Ober­frän­ki­scher Volks­mu­sik­pfle­ger Erwin Lips­ky nach 25 Jah­ren ver­ab­schie­det

Pio­nier der „neu­en Volks­mu­sik“

Ulrich Wirz aus der Kultur- und Heimatpflege, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Volksmusikpfleger Erwin Lipsky und Direktor der Bezirksverwaltung Peter Meyer bei der Verabschiedung. (Foto: Florian Bergmann)

Ulrich Wirz aus der Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge, Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm, Volks­mu­sik­pfle­ger Erwin Lips­ky und Direk­tor der Bezirks­ver­wal­tung Peter Mey­er bei der Ver­ab­schie­dung. (Foto: Flo­ri­an Berg­mann)

Nach 25 Jah­ren als Volks­mu­sik­pfle­ger des Bezirks Ober­fran­ken für das nord­öst­li­che Ober­fran­ken wur­de Erwin Lips­ky aus Reg­nitz­losau heu­te offi­zi­ell von Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm ver­ab­schie­det. „Sie haben einen wesent­li­chen Anteil dar­an, dass die frän­ki­sche Volks­mu­sik heu­te leben­di­ger ist als je zuvor“, stell­te Schramm beim Blick auf Lips­kys Ver­dien­ste fest.

1995 über­nahm Erwin Lips­ky das Amt des ehren­amt­li­chen Volks­mu­sik­pfle­gers des Bezirks Ober­fran­ken von sei­nem Vor­gän­ger Hans Hof­mann. Für die­se Auf­ga­be war er durch sei­ne lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen als Musik­leh­rer an der Musik­schu­le der Hofer Sym­pho­ni­ker und prak­ti­zie­ren­der Volks­mu­si­kant bestens gerü­stet. „Mit Ihren eige­nen Volks­mu­sik­grup­pen ‚Drey­schlag‘ und dem ‚Frei­en Frän­ki­schen Bier­or­che­ster‘ waren Sie im frän­ki­schen Bereich einer der Pio­nie­re der ‚neu­en Volks­mu­sik‘. Sie haben Wege aus einer zeit­wei­se dro­hen­den Musea­li­sie­rung der Volks­mu­sik auf­ge­zeigt“, wür­dig­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm die Ver­dien­ste des Reg­nitz­losauers.

Auch die For­schung sei dabei nicht zu kurz gekom­men: so sam­mel­te Lips­ky in den Jah­ren 2001 und 2002 im Auf­trag der Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge des Bezirks Noten- und Musik­nach­läs­se aus Nord­ost­ober­fran­ken, sich­te­te die­se und wer­te­te sie aus. Die gesam­mel­ten Noten­nach­läs­se und Zeug­nis­se des Musik­in­stru­men­ten­baus der Regi­on wur­den spä­ter der For­schungs­stel­le für frän­ki­sche Volks­mu­sik in Uffen­heim über­ge­ben.

Neben dem akti­ven Musi­zie­ren sei Lips­ky aber nicht nur das Sam­meln und Bewah­ren ein Anlie­gen gewe­sen, son­dern auch das Ver­mit­teln, so der Bezirks­tags­prä­si­dent wei­ter. Durch eine lang­jäh­ri­ge jour­na­li­sti­sche Tätig­keit für die Fran­ken­post und Extra-Radio brach­te er einem gro­ßen Publi­kum in kurz­wei­li­gen Text- und Wort­bei­trä­gen das The­ma Volks­mu­sik nahe.

Für sein Wir­ken wur­de Erwin Lips­ky bereits mehr­fach aus­ge­zeich­net, unter ande­rem 2005 mit dem Kul­tur­preis Bay­ern und dem Ehren­preis der Hanns-Sei­del-Stif­tung.

Der Bezirk Ober­fran­ken för­dert im Rah­men sei­ner Kul­tur- und Hei­mat­pfle­ge die Musik in Ober­fran­ken in sei­ner gan­zen Band­brei­te: von der klas­si­schen Musik über Popu­lar­mu­sik bis hin zur Volks­mu­sik. Hin­zu­kommt die Unter­stüt­zung und Mit­fi­nan­zie­rung der in die­sen Berei­chen täti­gen Insti­tu­tio­nen wie zum Bei­spiel der Bam­ber­ger Sym­pho­ni­ker, der Hofer Sym­pho­ni­ker oder der Bay­reu­ther Fest­spie­le. Auf rund 2 Mil­lio­nen Euro belau­fen sich die Frei­wil­li­gen Lei­stun­gen des Bezirks zur Musik­för­de­rung.

Im Bereich Volks­mu­sik för­dert der Bezirk die Arbeits­ge­mein­schaft Frän­ki­sche Volks­mu­sik Bezirk Ober­fran­ken, die von den drei frän­ki­schen Bezir­ken gemein­sam getra­ge­ne For­schungs­stel­le für frän­ki­sche Volks­mu­sik in Uffen­heim sowie die Bera­tungs­stel­le für Volks­mu­sik in Fran­ken des Baye­ri­schen Lan­des­ver­eins für Hei­mat­pfle­ge in Bad Berneck.

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