Bam­ber­ger FDP-Kreis­rat sieht kei­ne Abhil­fe durch das Kon­junk­tur­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung

Vie­le klei­ne Betrie­be und Gast­stät­ten lei­den unter der aktu­el­len Coro­na-Kri­se auch im Land­kreis und in der Stadt Bam­berg. Ob im Bier­gar­ten oder im Restau­rant, eine vol­le Aus­la­stung ist wegen des Gesund­heits­schut­zes aktu­ell nicht mög­lich. Um so wich­ti­ger ist, dass der Staat den klei­nen Betrie­ben Ent­la­stung und Unter­stüt­zung zukom­men lässt. Dafür wur­de nun ein Kon­junk­tur­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung in Höhe von etwa 130 Mil­li­ar­den Euro beschlos­sen.

Herz­stück des Pro­gramms soll­te die Sen­kung der Mehr­wert­steu­er sein. Doch der Kreis­vor­sit­zen­de der Jun­gen Libe­ra­len und FDP-Kreis­rat Mar­co Stru­be, ist ande­rer Mei­nung: „Die gerin­ge Sen­kung der Mehr­wert­steu­er bie­tet kei­nen aus­rei­chen­den Anreiz um den Kon­sum wie­der anzu­kur­beln”. Dies zei­gen tat­säch­lich erste Umfra­gen, dem zu Fol­ge vie­le Men­schen die nur gerin­ge Ent­la­stung beim Kauf nicht als Anreiz sehen. Was dem jun­gen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker aber noch grö­ße­re Sor­gen berei­tet, ist der enor­me büro­kra­ti­sche Auf­wand der mit der befri­ste­ten Mehr­wert­steu­er-Sen­kung ein­her geht. “Für ein klei­nes Wirts­haus in unse­rer Regi­on bedeu­tet das gro­ßen Auf­wand sich an die gerin­ge­ren Mehr­wert­steu­er­sät­ze anzu­pas­sen und die­se dann spä­ter wie­der rück­gän­gig zu machen”, so der 19-Jäh­ri­ge. Stru­be for­dert des­halb, die Mehr­wert­steu­er für Gast­stät­ten dau­er­haft auf 7 Pro­zent zu sen­ken. „Unse­re Gast­wir­te brau­chen Pla­nungs­si­cher­heit“, betont Mar­co Stru­be.

„Damit das Kon­junk­tur­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung die erhoff­te und drin­gend benö­tig­te Ent­la­stung brin­gen kann, muss es nach­ge­bes­sert wer­den“, for­dert der FDP-Kreis­rat. Vor dem Hin­ter­grund, dass die Zahl an Gast­stät­ten abnimmt und nun vie­le Gast­stät­ten auch im Raum Bam­berg stark von der Kri­se in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wur­den, wäre eine sol­che dau­er­haf­te Ent­la­stung drin­gend nötig. Zugleich sieht er auch die kom­mu­na­le Poli­tik gefor­dert: „Sie soll­te die regio­na­len Betrie­be im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten unter­stüt­zen, selbst wenn es nur der Auf­ruf ist, regio­na­le Waren zu kau­fen und im Rah­men der Sicher­heits­auf­la­gen das Wirts­haus vor Ort zu besu­chen”, meint Mar­co Stru­be.