Für 2.696 Azu­bis aus Ober­fran­ken begin­nen die IHK-Abschluss­prü­fun­gen

Prü­fung mit Hygie­nekon­zept

Am 16. Juni 2020 begin­nen für vie­le Aus­zu­bil­den­de die IHK-Abschluss­prü­fun­gen. Ins­ge­samt 2.696 Aus­zu­bil­den­de legen bei der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth ihre Prü­fun­gen in ins­ge­samt 165 Beru­fen ab. Die ursprüng­lich für Mai geplan­ten Prü­fun­gen muss­ten auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie auf die­se neu­en Ersatz­ter­mi­ne ver­scho­ben wer­den.

Zunächst ste­hen für 797 Prüf­lin­ge in 112 gewerb­lich-tech­ni­schen und gra­fi­schen Beru­fen die schrift­li­chen Abschluss­prü­fun­gen auf dem Pro­gramm. Dazu gehö­ren etwa Indu­strie­me­cha­ni­ker, Mecha­tro­ni­ker und Elek­tro­ni­ker. Ab dem 18. Juni fol­gen die Prü­fun­gen für 1.899 Prüf­lin­ge in 53 kauf­män­ni­schen und kauf­män­nisch ver­wand­ten Beru­fen, dar­un­ter ange­hen­de Einzelhandels‑, Bank- und Büro­kauf­leu­te.

Bernd Rehorz

Bernd Reh­orz

Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie ste­hen bei die­ser Prü­fung nicht nur Prüf­lin­ge son­dern auch die IHK vor völ­lig neu­en Her­aus­for­de­run­gen. “Der Gesund­heits­schutz für Prüf­lin­ge und Prü­fer steht natür­lich an erster Stel­le”, so Bernd Reh­orz, Bereichs­lei­ter Beruf­li­che Bil­dung. “Dafür haben wir ein umfas­sen­des Hygie­nekon­zept ent­wickelt, das aber natür­lich orga­ni­sa­to­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen mit sich bringt.” So muss­ten bei­spiels­wei­se deut­lich mehr Räum­lich­kei­ten ange­mie­tet wer­den, um die Abstands­re­gel von min­de­stens 1,50 m zwi­schen den Prüf­lin­gen sicher­stel­len zu kön­nen. “Allei­ne für den Prü­fungs­tag 16. Juni wur­den rund 50 ver­schie­de­ne Prü­fungs­or­te in ganz Ober­fran­ken gebucht”, so Reh­orz. Dazu zäh­len Bam­berg, Brei­ten­güß­bach, Hall­stadt, Bay­reuth, Bad Berneck, Bind­lach, Peg­nitz, Forch­heim, Herolds­bach, Hof, Berg, Rehau, Münch­berg, Nai­la, Kro­nach, Markt­ro­dach, Stock­heim, Tettau, Kulm­bach, Neu­dros­sen­feld, Lich­ten­fels, Weis­main, Wun­sie­del und Selb.

Für die Prüf­lin­ge endet mit ihrer Abschluss­prü­fung eine mehr­jäh­ri­ge beruf­li­che Aus­bil­dung, die bei erfolg­rei­chem Abschluss ein her­vor­ra­gen­der Ein­stieg in das Berufs­le­ben dar­stellt. “Gut qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te wer­den drin­gend gebraucht, auch und ins­be­son­de­re in der Zeit nach der Coro­na-Kri­se”, so Reh­orz. “Die Unter­neh­men brau­chen gut aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te, damit ein Neu­start gelin­gen kann.”

Nach den schrift­li­chen Abschluss­prü­fun­gen fol­gen noch münd­li­che und prak­ti­sche Prü­fun­gen. Rund 2.200 ehren­amt­li­che Prü­fer aus ober­frän­ki­schen Unter­neh­men und zahl­rei­che Berufs­schul­leh­rer unter­stüt­zen die IHK bei den Prü­fun­gen. Die schrift­li­chen IHK-Abschluss­prü­fun­gen wer­den bun­des­weit gleich­zei­tig orga­ni­siert. Die IHKs in Ober­fran­ken ste­hen für knapp zwei Drit­tel aller Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se.