Land­ge­richt Bam­berg ver­han­delt Vor­wurf der Gei­sel­nah­me und der Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln

Symbolbild Justiz

In der 29. Kalen­der­wo­che 2020 fin­den am Land­ge­richt Bam­berg fol­gen­de (erst­in­stanz­li­che) Haupt­ver­hand­lun­gen in Straf­sa­chen statt:

1. Das Siche­rungs­ver­fah­ren gegen den 26-jäh­ri­gen H. wegen Gei­sel­nah­me und ande­ren Delik­ten am 13.07.2020, 09:00 Uhr, vor der Gro­ßen Straf­kam­mer des Land­ge­richts Bam­berg (Az. 24 KLs 1118 Js 917/20).

Dem Beschul­dig­ten liegt zur Last, im Zustand der Schuld­un­fä­hig­keit im Janu­ar 2020 fünf Per­so­nen in sei­ner Woh­nung in Haß­furt mit einer gro­ßen Haus­halts­sche­re gedroht zu haben, die­se zu erste­chen, falls sie die Woh­nung ver­las­sen soll­ten, wodurch er die­se Per­so­nen für etwa eine Stun­de in der Woh­nung fest­hielt. Nach­dem es einer der Per­so­nen gelang, einen Not­ruf abzu­set­zen und sich die bei­den dar­auf­hin ein­ge­trof­fe­nen Poli­zei­be­am­ten Zutritt zur Woh­nung ver­schafft hat­ten, gelang es vier Per­so­nen sich zu ent­fer­nen. Als die Poli­zei­be­am­ten die Woh­nung betra­ten und auf den Beschul­dig­ten zugin­gen, soll die­ser die letz­te ver­blie­be­ne Per­son von hin­ten gepackt und mit der lin­ken Hand fest­ge­hal­ten haben, wäh­rend er die Sche­re in sei­ner rech­ten Hand abwech­selnd an Kopf und Hals der Per­son gehal­ten und gedroht haben soll, sie umzu­brin­gen, falls sich die Poli­zi­sten nähern wür­den. Der Beschul­dig­te soll auf die­se Art und Wei­se die Per­son für cir­ca 45 Minu­ten in sei­ner Gewalt gehabt haben, wäh­rend in der Zwi­schen­zeit wei­te­re Poli­zei­be­am­te ein­ge­trof­fen waren und die­se fort­wäh­rend ver­such­ten den Beschul­dig­ten ver­bal zur Auf­ga­be zu bewe­gen. Als der Beschul­dig­te zu einer Stich­be­we­gung mit der Sche­re in Rich­tung des Kop­fes der von ihm fest­ge­hal­te­nen Per­son aus­ge­holt haben soll, gelang es zwei Poli­zei­be­am­ten den Beschul­dig­ten zu ergrei­fen und zu ent­waff­nen. Gegen die­sen Zugriff der Poli­zei­be­am­ten soll sich der Beschul­dig­te mas­siv zur Wehr gesetzt und zwei Poli­zei­be­am­te hier­durch ver­letzt haben. Fort­set­zungs­ter­min: 15.07.2020, 09:00 Uhr

2. Das Straf­ver­fah­ren gegen den 38-jäh­ri­gen O. wegen uner­laub­ter Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge mit uner­laub­tem Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge und ande­ren Delik­ten am 14.07.2020, 09:00 Uhr vor der Gro­ßen Straf­kam­mer (Az. 32 KLs 2101 Js 6665/20).

Dem Ange­klag­ten liegt zur Last, im Janu­ar 2020 in der Tsche­chi­schen Repu­blik etwa 50 Gramm Cry­s­tal erwor­ben und anschlie­ßend in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein­ge­führt zu haben, um die­ses im Land­kreis Haß­ber­ge gewinn­brin­gend wei­ter­zu­ver­kau­fen. Zudem soll der Ange­klag­te im März 2020 von einer ande­ren Per­son im Land­kreis Haß­ber­ge cir­ca 20 Gramm Amphet­amin erwor­ben und zugleich 2 Kilo­gramm Amphet­amin zum Preis von 12.000,- Euro bestellt haben, um zur Ver­schleie­rung sei­ner eige­nen Taten die­se Per­son der Kri­mi­nal­po­li­zei Schwein­furt als Betäu­bungs­mit­tel­händ­ler nen­nen zu kön­nen, was er kur­ze Zeit spä­ter getan haben soll, so dass im Rah­men einer Durch­su­chung bei die­ser Per­son unter ande­rem 1,6 Kilo­gramm Amphet­amin auf­ge­fun­den und die­se Per­son fest­ge­nom­men wur­de.

Bezüg­lich son­sti­ger Fort­set­zungs­ter­mi­ne von bereits frü­her begon­ne­nen erst­in­stanz­li­chen Straf­ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt Bam­berg wird auf die frü­he­ren Mit­tei­lun­gen ver­wie­sen. Orga­ni­sa­to­ri­scher Hin­weis: Der­zeit fin­den auf­grund der „Coro­na-Kri­se“ stren­ge Ein­gangs­kon­trol­len statt. Bei Betre­ten des Gerichts­ge­bäu­des ist eine Selbst­aus­kunft zu COVID-19 aus­zu­fül­len. Das Selbst­aus­kunfts­form­blatt fin­det sich unter fol­gen­dem Link: https://​www​.justiz​.bay​ern​.de/​g​e​r​i​c​h​t​e​-​u​n​d​-​b​e​h​o​e​r​d​e​n​/​o​b​e​r​l​a​n​d​e​s​g​e​r​i​c​h​t​e​/​b​a​m​b​e​rg/. Aus Zeit­er­spar­nis­grün­den kann die­ses im Vor­feld schon aus­ge­druckt, aus­ge­füllt und mit­ge­bracht wer­den.