Bro­se Bam­berg geht mit „minus fünf” ins Vier­tel­fi­nal­rück­spiel

Bro­se Bam­berg unter­lag im ersten Vier­tel­fi­na­le des easy­Credit Bas­ket­ball Bun­des­li­ga Final-Tur­niers 2020 den EWE Bas­kets Olden­burg mit 81:86 und muss daher im Rück­spiel (Sams­tag, 16.30 Uhr) fünf Punk­te auf­ho­len. Aller­dings sah es zwi­schen­zeit­lich weit­aus weni­ger gut aus, denn Bro­se lag Anfang des drit­ten Vier­tels bereits mit 17 Zäh­lern zurück (37:54, 23.). Erst im Schluss­ab­schnitt zeig­ten die Bam­ber­ger die Tugen­den, die erfolg­rei­chen Bas­ket­ball aus­ma­chen. Kampf in der Defen­si­ve; plötz­lich fie­len vor­ne die Drei­er und Eli­as Har­ris erwisch­te eine Sahnetag und war mit 24 Punk­ten (elf allei­ne im Schluss­ab­schnitt) Tops­corer sei­ner Mann­schaft.

Roel Moors: „Ich bin etwas fru­striert mit unse­rer ersten Halb­zeit. Da haben wir lei­der nicht das umge­setzt, was wir uns vor­ge­nom­men haben. Und das sowohl in der Ver­tei­di­gung als auch in der Offen­si­ve. Wir haben sehr ego­isti­schen Bas­ket­ball gezeigt, was unter ande­rem ledig­lich drei Assists bele­gen. In der zwei­ten Halb­zeit haben wir dann das Spiel am Sams­tag geret­tet, in dem wir ange­fan­gen haben, das zu zei­gen, was wir kön­nen. Zusam­men­fas­send: es war wie­der ein Spiel mit zwei Gesich­tern und wir benö­ti­gen defi­ni­tiv das der zwei­ten Halb­zeit, um im Rück­spiel eine Chan­ce zu haben.”

Retin Oba­so­han: „Es waren zwei kom­plett unter­schied­li­che Halb­zei­ten von uns. In der ersten haben wir alles gemacht, nur nicht Bam­ber­ger Bas­ket­ball gespielt. Das war zu wenig bis teil­wei­se gar nichts. In der Pau­se haben wir uns zusam­men­ge­rafft, danach lief es. In der zwei­ten Hälf­te hat­ten wir 13 Assists, also zehn mehr als noch in den ersten 20 Minu­ten. Wir haben unse­ren Plan durch­ge­zo­gen und am Ende den Rück­stand mini­mie­ren kön­nen. Vor allem die zwei­te Halb­zeit gibt uns Selbst­ver­strau­en für Sams­tag.”

Den bes­se­ren Beginn erwisch­ten die Olden­bur­ger (2:10, 3.). Dabei konn­te man Bro­se kei­nen Vor­wurf machen. Die Wür­fe, die sie nah­men, waren nahe­zu aus­nahms­los gut her­aus­ge­spielt, ein­zig, sie woll­ten nicht fal­len. In nack­ten Zah­len aus­ge­drückt: Bam­berg traf ledig­lich sechs Mal bei 20 Ver­su­chen aus dem Feld, von der Drei­er­li­nie kei­nen (0÷6). Dem­entspre­chend kam auch der Vier­tel­stand von 15:24 zustan­de.

Im zwei­ten Abschnitt wur­de es offen­siv nur bedingt bes­ser. Etwas mehr als zwölf Minu­ten waren absol­viert, als Mateo Seric den ersten Bam­ber­ger Distanz­wurf ver­senk­te: 22:26. Das soll­te aber auch der ein­zi­ge erfolg­rei­che Wurf von jen­seits der 6,75m-Linie in der ersten Halb­zeit blei­ben. Wei­ter­hin ließ Bro­se vor­ne zu viel lie­gen. Anders Olden­burg, die es immer wie­der schaff­ten Paul­ding und Mahal­ba­sic in Sze­ne zu set­zen. Bei­de waren für 21 der ins­ge­samt 45 erziel­ten Punk­te der Nie­der­sach­sen gut. Zur Pau­se lag Bro­se mit zwölf Zäh­lern zurück: 33:45.

Auch im drit­ten Vier­tel wur­de es zunächst nicht wirk­lich bes­ser. Nach einem And1 von Boot­he lag Bro­se mit 17 Punk­ten zurück (37:54, 23.). Ein McLean-Drei­er war dann aber so eine Art Hal­lo-Wach-Ruf. Seng­fel­der ließ einen wei­te­ren fol­gen und nach­dem Oba­so­han sechs Zäh­ler in Fol­ge erzielt hat­te, war Bro­se wie­der auf acht Punk­te dran (53:61, 28.). Elf Zäh­ler betrug der Rück­stand noch nach Ende des drit­ten Abschnitts: 54:65.

Im letz­ten Vier­tel zeig­te Bro­se dann end­lich das Gesicht, das sich die Fans schon viel frü­her gewünscht hät­ten. Der Ball lief, der freie Mann wur­de gesucht und gefun­den, die Drei­er fie­len. Und wenn sie das ein­mal nicht taten, dann war da meist Eli­as Har­ris zur Stel­le und punk­te­te am Ring. Mit­te des Vier­tels betrug der Bam­ber­ger Rück­stand nach zwei Drei­ern von Lee und Tay­lor nur noch einen Punkt: 73:74. Für Olden­burg war es nach wie vor Mahal­ba­sic, der dage­gen­hielt. Am Ende ver­lor Bro­se mit 81:86 und geht somit mit einer Fünf-Punk­te-Dif­fe­renz ins Rück­spiel am Sams­tag.

Bro­se Bam­berg:

Lee 7, Wei­de­mann 3, Tay­lor 8, McLean 3, Ple­scher dnp, Seric 3, Har­ris 24, Craw­ford 15, Oba­so­han 10, Seng­fel­der 5, Heckel, Marei 3