Das Bay­reu­ther Kreuz­stein­bad öff­net – mit ange­zo­ge­ner Hand­brem­se

Auch im Becken ist dieses Jahr alles anders – im Schwimmerbecken sind bereits die breiten Doppelbahnen mit Leinen voneinander abgetrennt. Den Sprungturm können die Badegäste dieses Jahr leider nicht nutzen. Foto: Stw. Bayreuth
Auch im Becken ist dieses Jahr alles anders – im Schwimmerbecken sind bereits die breiten Doppelbahnen mit Leinen voneinander abgetrennt. Den Sprungturm können die Badegäste dieses Jahr leider nicht nutzen. Foto: Stw. Bayreuth

Am 18. Juni, weni­ge Tage spä­ter als geplant, star­tet die Bade­sai­son im Kreuz­stein­bad. Wegen der Coro­na-Pan­de­mie ist die­ses Jahr vie­les anders – vom Online-Reser­vie­rungs­sy­stem bis hin zum Schwim­men mit Abstand.

Ein ent­spann­ter Tag im Frei­bad – ein­fach in der Son­ne lie­gen oder ein paar Bah­nen schwim­men – schien in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wegen der Coro­na-Pan­de­mie aus­ge­schlos­sen. Nun aber dür­fen die Frei­bä­der unter stren­gen Auf­la­gen wie­der öff­nen. Im Kreuz­stein­bad geht’s am 18. Juni wie­der los. „Wir haben den 15. Juni ange­peilt, müs­sen nun aber den vie­len Zusatz­auf­ga­ben in die­sem Jahr Tri­but zol­len“, sagt Harald Schmidt, Bäder­lei­ter bei den Stadt­wer­ken Bay­reuth. „Die Sicher­heit unse­rer Gäste steht für uns schließ­lich immer an ober­ster Stel­le. Natür­lich auch jetzt, wo der Infek­ti­ons­schutz eine rie­si­ge Rol­le spielt.“

Das wer­den auch die Bade­gä­ste bemer­ken: Höch­stens 1.000 Besu­cher dür­fen gleich­zei­tig ins Kreu­zer. Gesonnt und geschwom­men wird in einer Vor­mit­tags- und einer Nach­mit­tags­schicht – in der Mit­tags­pau­se müs­sen alle Bade­gä­ste raus, damit die Stadt­wer­ke-Mit­ar­bei­ter die Umklei­de- und Sani­tär­be­rei­che mög­lichst schnell rei­ni­gen und des­in­fi­zie­ren kön­nen. Da die Gäste das Bad nicht wie gewohnt den gesam­ten Tag nut­zen kön­nen, set­zen die Stadt­wer­ke auf den redu­zier­ten Fei­er­abend­ta­rif. „Um lan­ge Schlan­gen an der Kas­se zu ver­mei­den, wer­den wir Online-Reser­vie­rungs­sy­stem anbie­ten“, erklärt Schmidt. Auf die­sem Weg könn­ten gleich die not­wen­di­gen Adress­da­ten der Besu­cher abge­fragt wer­den, die für das Gesund­heits­amt bei einem Infek­ti­ons­fall wich­tig sind. Und auch im Bad selbst wer­de die­ses Jahr alles anders als sonst sein: „Die Abstands- und Hygie­ne­re­geln gel­ten natür­lich auch bei uns im Kreu­zer“, betont Schmidt. Damit das funk­tio­nie­ren kann, haben die Stadt­wer­ke eigens ein Hygie­nekon­zept erstellt. Das sieht unter ande­rem vor, dass die Bade­gä­ste die­ses Jahr die Warm­du­schen nicht nut­zen kön­nen und dass sie in den über­dach­ten Berei­chen eine Mund-Nasen-Mas­ke tra­gen müs­sen.

Ein beson­de­res Augen­merk liegt auf den Abstands­re­ge­lun­gen in den Becken. „Jeder kann sich vor­stel­len, dass es hier am schwie­rig­sten ist, eine gute Lösung zu fin­den, die unse­re Besu­cher nicht zu stark ein­schränkt, aber glei­cher­ma­ßen den Sicher­heits­ab­stand gewähr­lei­stet“, erklärt Harald Schmidt. „Im Schwim­mer­becken und im Sprin­ger­becken, das wir die­ses Jahr eben­falls zum Schwim­mer­becken machen, wer­den wir Dop­pel­bah­nen mit Lei­nen absper­ren. Dort kön­nen unse­re Gäste dann im Kreis schwim­men und so den Abstand ein­hal­ten.“ Bis zu 220 Bade­gä­ste dür­fen die Becken gleich­zei­tig nut­zen – die Pra­xis müs­se letzt­lich zei­gen, ob das Kon­zept der Stadt­wer­ke funk­tio­niert. Wesent­lich sei die­ses Jahr ohne­hin, Ver­ständ­nis für­ein­an­der und für die Situa­ti­on mit­zu­brin­gen. „Es kann nur mit­ein­an­der gehen“, betont Harald Schmidt. „Ich bin sehr zuver­sicht­lich, dass wir trotz der für uns alle unge­wohn­ten Umstän­de eine schö­ne, hof­fent­lich son­ni­ge und vor allem siche­re Frei­bad­sai­son im Kreu­zer erle­ben wer­den.“

Die Rege­lun­gen im Über­blick:

  • In über­dach­ten Berei­chen herrscht Mas­ken­pflicht.
  • Auch im Kreuz­stein­bad gel­ten die Abstands- und Hygie­ne­re­geln.
  • Kin­der und Jugend­li­che bis ein­schließ­lich 14 Jah­re brau­chen eine erwach­se­ne Begleit­per­son.
  • Maxi­mal 1.000 Bade­gä­ste dür­fen gleich­zei­tig ins Kreuz­stein­bad, bis zu 220 dür­fen gleich­zei­tig in den Becken baden.
  • Es gibt jeden Tag zwei Zeit­fen­ster (Mo-Fr 7 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr; Sa-So 7 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 19 Uhr). In der Mit­tags­pau­se rei­ni­gen und des­in­fi­zie­ren die Stadt­wer­ke-Mit­ar­bei­ter die Sani­tär- und Umklei­de­be­rei­che.
  • Ticket­prei­se: 2,90 Euro (regu­lär) bzw. 1,60 Euro (ermä­ßigt). Dau­er­kar­ten gibt es die­se Sai­son nicht.
  • Reser­vie­run­gen sind vor­aus­sicht­lich ab kom­men­dem Mitt­woch unter stadt​wer​ke​-bay​reuth​.de/​k​r​e​u​z​s​t​e​i​n​bad mög­lich.
  • Die Warm­du­schen sind gesperrt.
  • Rut­sche und Sprung­turm sind gesperrt. Die Wel­le im Wel­len­becken und den Strö­mungs­ka­nal kön­nen die Stadt­wer­ke eben­falls nicht anbie­ten. Das­sel­be gilt für den Ball­spiel­be­reich in Rich­tung Jugend­her­ber­ge.
  • Kin­der kön­nen das Plansch­becken und den Spiel­platz nur in Beglei­tung einer erwach­se­nen Per­son nut­zen.