Für kom­for­ta­bles Auf­la­den von Elek­tro­au­tos: Lade­ver­bund+ star­tet App

An aktu­ell 550 Säu­len wird bald nach Kilo­watt­stun­den abge­rech­net

Marcus Steurer (1. Vorsitzender des Ladeverbund+, Geschäftsführer der infra fürth gmbh) und Markus Rützel (Koordinator des Ladeverbund+, Geschäftsführer der solid GmbH). Foto: Ladeverbund+

Mar­cus Steu­rer (1. Vor­sit­zen­der des Lade­ver­bund+, Geschäfts­füh­rer der infra fürth gmbh) und Mar­kus Rüt­zel (Koor­di­na­tor des Lade­ver­bund+, Geschäfts­füh­rer der solid GmbH). Foto: Lade­ver­bund+

Der Lade­ver­bund+ bringt eine neue App her­aus, die das Laden und Bezah­len an sei­nen Lade­säu­len in Zukunft noch kom­for­ta­bler macht. Die App mit dem Namen „Lade­ver­bund+“ ersetzt den bis­he­ri­gen Zugang via SMS und steht ab 15. Juli im Goog­le Play Store und im App-Store von Apple zum kosten­lo­sen Down­load bereit.

Mit Ein­füh­rung der App passt der Lade­ver­bund+ auch die Tarif­struk­tur an. So wird das Laden an allen aktu­ell 550 öffent­li­chen Lade­säu­len künf­tig nicht mehr nach Zeit, son­dern nach gela­de­nen Kilo­watt­stun­den abge­rech­net. Der Vor­sit­zen­de Mar­cus Steu­rer freut sich sehr über die Umstel­lung: „Neben den all­ge­mei­nen Vor­tei­len einer App, zah­len unse­re Kun­den jetzt nur das, was auch wirk­lich gela­den wird.“

Hohe Trans­pa­renz, zahl­rei­che Funk­tio­nen

Nut­zer der App fin­den in der Kar­ten­an­sicht schnell die näch­ste Sta­ti­on und sehen auf einen Blick ob die­se frei oder belegt ist. Auf Wunsch führt die Navi­ga­ti­ons­funk­ti­on gezielt zum Lade­stand­ort.

Mit Aus­wahl eines Lade­punkts sieht jeder E‑Mobilist direkt sei­nen für ihn dort gül­ti­gen Tarif. Wird der Lade­vor­gang gestar­tet, kön­nen die Lade­da­ten wie der Strom­ver­brauch und die anfal­len­den Kosten nach­ver­folgt wer­den. Das Kun­den­kon­to bie­tet einen Über­blick über die Histo­rie aller Lade­vor­gän­ge inklu­si­ve Stand­zeit, Ver­brauch und Kosten. Als Zah­lungs­op­tio­nen ste­hen Last­schrift oder Kre­dit­kar­te zur Ver­fü­gung.

Ver­gün­stig­ter Öko­strom für Strom­kun­den von Mit­glie­dern

Auch wei­ter­hin gilt: Strom­kun­den eines im Lade­ver­bund+ orga­ni­sier­ten Stadt­werks laden nach Regi­strie­rung zum ermä­ßig­ten Tarif. Strom­kun­den der N‑ERGIE Akti­en­ge­sell­schaft – mit 240 Sta­tio­nen der größ­te Anbie­ter im Lade­ver­bund+ – zah­len bei­spiels­wei­se an allen 550 Sta­tio­nen ledig­lich 32 Cent pro Kilo­watt­stun­de Öko­strom.

Neben einem Tarif für die spon­ta­ne Nut­zung mit­tels Abscan­nen eines QR-Codes bie­ten alle Mit­glie­der einen rabat­tier­ten Tarif für Nut­zer der App an. An eini­gen Säu­len wird zudem eine Blockier­ge­bühr für die Stand­zeit ohne gleich­zei­ti­ges Laden fäl­lig.

Neu­er Part­ner chargecloud GmbH

Die umfang­rei­chen Umstel­lun­gen im Lade­ver­bund+ gehen mit einem Wech­sel des Backend-Anbie­ters ein­her. Künf­tig ver­traut der Lade­ver­bund+ auf die Dien­ste des auf Elek­tro­mo­bi­li­tät spe­zia­li­sier­ten Soft­ware­her­stel­lers chargecloud GmbH.

Damit ist auch wei­ter­hin der Zugang über zahl­rei­che soge­nann­te RFID-Medi­en und Apps ande­rer Fahr­strom-Anbie­ter mög­lich. Da die Mit­glie­der des Lade­ver­bund+ kei­nen Ein­fluss auf deren Preis­ge­stal­tung haben, kann die­se Form des Roa­mings aller­dings teils deut­lich höhe­re Prei­se für die Nut­zer der Lade­sta­ti­on zur Fol­ge haben.

Mög­li­che Ein­schrän­kun­gen wäh­rend Umrü­stungs­pha­se

Die Umrü­stung der Lade­säu­len beginnt am Frei­tag, 17. Juli 2020. Bis zum vor­aus­sicht­li­chen Abschluss der Arbei­ten Ende Juli kann es an den Lade­säu­len ver­ein­zelt zu kurz­zei­ti­gen Aus­fäl­len kom­men. E‑Autos, die wäh­rend anste­hen­der Arbei­ten an den Lade­säu­len ange­schlos­sen sind, kön­nen durch die Mon­teu­re kurz­zei­tig von der Lade­säu­le getrennt wer­den.

Die Umrü­stung der Lade­säu­len im Lade­ver­bund+ ver­läuft grob von Nord nach Süd. Über den aktu­el­len Stand der Umstel­lung infor­miert der Lade­säu­len­fin­der lau­fend auf www​.lade​ver​bundp​lus​.de. Dort fin­den Nut­zer auch wei­ter­füh­ren­de Infos und eine aus­führ­li­che Video-Anlei­tung. Als beson­de­ren Ser­vice bie­tet der Lade­ver­bund+ Nut­zern der App bis 31. August 2020 einen ein­heit­li­chen Preis von 32 Cent pro Kilo­watt­stun­de an.

Über den Lade­ver­bund+

Der Lade­ver­bund+ ist ein ste­tig wach­sen­der Ver­bund aus der­zeit 63 Stadt- und Gemein­de­wer­ken in Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen und Rhein­land-Pfalz. Sei­ne Mit­glie­der wol­len die Elek­tro­mo­bi­li­tät för­dern und haben sich zum Ziel gesetzt, eine mög­lichst ein­heit­li­che und flä­chen­decken­de Ladein­fra­struk­tur für Elek­tro­au­tos auf­zu­bau­en.

Der Schwer­punkt des Aus­baus liegt bis­lang auf dem frän­ki­schen Raum. Lade­säu­len des Lade­ver­bund+ fin­den E‑Mobilisten mitt­ler­wei­le aber auch in Deg­gen­dorf (Nie­der­bay­ern), im Main-Tau­ber-Kreis (Baden-Würt­tem­berg) oder Bad Hers­feld (Hes­sen). Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den bereits 99.000 Lade­vor­gän­ge regi­striert. Ins­ge­samt wur­de dabei Öko­strom für rund sechs Mil­lio­nen emis­si­ons­freie Kilo­me­ter abge­ge­ben.