Son­der­aus­stel­lung “Far­ben­pracht! Blu­men­bil­der aus Fran­ken” in Herolds­berg

12. Juni bis 25 . Okto­ber

Mit “Far­ben­pracht! Blu­men­bil­der aus Fran­ken. Vom Barock bis heu­te” ver­wan­delt sich das Wei­ße Schloss Herolds­berg in ein bun­tes Gewächshaus der Kunst. Noch bis zum 25. Okto­ber zeigt die neue Son­der­aus­stel­lung farbenprächtige Male­rei­en, Gra­fi­ken, Skulp­tu­ren, Foto­gra­fien und Gold­schmie­de­ar­bei­ten.

Blickt man auf das Lebens­werk der bedeu­tend­sten Künstler und Künst­le­rin­nen der Kunst­ge­schich­te, wird man immer auch auf Blu­men­dar­stel­lun­gen tref­fen. Das Blu­men­mo­tiv fas­zi­nier­te Kunst­schaf­fen­de und Betrach­ter glei­cher­ma­ßen.

In Fran­ken begeg­nen uns frü­he natu­ra­li­sti­sche und detail­ge­naue Blu­men­dar­stel­lun­gen im spät­mit­tel­al­ter­li­chen Werk von Hans Pley­den­wurff (um 1420–1472). Künstler wie Albrecht Dürer (1471–1528) fin­gen an, sich im Zuge des neu­en Ideen­guts der Renais­sance mit der Natur und ihren Pro­por­tio­nen verstärkt aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Maria Sybilla Merian, Ein Blumen=Krüglein, kolorierter Kupferstich, 1680 Foto: Nürnberger Buch- und Kunstantiquariat

Maria Sybil­la Meri­an, Ein Blumen=Krüglein, kolo­rier­ter Kup­fer­stich, 1680 Foto: Nürn­ber­ger Buch- und Kunst­an­ti­qua­ri­at

Die Aus­stel­lung im Wei­ßen Schloss setzt etwa 150 Jah­re später mit den farbenprächtig kolo­rier­ten Druck­gra­phi­ken der Barockkünstlerin Maria Sibyl­la Meri­an (1647–1717) ein, die in ihrem Gar­ten auf der Nürn­ber­ger Burg Natur­stu­di­en anfer­tig­te und in drei Tei­len ab 1675 als „Neu­es Blu­men­buch“ her­aus­gab.

An Meri­ans fein­ge­zeich­ne­te Blu­men­dar­stel­lun­gen knüpfen Rosen­bil­der von Pierre-Joseph Redou­té sowie Aqua­rel­le und Gemälde des ehe­ma­li­gen Direk­tors der Nürnberger Kunst­aka­de­mie, Fritz Grie­bel, an. Dass Blu­men­ma­le­rei­en auch jün­ge­rer Zeit in Fran­ken ausgeführt wur­den, zei­gen Wer­ke von Oskar Kol­ler, Gise­la Haber­malz, Peter Heyduck und Udo Kal­ler.

Linda Männel, o.T., Tusche/Garn auf Leinwand, 2020 © Linda Männel

Lin­da Män­nel, o.T., Tusche/​Garn auf Lein­wand, 2020 © Lin­da Män­nel

Mit Wer­ken von 15 zeitgenössischen Künstlern aus der Regi­on schließt die Son­der­aus­stel­lung im 21. Jahr­hun­dert ab. Die Male­rei­en und Foto­gra­fien der zeit­ge­nös­si­schen Künst­le­rin­nen und Künst­ler Chri­sti­an Faul, Mari­na Fried­rich, Lud­wig Hanisch, Petra Krisch­ke, Kari­na Kueff­ner, Lin­da Männel, Kasia Pru­sik-Lutz, Car­mi­na Velas­co, Cle­mens Wehr, „Baby“, David Häuser, Mei­ke Männel und Mar­ga­re­te Schrüfer inter­pre­tie­ren das Blu­men­mo­ti­ve neu und zei­gen gleich­zei­tig die Aktua­li­tät des Motivs. Die Gold­schmie­din Fat­ma Yavuz und der Bild­hau­er Phil­ipp Eyrich über­tra­gen außer­dem das Blu­men­mo­tiv pla­stisch ins Drei­di­men­sio­na­le.

Alex­an­der Racz M.A., Kura­tor

Öff­nungs­zei­ten

  • Mitt­woch: 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr
  • Frei­tag, Sams­tag, Sonn­tag: 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
  • Grup­pen­füh­run­gen nach vor­he­ri­ger tele­fo­ni­scher Anmel­dung unter 0911 518 75 35

Kir­chen­weg 4, 90562 Herolds­berg

Tel.: 0911 23734260 Tel.: 0911 5187535

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