Land­kreis Bam­berg will Schlag­zahl im Kli­ma­schutz ver­dop­peln

Land­rat Johann Kalb schlägt zusätz­li­chen Kli­ma­schutz­ma­na­ger vor – Grob­kon­zept für Tak­tung und Netz der Bus­li­ni­en liegt im Som­mer vor

Landrat Johann Kalb. Foto: LRA Bamberg

Land­rat Johann Kalb. Foto: LRA Bam­berg

„Der Land­kreis Bam­berg will die umfang­rei­chen Pro­jek­te und Initia­ti­ven für den Kli­ma­schutz naht­los fort­füh­ren und wei­ter aus­bau­en. Wir suchen einen Nach­fol­ger für unse­ren Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten Robert Mar­tin, der Anfang 2021 in den Ruhe­stand gehen will. Zusätz­lich schla­ge ich vor, unse­re Schlag­zahl mit einem Kli­ma­schutz­ma­na­ger zu ver­dop­peln.“ Die­ses Ziel stell­te Land­rat Johann Kalb am Don­ners­tag den Mit­glie­dern des Umwelt­aus­schus­ses vor. Für das Kli­ma­schutz­ma­nage­ment hat der Frei­staat Bay­ern ein För­der­pro­gramm auf­ge­legt.

„Der Nach­fol­ger von Robert Mar­tin fin­det ein bestell­tes Feld vor. Er tritt aller­dings auch in gro­ße Fuß­stap­fen. Stadt und Land­kreis haben sich seit 2008 in der Kli­maal­li­anz eine Vor­rei­ter­rol­le erar­bei­tet. Ich wer­de mich dafür stark machen, dass wir die­se mit einer zwei­ten Stel­le deut­lich aus­bau­en“, steck­te Land­rat Johann Kalb die Erwar­tun­gen ab. „Stadt und Land­kreis befin­den sich bereits mit­ten in der Erar­bei­tung eines Kli­ma­schutz­kon­zep­tes. Fer­tig­stel­lung und Umset­zung sind mit die wich­tig­sten Inve­sti­tio­nen in die Zukunft des Land­krei­ses Bam­berg.“

In die Jury des Kli­ma­schutz­prei­ses 2020 der Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur ent­sen­det der Umwelt­aus­schuss Johan­nes Krapp (Stell­ver­tre­tung: Sig­rid Reinfel­der). Der Jury gehö­ren auch Land­rat Johann Kalb, Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, der Geschäfts­füh­rer der Kli­ma- und Ener­gie­agen­tur und ein Mit­glied des Umwelt­se­na­tes der Stadt Bam­berg an.

Mit einem Sach­stands­be­richt brach­te die Kreis­ver­wal­tung die Mit­glie­der des Umwelt­aus­schus­ses auf den aktu­el­len Stand bei der Mobi­li­tät. Nach­dem der Kreis­tag im Dezem­ber 2019 den neu­en Nah­ver­kehrs­plan beschlos­sen hat, läuft im Ver­bund des Ver­kehrs­ver­bun­des Groß­raum Nürn­berg (VGN) die Über­pla­nung des kom­plet­ten Bus­li­ni­en­net­zes. In den näch­sten Wochen soll ein Grob­kon­zept ste­hen, mit wel­cher Tak­tung und auf wel­chem Netz die Bus­se ver­keh­ren sol­len. Die­ses Grob­kon­zept geht dann in die Abstim­mung auch mit den Kom­mu­nen.

Beim Rad­we­ge­bau ist der Weg frei für einen lan­ge gewünsch­ten Lücken­schluss ent­lang der Staats­stra­ße 2260 zwi­schen Herrns­dorf und Röbers­dorf, nach­dem alle nöti­gen Grund­stücke hier­für erwor­ben wer­den konn­ten. Sobald die bean­trag­te För­de­rung geneh­migt ist, soll mit dem Bau begon­nen wer­den, so Land­rat Johann Kalb.

Kurz vor der Fer­tig­stel­lung steht nach den Wor­ten des Land­kreis­chefs das Kon­zept für den All­tags­rad­ver­kehr. Dar­in wird ein 775 Kilo­me­ter lan­ges Rad­we­ge­netz defi­niert, das siche­re, direk­te und zügig befahr­ba­re Ver­bin­dun­gen im All­tags­rad­ver­kehr gewähr­lei­sten soll. Das Kon­zept iden­ti­fi­ziert nicht nur not­wen­di­ge Lücken­schlüs­se, son­dern auch Gefahr­stel­len und Maß­nah­men, wie die­se beho­ben wer­den sol­len.

Als Nadel­öhr für die schnel­le Rad­ver­bin­dung Bam­berg-Forch­heim-Erlan­gen wur­de auf dem Gebiet des Land­krei­ses Bam­berg der Bereich der Schleu­se Strul­len­dorf iden­ti­fi­ziert. Damit künf­tig nicht mehr ein Umweg über das Gewer­be­ge­biet Strul­len­dorf genom­men wer­den muss, soll eine siche­re Que­rung der Bahn­li­nie Strul­len­dorf-Schlüs­sel­feld ange­strebt wer­den.