Erz­bi­schof Schick gra­tu­liert Bam­ber­ger Kin­der­gar­ten St. Gise­la zum Deut­schen Kita-Preis

“Vor­bild­li­che Initia­ti­ve”

Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat der katho­li­schen Kin­der­ta­ges­stät­te St. Gise­la in Bam­berg zum Gewinn des Deut­schen Kita-Prei­ses für die Initia­ti­ve „Aus der Gereuth für die Gereuth“ gra­tu­liert. Es sei eine groß­ar­ti­ge Wür­di­gung für das Team des Kin­der­gar­tens sowie des Stadt­teil­ma­nage­ments iSo. „Aus 1500 Bewer­bern in der Kate­go­rie ‚Loka­les Bünd­nis für frü­he Bil­dung des Jah­res‘ aus­ge­wählt zu wer­den, ist eine gro­ße Aus­zeich­nung. Der Erfolgt zeigt, wie viel­fäl­tig kirch­li­che Ein­rich­tun­gen in der Gesell­schaft wir­ken und allen Bevöl­ke­rungs­grup­pen zugu­te kom­men“, so Erz­bi­schof Schick, der am Frei­tag sei­ne Glück­wün­sche auch mit einer Video­gruß­bot­schaft über­mit­tel­te.

Der Kin­der­gar­ten im Süden Bam­bergs ist Kno­ten­punkt und Anlauf­stel­le für zahl­rei­che Men­schen im Stadt­teil Gereuth. Es gibt vie­le Allein­er­zie­hen­de, Fami­li­en mit meh­re­ren Pro­ble­men und eine rela­tiv hohe Arbeits­lo­sig­keit. „Eltern kom­men mit ihren Sor­gen zu uns, wir hören ihnen zu und ver­su­chen, so gut es geht, zu hel­fen. Es ist für uns eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass wir in dem Stadt­teil und für den Stadt­teil da sind“, sag­te Kita-Lei­te­rin Nad­ja Hein­buch. Das Bünd­nis sam­melt die Ideen der Bevöl­ke­rung und setzt sie gemein­sam mit ihr um. So ent­stan­den unter ande­rem Stadt­teil- und Som­mer­fe­ste, auf denen sich die Anwoh­ner ken­nen­ler­nen konn­ten. Auch die Ideen eines Kin­der­tur­nens oder eines Eltern-Kind-Koch­work­shops wur­den umge­setzt. Die mei­sten Ver­an­stal­tun­gen sind kosten­los.

Die Aus­zeich­nung ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Deut­sche Kita-Preis ist eine gemein­sa­me Initia­ti­ve des Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­ri­ums und der Deut­schen Kin­der- und Jugend­stif­tung. Part­ner des Bünd­nis­ses sind neben dem Kin­der­gar­ten St. Gise­la und iSo e.V. der All­ge­mei­ne Sozia­le Dienst des Jugend­amts, Nach­barn und Ehren­amt­li­che, Sozi­al­ar­bei­ter an der Schu­le, KoKi, Schwan­ge­ren­be­ra­tung, Stadt­bau, die angren­zen­de Grund­schu­le, die Bam­ber­ger Tafel e.V. sowie der Fami­li­en­bei­rat der Stadt Bam­berg. Die Jury des Deut­schen Kita-Prei­ses begrün­de­te ihre Ent­schei­dung damit, dass Kin­der nicht als hilfs- und unter­stüt­zungs­be­dürf­tig, son­dern als Akteu­re gese­hen wer­den, die mit­re­den und ganz kon­kret mit­be­stim­men kön­nen. So wir­ke das Bünd­nis bekräf­ti­gend in den Stadt­teil hin­ein und för­de­re vie­le Poten­zia­le. Mit gro­ßem Enga­ge­ment wer­de das Image der Gereuth in Bam­berg Stück für Stück ver­bes­sert.

Im Erz­bis­tum Bam­berg sind rund 325 Kin­der­ta­ges­stät­ten in kirch­li­cher Trä­ger­schaft, in denen über 20.000 Kin­der betreut wer­den. Für die Kitas wer­den jähr­lich Zuschüs­se von rund 4,5 Mil­lio­nen Euro bereit gestellt.