Ober­frän­ki­scher Aus­bil­dungs­markt – Nach­hol­jagd gestar­tet

End­spurt, da geht noch viel – Jetzt Bera­tungs­ter­min ver­ein­ba­ren

Seit Beginn des Berufs­be­ra­tungs­jah­res im Okto­ber letz­ten Jah­res mel­de­ten sich im Bezirk der Agen­tur für Arbeit Bam­berg – Coburg 2.840 Bewer­ber für Berufs­aus­bil­dungs­stel­len. Das waren 7,4% weni­ger als im Vor­jah­res­zeit­raum. Zugleich gab es 4.892 Mel­dun­gen für Berufs­aus­bil­dungs­stel­len, das ent­spricht einem Minus von 11,6%. Ende Juni waren 923 Bewer­ber noch ohne Lehr­stel­le und 2.247 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat gab es mehr unver­sorg­te Bewer­ber für Berufs­aus­bil­dungs­stel­len (+7,0%), die Zahl der unbe­setz­ten Berufs­aus­bil­dungs­stel­len war klei­ner (–13,1%). Für der­zeit 100 suchen­de Bewer­ber ste­hen sta­ti­stisch 243 freie Aus­bil­dungs­plät­ze zur Ver­fü­gung. Vor einem Jahr waren es 300 Lehr­stel­len gewe­sen.

Brigitte Glos

Bri­git­te Glos, die Lei­te­rin der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg

„Bis vor einem Monat waren die Fir­men auf­grund der Coro­na beding­ten Kon­takt­be­schrän­kun­gen bei den Aus­wahl­ver­fah­ren eher zurück­hal­tend. Ende Juni hat­ten 1 284 Bewer­ber ihren Aus­bil­dungs­ver­trag für Sep­tem­ber in der Tasche, ein Fünf­tel (-20%, ‑320 Jugend­li­che) weni­ger als im Vor­jahr.

Wir spü­ren jedoch seit eini­ger Zeit, dass die Betrie­be mit dem Inkraft­tre­ten der Locke­run­gen so nach und nach mit der Nach­hol­jagd star­ten. In den letz­ten Wochen beka­men immer mehr Bewer­ber ihre Ein­stel­lungs­zu­sa­ge.

In allen Regio­nen des Bezirks Bam­berg – Coburg gibt es noch min­de­stens dop­pelt so vie­le freie gemel­de­te Lehr­stel­len wie Bewer­ber. Nur ver­ein­zelt stor­nie­ren Betrie­be ihre Aus­bil­dungs­plät­ze, denn spä­te­stens nach Coro­na wird wie­der die Fra­ge der Fach­kräf­te­ge­win­nung bei schrump­fen­der Bevöl­ke­rung eine gro­ße Her­aus­for­de­rung.

Jugend­li­che, die noch kei­nen Aus­bil­dungs­platz haben oder Unter­stüt­zung bei der Stu­di­en­wahl benö­ti­gen, kön­nen ger­ne ihren Bera­tungs­ter­min auch mit ihren Eltern über unse­re Hot­line ver­ein­ba­ren. Unse­re Bera­ter ken­nen viel­leicht ihren noch unbe­kann­ten Wunsch­be­ruf wie z.B. den Roll­laden- und Son­nen­schutz­me­cha­tro­ni­ker oder ent­wickeln mit ihnen einen Plan B,“ sagt Bri­git­te Glos, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Bam­berg-Coburg.

Jetzt Ter­min bei der Berufs- oder Stu­di­en­be­ra­tung ver­ein­ba­ren