HWK Ober­fran­ken bie­tet Jugend­li­chen und Schu­len jetzt die Mög­lich­keit, die Berufs­ori­en­tie­rung in Tei­len online zu absol­vie­ren

Quel­le: HWK für Oberfranken/​Stephan Dörf­ler.

Wochen­lang muss­ten Schu­len in Bay­ern und Ober­fran­ken ein Lern­pro­gramm für den häus­li­chen All­tag schnü­ren und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler via Inter­net und E‑Mail mit Unter­richts­in­hal­ten ver­sor­gen. Und noch immer sind nicht alle Klas­sen­stu­fen wie­der in der Schu­le prä­sent. „In die­ser Situa­ti­on bleibt natür­lich kei­ne Zeit auch das zu tun, was im nor­ma­len Schul­all­tag inzwi­schen in vie­len Klas­sen­stu­fen dazu­ge­hört und wich­tig ist – die Berufs­ori­en­tie­rung“, sagt Frank Grö­kel, Lei­ter Aus­bil­dungs­be­ra­tung und Nach­wuchs­för­de­rung bei der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken. Daher hat die HWK damit begon­nen, ein digi­ta­les Paket zur Berufs­ori­en­tie­rung zu packen. Ein wich­ti­ges Ziel sei, erklärt HWK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler, auch die Schu­len zu unter­stüt­zen. „Wir wol­len die­sen für die jet­zi­ge Situa­ti­on pass­ge­naue und bedarfs­ge­rech­te Ange­bo­te lie­fern.“

Zum Auf­takt hat die HWK ihren Grund­la­gen­vor­trag der Berufs­ori­en­tie­rung ver­filmt und erste Vide­os zu Aus­bil­dungs­be­ru­fen gedreht. Damit will die Hand­werks­kam­mer zum einen den Leh­re­rin­nen und Leh­rern ein ein­fach zu nut­zen­des Ange­bot machen. „Durch die Ver­fil­mung des Grund­la­gen­vor­trags haben die Lehr­kräf­te die Mög­lich­keit, die Berufs­ori­en­tie­rung eben­falls im Home-Schoo­ling oder eben vir­tu­ell zur Ver­fü­gung zu stel­len – und dar­auf auf­bau­end wei­ter damit zu arbei­ten“, erklärt Kol­ler. Zum ande­ren kön­ne die Hand­werks­kam­mer mit dem Video auch direkt Jugend­li­che in der Ori­en­tie­rungs­pha­se errei­chen. „Selbst­ver­ständ­lich kön­nen auch die Innun­gen oder Betrie­be auf das öffent­lich zugäng­li­che Video zugrei­fen und es für ihre Zwecke nut­zen.“

Das digi­ta­le Paket zur Berufs­ori­en­tie­rung geht aber noch einen Schritt wei­ter. Frank Grö­kel erklärt wie: „Wir haben inzwi­schen mit Aus­bil­dungs­mei­stern der Hand­werks­kam­mer die ersten Vide­os gemacht, in denen sie den jewei­li­gen Aus­bil­dungs­be­ru­fe und den Ablauf der Aus­bil­dung kurz skiz­zie­ren.“ So kön­nen Jugend­li­che jetzt sehen, was ange­hen­de Kfz-Mecha­tro­ni­ker/in­nen, Elektroniker/​innen, Feinwerkmechaniker/​innen und Anlagenmechaniker/​innen für Sanitär‑, Hei­zungs- und Kli­ma­tech­nik in der Aus­bil­dung erwar­tet. „Natür­lich umrei­ßen wir dabei vor allem die all­ge­mei­nen Din­ge, dazu kommt das, was im jewei­li­gen Aus­bil­dungs­be­trieb pas­siert.“

In den kom­men­den Wochen wer­den zu wei­te­ren Aus­bil­dungs­be­ru­fen, für die an der HWK für Ober­fran­ken die über­be­trieb­li­che Lehr­lings­un­ter­wei­sun­gen (ÜLU) statt­fin­den, Vide­os ange­fer­tigt und online via You­Tube zur Ver­fü­gung gestellt. Zudem ist ein Leit­fa­den für Betrie­be ange­dacht. Der Lei­ter der Aus­bil­dungs­be­ra­tung und Nach­wuchs­för­de­rung hofft so, „im Lau­fe der Zeit ein umfas­sen­des Paket anbie­ten zu kön­nen, dass alle Betei­lig­ten – Schü­le­rin­nen und Schü­ler und deren Fami­li­en, Lehr­kräf­te an den ver­schie­de­nen Schu­len und auch Betrie­be – gut und effek­tiv nut­zen kön­nen.“