DGB Jugend Ober­fran­ken ist ent­setzt über das Vor­ge­hen der Grü­nen Frak­ti­on im Bam­ber­ger Stadt­rat

Pres­se­mit­tei­lung der DGB-Jugend Ober­fran­ken:

“Statt Mit­mach-Stadt und Trans­pa­renz – Beschnei­dung der Mit­wir­kungs­rech­te des Stadt­ju­gend­rings und damit der Jugend­ver­bän­de!”

Im Wahl­kampf haben die Grü­nen Bam­berg groß Wer­bung mit Mit­mach-Stadt und Trans­pa­renz gemacht. Bei der Sit­zung des Bam­ber­ger Stadt­rats am Mitt­woch, den 24 Juni hat die Grü­ne Frak­ti­on jedoch die Mit­wir­kungs­rech­te des Stadt­ju­gend­rings Bam­berg in der Stadt­po­li­tik beschnit­ten. Damit hat nun die Ver­tre­tung von 33 Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­den mit über 12.000 Mit­glie­der weni­ger Ein­fluss auf die Ent­schei­dun­gen des Bam­ber­ger Stadt­ra­tes. Mit­mach-Stadt für Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­de: Fehl­an­zei­ge!

In der Voll­sit­zung des Stadt­ra­tes Bam­berg am 24. Juni wur­den die Aus­schüs­se dar­un­ter auch der Jugend­hil­fe­aus­schuss neu besetzt. In die­sem Aus­schuss war der Stadt­ju­gend­ring als Ver­tre­ter der 33 Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­de mit zwei von sechs beschlie­ßen­den, stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern ver­tre­ten. Auch die Sit­zungs­vor­la­ge der Ver­wal­tung der Stadt Bam­berg sah vor, dass der Stadt­ju­gend­ring Bam­berg wei­ter­hin mit zwei stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern im Jugend­hil­fe­aus­schuss ver­tre­ten ist.

Im Vor­feld gab es kurz­zei­tig Über­le­gun­gen sei­tens der Stadt Bam­berg, dass der Stadt­ju­gend­ring in sei­nen Mit­wir­kungs­rech­ten beschnit­ten wird, doch nach Inter­ven­ti­on durch uns, der DGB Jugend und durch den Stadt­ju­gend­ring sel­ber konn­te die­se Über­le­gun­gen mit Sach­ar­gu­men­ten die Grund­la­ge ent­zo­gen wer­den.

In die­sem Zuge haben wir uns als DGB Jugend auch u.a. an die zwei Frak­tio­nen der Bam­berg „Rat­haus-Koali­ti­on“ gewen­det. Als Gewerk­schafts­ju­gend haben wir sowohl gegen­über der Grü­nen Frak­ti­on als auch der Frak­ti­on der SPD deut­lich gemacht, dass wir uns als Jugend­ver­band mit Nach­druck dafür ein­set­zen, dass auch wei­ter­hin die Stim­me der 12.000 Mit­glie­der der Jugend­ver­bän­de ein gro­ßes Gewicht in den Gre­mi­en der Stadt Bam­berg haben muss. Von Sei­ten der Grü­nen Frak­ti­on gab es die Rück­mel­dung, dass man das Anlie­gen prüft. Doch danach wur­de von Sei­ten der Grü­nen Frak­ti­on kei­ne wei­te­ren Signa­le Rich­tung der Gewerk­schafts­ju­gend und dem Stadt­ju­gend­ring gesen­det, dass man gedenkt, die Mit­wir­kungs­rech­te zu beschnei­den. Auch die öffent­lich zugäng­li­chen Sit­zungs­un­ter­la­gen haben nicht dar­auf hin­ge­deu­tet.

„Das Vor­ge­hen der Grü­nen Frak­ti­on ist in kei­ner Wei­se trans­pa­rent und fair den Betrof­fe­nen gegen­über“, sagt Claas Mey­er, DGB Jugend­se­kre­tär. „Gestern hat die Grü­ne Frak­ti­on 33 Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­den mit ihren etwa 12.00 Mit­glie­dern deut­lich gemacht, dass ihr Mit­wir­kungs- und Mit­spra­che­rech­te in den Bam­ber­ger Gre­mi­en des Stadt­ra­tes kei­ne wesent­li­che Bedeu­tung für die Grü­ne Frak­ti­on hat. Schein­bar soll Bam­berg kei­ne Mit­mach-Stadt für den Stadt­ju­gend­ring und die Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­de sein“ so Mey­er wei­ter.

Als DGB Jugend Ober­fran­ken for­dern wir, dass der Stadt­ju­gend­ring als demo­kra­tisch legi­ti­mier­ter Ver­tre­ter von 33 Bam­ber­ger Jugend­ver­bän­den als das wich­tig­ste Sprach­rohr der Bam­ber­ger Jugend­ar­beit auch wei­ter­hin mit zwei stimm­be­rech­tig­ten Mit­glie­dern im Jugend­hil­fe­aus­schuss ver­tre­ten ist.