Wisent“, eine inno­va­ti­ve Betrach­tung des größ­ten frei­le­ben­den Land­säu­ge­tiers Euro­pas vor. „Eine Arbeits­grup­pe mit Ver­tre­tern des Kreis­tags hat ein Gesamt­kon­zept für den Wild­park erar­bei­tet, um sich auf die zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen vor­zu­be­rei­ten“, erklärt Land­rat Dr. Her­mann Ulm. Die­ses Kon­zept soll nun Schritt für Schritt in den kom­men­den Jah­ren ver­wirk­licht wer­den.

Bezirks­rat Dr. Ulrich Schürr beton­te die her­aus­ra­gen­de Stel­lung des Wild­parks sowohl für den Land­kreis Forch­heim als auch für die angren­zen­den Nach­bar­re­gio­nen. Von den über 150.000 jähr­li­chen Besu­chern reist ein gro­ßer Teil von außer­halb des Land­krei­ses an. „Das zeigt die über­re­gio­na­le Bedeu­tung unse­res wun­der­schö­nen Wild­parks“, so Schürr.

Im Rah­men des aktu­ell in der Pla­nung befind­li­chen Wisent­pro­jekts soll ein neu­es zusätz­li­ches Gehe­ge ent­ste­hen, in dem dann wei­te­re vier bis fünf Wisent­kü­he und ein –bul­le leben sol­len. Als beson­de­re Attrak­ti­on und Allein­stel­lungs­merk­mal wird ein „begeh­ba­rer Tun­nel­be­reich“ ange­legt, der den Besu­chern einen beson­de­ren eben­erdi­gen Blick auf die Tie­re aus näch­ster Nähe erlaubt. Zusätz­lich soll ein Infor­ma­ti­ons­zen­trum zu den The­men Erhal­tung und Wie­der­an­sied­lung der Wisen­te mit inter­ak­ti­ven Sta­tio­nen um ein über­di­men­sio­na­les Spiel­ge­rät in Wisent­form her­um ent­ste­hen. Bezirks­rat Man­fred Hüm­mer zeigt sich erfreut, über die­sen weit­ge­fass­ten Ansatz: „Wir spre­chen damit sowohl Erwach­se­ne als auch Schul­klas­sen an.“

Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm lob­te die sehr beacht­li­che Arbeit der Mit­ar­bei­ter und freut sich, dass der Wild­park einen eige­nen Inklu­si­ons­be­auf­trag­ten beschäf­tigt. „Dies ist für den Bezirk wich­tig, da sich die­ser beson­ders für Men­schen mit Behin­de­rung ein­setzt“, so Schramm.

Für die Umset­zung des gesam­ten Wild­park­kon­zepts müs­sen mög­li­che För­der­mög­lich­kei­ten früh­zei­tig geprüft und Zuwen­dungs­ge­ber in den Pla­nungs­pro­zess mit ein­ge­bun­den wer­den. Das Wisent­ge­he­ge mit ca. 500.000 Euro Kosten soll im Rah­men von Lea­der (Euro­päi­sche För­de­rung) rea­li­siert wer­den. Zudem wer­den die bei­den Bezirks­rä­te Schürr und Hüm­mer einen gemein­sa­men Antrag beim Bezirk Ober­fran­ken auf Zuschuss zum Pro­jekt stel­len.