Moder­ne Basis­fahr­zeu­ge für Ober­fran­kens Fahn­der

Mit ins­ge­samt drei neu­en und hoch­mo­der­nen Basis­fahr­zeu­gen sind zukünf­tig Beam­te der Grenz­po­li­zei­in­spek­ti­on Selb und der Grenz­po­li­zei­grup­pe der Ver­kehrs­po­li­zei Hof im Ein­satz. Im Rah­men eines Pres­se­ter­mins am Mitt­woch­nach­mit­tag stell­te Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent Udo Skrzyp­c­zak die neu­en Fahr­zeu­ge auf dem Are­al der Auto­bahn­mei­ste­rei Rehau der Öffent­lich­keit vor und infor­mier­te über erfolg­rei­che Arbeit der Fahn­der.

Im Rah­men des Pres­se­ter­mins stell­te Ober­fran­kens Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent inter­es­sier­ten Pres­se­ver­tre­tern und anwe­sen­den Ehren­gä­sten die drei neu­en, und mit modern­ster Tech­nik aus­ge­stat­te­ten, VW Craf­ter als Basis­fahr­zeu­ge der Grenz­po­li­zei­dienst­stel­len vor. Gleich­zei­tig lobt er die gute Zusam­men­ar­beit der Grenz­po­li­zi­sten mit den tsche­chi­schen Kol­le­gen und benach­bar­ten Kräf­ten der Bun­des­po­li­zei und des Zolls, und stell­te die Fahn­dungs­er­fol­ge der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­re vor.

Im Anschluss lei­te­te der neue Dienst­stel­len­lei­ter der Sel­ber Grenz­po­li­zei, Erster Poli­zei­haupt­kom­mis­sar Alex­an­der Horn, zur Prä­sen­ta­ti­on der Basis­fahr­zeu­ge über und erklär­te die hoch­mo­der­ne Aus­stat­tung der neu­en mobi­len Befehls­stel­len.

Im Rah­men einer tat­säch­li­chen Schlei­er­fahn­dungs­kon­trol­le konn­ten die Medi­en­ver­tre­ter den Ein­satz des neu­en Equip­ments gleich im Echt­be­trieb begut­ach­ten. Für Fra­gen der Medi­en­ver­tre­ter stan­den neben Herrn Horn auch Poli­zei­di­rek­tor Horst Thiemt, Lei­ter der Ver­kehrs­po­li­zei Hof, und Fahn­dungs­be­am­te bei­der Dienst­stel­len Rede und Ant­wort.

Mit der Aus­lie­fe­rung der Basis­fahr­zeu­ge wur­de die beab­sich­tig­te Stär­kung der tech­nisch-unter­stüt­zen­den Fahn­dung bei den Grenz­po­li­zei­dienst­stel­len, nach der suk­zes­si­ven Ein­füh­rung einer Rei­he modern­ster Ein­satz­mit­tel, vor­erst kom­ple­men­tiert.

Erfolg­rei­che Arbeit in Zah­len

Dro­gen­de­lik­te, ille­ga­le Waf­fen, Haft­be­feh­le, Fahr­ten unter Dro­gen­ein­wir­kung und vie­les mehr zei­gen nicht zuletzt die erfolg­rei­che Arbeit der ober­frän­ki­schen Fahn­der. Poli­zei­vi­ze­prä­si­dent Skrzyp­c­zak stell­te anschau­lich die Sta­ti­stik der ver­gan­ge­nen bei­den Jah­re vor.

In der Sum­me konn­ten die Fahn­dungs­dienst­stel­len im Jahr 2018 über 1.500 Straf­ta­ten auf­decken. Mehr als die Hälf­te davon waren Rausch­gift­de­lik­te, gefolgt von zahl­rei­chen Ver­stö­ßen gegen das Waf­fen­ge­setz. Zudem wur­den mehr als 170 Fahr­ten unter Dro­gen­ein­fluss durch die Zivil­fahn­der fest­ge­stellt und unter­bun­den.

Im Jahr 2019 waren die Poli­zi­sten noch erfolg­rei­cher. Die fest­ge­stell­ten Straf­ta­ten konn­ten um 22 Pro­zent gestei­gert wer­den (+348 Fäl­le). Bei einem Groß­teil han­delt es sich hier­bei erneut um Delik­te aus dem Rausch­gift­be­reich und Ver­stö­ßen gegen das Waf­fen­ge­setz. Eben­so stell­ten die Beam­ten wie­der­holt eine hohe Zahl an Fahr­ten unter Dro­gen­ein­fluss (186 Fäl­le) fest.

Zudem nah­men die Fahn­der 83 Per­so­nen auf­grund bestehen­der Haft­be­feh­le fest und stei­ger­ten hier­bei ihre Effek­ti­vi­tät zum Vor­jahr noch­mals um 15 Pro­zent (2018: 72 Fäl­le).

Ein Fall aus dem All­tag eines Fahn­ders

Auch spek­ta­ku­lä­re Fest­nah­men gelan­gen den Fahn­dern der Sel­ber Grenz­po­li­zei im ver­gan­ge­nen Jahr. Ende Okto­ber 2019 kon­trol­lier­ten Schlei­er­fahn­der im Regio­nal­zug von Prag nach Mün­chen einen 47-jäh­ri­gen rus­si­schen Mann mit Wohn­sitz in Isra­el. Die Beam­ten fan­den bei der Per­son 30.000 US-Dol­lar und über 360 Dia­man­ten. Unter Ein­bin­dung des Zoll­am­tes Hof nah­men die Fahn­der den Rus­sen fest und beschlag­nahm­ten die Dia­man­ten und Bar­mit­tel. Gegen ihn ermit­tel­te die Kri­po Hof wegen des Ver­dachts der Geld­wä­sche.