Bamberg/​Hof: Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken – Neu­es Pro­jekt der Baye­ri­schen Demenz­stra­te­gie star­tet in Ober­fran­ken

Foto: Gerd Kle­menz

Die neu ein­ge­rich­te­te Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken nimmt ihre öffent­li­che Arbeit auf. Sie ist zen­tra­le Anlauf­stel­le in der Regi­on für alle Fra­gen rund um Demenz, Ange­bo­te zur Unter­stüt­zung im All­tag und Bera­tung in der Pfle­ge. Ihr Ziel ist es, die Lebens­la­ge von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen und Demen­z­er­krank­ten im Regie­rungs­be­zirk zu ver­bes­sern und ihre Ver­sor­gung zu opti­mie­ren. An den Land­rats­äm­tern Bam­berg und Hof ste­hen ab sofort drei Mit­ar­bei­te­rin­nen für Rat­su­chen­de tele­fo­nisch, per E‑Mail oder für ein Gespräch vor Ort zur Ver­fü­gung. Koope­ra­ti­ons­part­ner des Pro­jekts für ganz Ober­fran­ken sind die Land­krei­se Bam­berg, Hof und Forch­heim.

Die Auf­ga­ben der neu­en Fach­stel­le: Lebens­la­gen ver­bes­sern

Die neue Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken ver­steht sich als Part­ne­rin und Dienst­lei­ste­rin für die prak­ti­sche Arbeit vor Ort. Kom­mu­nen sol­len inspi­riert wer­den, demenz­freund­li­che Struk­tu­ren zu schaf­fen und Pfle­ge­stütz­punk­te ein­zu­rich­ten. Die regio­na­le Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken bie­tet Fach­stel­len für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, sowie neu­en oder bereits bestehen­den Trä­gern von Ange­bo­ten zur Unter­stüt­zung im All­tag nicht nur Hil­fe­stel­lung im Aner­ken­nungs­ver­fah­ren. Sie klärt zudem Fra­gen zu För­de­run­gen und berät zu Schu­lun­gen von ehren­amt­lich und nicht ehren­amt­lich Hel­fen­den. Dar­über hin­aus wid­met sich die regio­na­le Fach­stel­le Men­schen mit Demenz sowie ihren Ange­hö­ri­gen. Als Lot­sin für Bera­tungs- und Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te wird so ein kla­rer Über­blick geschaf­fen und Über­for­de­rung zu ver­mei­den gesucht. Um die Öffent­lich­keit wei­ter für das The­ma Demenz zu sen­si­bi­li­sie­ren, hält sie Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en sowie Schu­lun­gen vor. Die Fach­stel­le für Demenz und Pfle­ge Ober­fran­ken berät kosten­los und trä­ge­r­un­ab­hän­gig.

Vor Ort an den Land­rats­äm­tern Bam­berg und Hof

Durch die bei­den Anlauf­stel­len im Süd­we­sten und im Nord­osten sind kur­ze Wege, eine gute Erreich­bar­keit und Ansprech­part­ner vor Ort für Rat­su­chen­de im gesam­ten Bezirk sicher gestellt. In der Haupt­stel­le am Land­rats­amt Bam­berg sind die Geron­to­lo­gin­nen Ker­stin Hof­mann und Patri­cia Rein­hardt Ansprech­part­ne­rin­nen für Rat­su­chen­de. Die Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin (FH) Ute Hop­per­diet­zel besetzt die Außen­stel­le am Land­rats­amt Hof. „Es gibt noch zahl­rei­che Orte in Ober­fran­ken, vor allem in länd­li­chen Gebie­ten, wo es an Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten für Demen­z­er­krank­te man­gelt“, sind sich Ker­stin Hof­mann und Patri­cia Rein­hardt einig. Dies hät­ten erste Recher­chen erge­ben. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen möch­ten Eng­päs­se an Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten in Ober­fran­ken auf­decken, um struk­tu­riert und bedarfs­ori­en­tiert Ange­bo­te auf­zu­bau­en und zu ver­net­zen. Beson­de­res Augen­merk wird auf die Situa­ti­on pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger gelegt: „Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge sind oft auf sich allein gestellt, so ist es uns wich­tig, Hel­fer­krei­se, Betreu­ungs­grup­pen oder auch Nach­bar­schafts­hil­fen, wo nötig, ent­ste­hen zu las­sen“, so Ute Hop­per­diet­zel.

Situa­ti­on in Ober­fran­ken

Durch den ver­gleichs­wei­se hohen Anteil älte­rer Men­schen an der Gesamt­be­völ­ke­rung leben im klein­sten baye­ri­schen Regie­rungs­be­zirk über­durch­schnitt­lich vie­le pfle­ge­be­dürf­ti­ge und demen­zi­ell erkrank­te Men­schen. Gut zwei Drit­tel der der­zeit knapp 30.000 Pfle­ge­be­dürf­ti­gen wer­den zuhau­se ver­sorgt. Im Rah­men der 2013 beschlos­se­nen Baye­ri­schen Demenz­stra­te­gie wird pro Regie­rungs­be­zirk eine sol­che Stel­le auf­ge­baut und vom Staats­mi­ni­ste­ri­um für Gesund­heit und Pfle­ge geför­dert. Ober­fran­ken ist unter den ersten. Mög­lich macht dies eine Koope­ra­ti­on der Land­krei­se Bam­berg, Hof und Forch­heim. Der Koope­ra­ti­ons­ver­bund der drei Land­krei­se eröff­net nun neue Chan­cen für die Ver­sor­gung und Betreu­ung demen­z­er­krank­ter Men­schen und die Ent­la­stung ihrer Ange­hö­ri­gen in ganz Ober­fran­ken.

Erreich­bar­keit

Die Ansprech­part­ne­rin­nen sind am Land­rats­amt Bam­berg Ker­stin Hof­mann und Patri­cia Rein­hardt, Tel. 0951÷85−512, und am Land­rats­amt Hof Ute Hop­per­diet­zel, Tel. 09281÷57−500. Erreich­bar sind sie auch unter der E‑Mail-Adres­se info@​demenz-​pflege-​oberfranken.​de.