Forch­hei­mer Wohn­haus vor wei­te­rem Abrut­schen gesi­chert

Ein­satz­kräf­te kön­nen Wohn­haus in acht­stün­di­gem Ein­satz vor dem dro­hen­den Abrut­schen sichern. THW, Feu­er­wehr und Rotes Kreuz waren bis in die Nacht beschäf­tigt. 

Die anhal­ten­den Regen­fäl­le der ver­gan­ge­nen Tage brach­ten eine Bau­gru­be im Forch­hei­mer Wachol­der­weg am 15. Juni 2020 zum Über­lau­fen, wor­auf­hin die wei­te­re Erde des am Hang befind­li­chen Gelän­des unter­spült wur­de. Ein Anwoh­ner in der May­er-Fran­ken-Stra­ße bemerk­te die Abbruch­kan­te, die Tei­le sei­ner Gar­ten­mau­er sowie des Gar­tens und des Gerä­te­hau­ses zum Abrut­schen brach­te und alar­mier­te gegen 19.00 Uhr die ört­li­che Feu­er­wehr. Die Ein­satz­kräf­te der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Reuth rie­fen weni­ge Minu­ten spä­ter um Unter­stüt­zung durch die Fach- und Bau­fach­be­ra­ter der THW-Orts­ver­bän­de aus Forch­heim und Kir­cheh­ren­bach.

Da sich der Ein­satz bis in die Nacht zie­hen soll­te, bau­ten die ins­ge­samt 30 nach­alar­mier­ten THW-Kräf­te zunächst eine Beleuch­tung für die Ein­satz­stel­le auf – hier­für wur­de der Power­Moon-Beleuch­tungs­satz des Land­krei­ses Forch­heim ver­wen­det, wel­cher im Forch­hei­mer Orts­ver­band auf Roll­con­tai­nern unter­ge­bracht ist und schnell ver­la­den und in den Ein­satz gebracht wer­den kann. Die Leucht­bal­lons sor­gen für eine blend­freie Beleuch­tung von Bau- und Ein­satz­stel­len.

Die Ein­satz­kräf­te auf den LKW-Kip­pern bei­der THW-Orts­ver­bän­de rich­te­ten gemein­sam mit zwei wei­te­ren eines pri­va­ten Bau­un­ter­neh­mens einen Pen­del­ver­kehr zwi­schen der Ein­satz­stel­le und einem Sand- und Kies­werk ein. Über den Abend hin­weg konn­ten rund 150 bis 200 Ton­nen Recy­cling­ma­te­ri­al in die Bau­gru­be geschüt­tet wer­den, wel­ches den nach­zu­rut­schen dro­hen­den Hang befe­stig­te – die Ver­tei­lung über­nahm das für die Bau­stel­le zustän­di­ge Bau­un­ter­neh­men.

Ein Teil der THW-Kräf­te küm­mer­te sich um die Befrei­ung der Grund­stücks­mau­er von einem gro­ßen Gebüsch, wel­ches die wei­te­re Absi­che­rung behin­der­te, wäh­rend wei­te­re Helfer*innen das nach­ge­or­der­te Bau­holz in Pfäh­le ver­ar­bei­ten konn­ten. Die ange­fer­tig­ten Pfäh­le wur­den für die Siche­rung der Ein­satz­stel­le vor wei­ter ein­drin­gen­dem Was­ser ver­wen­det. Hier­zu konn­ten meh­re­re Bah­nen einer Kunst­stoff­pla­ne zunächst oben befe­stigt und anschlie­ßend in abwärts unter­ein­an­der lie­gen­den Schich­ten aus­ge­brei­tet und mit dem Holz fest­ge­schla­gen wer­den. Die in der Bau­gru­be befind­li­chen Git­ter aus Bau­stahl wur­den letzt­lich zur Beschwe­rung dar­auf gelegt.

Die Ein­satz­kräf­te von Feu­er­wehr und THW wur­den durch die am Abend alar­mier­te Schnell­ein­satz­grup­pe “Ver­sor­gung” der Bereit­schaft Forch­heim des Baye­ri­schen Roten Kreu­zes (BRK) mit einer war­men Kar­tof­fel­sup­pe und Geträn­ken ver­sorgt. Der Zug­trupp des THW-Orts­ver­ban­des Forch­heim koor­di­nier­te die Frei­wil­li­gen vor Ort und sorg­te für einen rei­bungs­lo­sen Ein­satz­ab­lauf.

Gegen 2.00 Uhr in der Nacht konn­ten die Ehren­amt­li­chen den Ein­satz vor Ort been­den und in die Unter­künf­te zurück­keh­ren, bevor gegen etwa 3.00 Uhr die Ein­satz­be­reit­schaft wie­der­her­ge­stellt war.

Text/​Fotos: Nico­le End­res