Schlaifhau­sen – das Tor zur Frän­ki­schen Schweiz?

"Öberdorf" mit Kirche 1960. Foto: privat
"Öberdorf" mit Kirche 1960. Foto: privat

Wel­cher Ort das „Tor zur Frän­ki­schen Schweiz“ sym­bo­li­siert, ist seit je her Dis­kus­si­ons­grund unter den Bewoh­nern der Ort­schaf­ten des unte­ren Wie­sen­tha­les. Die Bewoh­ner des klei­nen Ortes Schlaifhau­sen direkt unter dem Wal­ber­la und des Roden­steins bezeich­nen ihren Ort natür­lich auch als DAS Tor der Frän­ki­schen Schweiz über­haupt. Nicht ganz zu Unrecht, denn ist doch die Ehren­bürg mit des­sen Wal­ber­la­fest am ersten Mai­wo­chen­en­de, wel­ches den Hin­ter­grund des Ortes ziert, über­re­gio­nal bekannt und glei­cher­ma­ßen beliebt.

Im Jahr 1362 wur­de der Ort erst­ma­lig als sle­uf­hu­sen urkund­lich erwähnt. Die Namens­ge­bung resul­tier­te aus der ört­li­chen Lage der ersten drei Anwe­sen des Ortes, die als „Häu­ser an der Schlei­fe“ erklärt wur­den. Erklärt wie folgt: Der Trans­port­weg von Fäll­holz, wel­ches noch mit Tier­ge­spann zum Wunschort „geschleift“ wur­de, ver­lief eben an die­sen Behau­sun­gen vor­bei auf fast gera­der Strecke nach Wie­sent­hau.

Die Schreib­wei­se hat sich über Jahr­hun­der­te immer wie­der ver­än­dert. Ab ca. 1800 aller­dings gilt die heu­ti­ge Schreib­wei­se Schlaifhau­sen.

Sehr fort­schritt­lich zeig­te sich der Ort auch zu Beginn der 1900er Jah­re. So wur­de 1911 erst­ma­lig elek­tri­sches Licht und der Anschluss ans Forch­hei­mer Tele­fon­netz her­ge­stellt Was eben­so nicht für jeden Ort selbst­ver­ständ­lich war, wie die Errich­tung der ersten Dorf­be­leuch­tung 1936.

1978 wur­de die bis dato eigen­stän­di­ge Gemein­de zur Gemein­de Wie­sent­hau ein­ge­mein­det.

Mar­tin Pie­ger