Bam­berg: Erz­bi­schof Schick ernennt Jut­ta Schmitt zur Ordi­na­ri­ats­di­rek­to­rin

Por­trät­fo­to von Jut­ta Schmitt (Foto: Pres­se­stel­le Erz­bis­tum Bamberg/​Hendrik Stef­fens)

Bam­berg. Jut­ta Schmitt (56) wird die erste Ordi­na­ri­ats­di­rek­to­rin im Erz­bis­tum Bam­berg. Die bis­he­ri­ge Per­so­nal­che­fin wird von Erz­bi­schof Lud­wig Schick für das neu geschaf­fe­ne Amt zum 1. Sep­tem­ber ernannt. Sie ent­la­stet künf­tig Gene­ral­vi­kar Prä­lat Georg Kestel bei der Lei­tung des Ordi­na­ri­ats.

Gene­ral­vi­kar Kestel bleibt Mode­ra­tor der Kurie und ist für die Koor­di­na­ti­on aller Ver­wal­tungs­ge­schäf­te des Ordi­na­ri­ats zustän­dig.

Die Ordi­na­ri­ats­di­rek­to­rin über­nimmt die per­so­nal- und ver­wal­tungs­recht­li­chen Auf­ga­ben. Sie ist ver­ant­wort­lich für die Digi­ta­li­sie­rung von Ver­wal­tungs­pro­zes­sen inner­halb des Ordi­na­ri­ats sowie für die Pfar­rei­en. Ihr zuge­ord­net sind die Haupt­ab­tei­lun­gen Finan­zen und Ver­mö­gen, Bau und Lie­gen­schaf­ten, Personal/​Bezüge/​Kindertagesstätten und die Stabs­stel­len Welt­li­ches Recht, Infor­ma­ti­ons­tech­nik, Zen­tra­le Dien­ste und Beschaf­fung, Arbeits­si­cher­heit, Gleich­stel­lung, Prä­ven­ti­on und Schriftgutverwaltung/​Archiv. Die Lei­tung der Per­so­nal­ab­tei­lung wird sie zunächst kom­mis­sa­risch bei­be­hal­ten.

Der Gene­ral­vi­kar behält alle Auf­ga­ben, die ihm kir­chen­recht­lich zukom­men. Er ver­ant­wor­tet die pasto­ra­le Aus­rich­tung der gesam­ten Ver­wal­tung und reprä­sen­tiert das Erz­bis­tum in Abstim­mung mit dem Erz­bi­schof nach außen. Ihm zuge­ord­net sind die Haupt­ab­tei­lun­gen Seel­sor­ge, Pasto­ra­les Per­so­nal, Außer­schu­li­sche Bil­dung, Schu­le und Reli­gi­ons­un­ter­richt, Kunst und Kul­tur sowie die Stabs­stel­len Diö­ze­sa­ne Ent­wick­lung, Kirch­li­ches Recht, Öffent­lich­keits- und Pro­jekt­ar­beit, Welt­kir­che und Öku­me­ne.

Jut­ta Schmitt wur­de 1963 in Herrenberg/​Böblingen gebo­ren. Nach dem Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten und dem Refe­ren­da­ri­at 1982 bis 1990 in Bay­reuth, Ham­burg und Nie­der­sach­sen arbei­te­te sie zuerst bei einer Ver­si­che­rung in Ham­burg und dann von 1993 bis 1999 als Rechts­an­wäl­tin in Ham­burg und Bam­berg. 1999 kam sie ins Ordi­na­ri­at und war in der Per­so­nal­ab­tei­lung für Kir­chen­stif­tun­gen und Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zustän­dig. 2004 wur­de sie zur Ordi­na­ri­ats­rä­tin und Haupt­ab­tei­lungs­lei­te­rin ernannt. „Ich freue mich auf mei­ne neue Auf­ga­be als Ordi­na­ri­ats­di­rek­to­rin in einer Zeit, in der die Kir­che sich gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen in der Gesell­schaft stel­len muss“, sag­te Schmitt und ver­wies auf die digi­ta­le Ent­wick­lung, die gestie­ge­nen Anfor­de­run­gen bei Finanz­trans­pa­renz, Daten­schutz und Arbeits­schutz sowie die wach­sen­den gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen für die Kir­che als Arbeit­ge­ber von über 7500 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern im Erz­bis­tum Bam­berg.

Erz­bi­schof Schick zeig­te sich erfreut, dass mit Jut­ta Schmitt eine erfah­re­ne Juri­stin und Ken­ne­rin der kirch­li­chen Struk­tu­ren für die neue Lei­tungs­funk­ti­on gewon­nen wur­de. „Als Per­so­nal­che­fin hat sie bereits bewie­sen, dass sie bei allen recht­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Fra­gen mit der Kir­che denkt und immer die Men­schen und ihre beson­de­re Situa­ti­on im Blick hat“, sag­te Schick und wünsch­te ihr für ihre neue Auf­ga­be Got­tes Segen und eine glück­li­che Hand.