CSU Höchstadt bedau­ert man­geln­de Ver­hand­lungs­be­reit­schaft bei der Kon­sti­tu­ti­on

Ver­hand­lun­gen bezüg­lich Wah­len der stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­mei­ster

Die Wahl der stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­mei­ster im Höchstadter Stadt­rat hat bereits über­re­gio­na­le Beach­tung gefun­den. Durch ihr Fest­hal­ten an dem Plan, den 2. und 3. Bür­ger­mei­ster stel­len zu wol­len, haben die Jun­ge Liste (JL) und die SPD maß­geb­lich zu die­ser Situa­ti­on bei­getra­gen. Jetzt die Schuld bei den Grü­nen zu suchen, damit machen es sich Bür­ger­mei­ster Gerald Brehm und der Frak­ti­ons­spre­cher der JL Micha­el Ulb­rich zu ein­fach.

Die Gewin­ner die­ser Wahl waren ein­deu­tig die Grü­nen, die auf Anhieb drei Man­da­te im Höchstadter Stadt­rat errin­gen konn­ten. Die CSU hat von den drei bereits im Gre­mi­um ver­tre­te­nen Frak­tio­nen am wenig­sten ein­ge­büßt. Bei­de Par­tei­en waren sich einig, dass sie bereit sind, sich dem Wäh­ler­auf­trag zu stel­len und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

Lei­der lehn­te die SPD von vorn­her­ein eine Koope­ra­ti­on ab. Schon vor dem Wech­sel von Frau Enz hat daher der Frak­ti­ons­spre­cher der CSU, Alex­an­der Schulz, ein Tref­fen mit Bür­ger­mei­ster Brehm abge­stimmt. In einem kon­struk­ti­ven Gespräch wur­de unter ande­rem auch der Vor­schlag dis­ku­tiert, die Zusam­men­ar­beit im neu­en Höchstadter Stadt­rat auf eine brei­te­re Basis stel­len. Ein von der CSU vor­ge­schla­ge­nes Sze­na­rio war dabei, das gro­ße Bünd­nis von CSU, Freie Wäh­ler und Grü­ne aus dem Kreis­tag Erlan­gen-Höchstadt auf die Stadt zu über­tra­gen. Bür­ger­mei­ster Brehm woll­te die­sen Vor­schlag in die Frak­ti­on der JL ein­brin­gen. Lei­der kam bis heu­te kei­ne Rück­mel­dung von Sei­ten des Frak­ti­ons­spre­chers Micha­el Ulb­rich.

Nach­dem sich die Patt­si­tua­ti­on zwi­schen JL und SPD auf der einen und CSU und Grü­ne auf der ande­ren Sei­te für die kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung abzeich­ne­te, kon­tak­tier­te der Frak­ti­ons­spre­cher der CSU mehr­fach Bür­ger­mei­ster Brehm um sein Ange­bot der Koope­ra­ti­on zu erneu­ern. Aber auch der Vor­schlag, alle Frak­tio­nen im Höchstadter Stadt­rat bei der Wahl der stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­mei­ster zu berück­sich­ti­gen, fand bei der Jun­gen Liste kei­ne Zustim­mung. Selbst die letz­ten Ver­su­che in Tele­fo­na­ten mit Bür­ger­mei­ster Brehm und dem Frak­ti­ons­spre­cher der SPD, Andre­as Hän­jes, am Nach­mit­tag vor der Sit­zung, blie­ben erfolg­los. Bei­de Frak­tio­nen woll­ten mit die­ser unsi­che­ren Aus­gangs­la­ge in die Wah­len gehen, in der Hoff­nung, viel­leicht könn­te ja doch ein Ver­tre­ter der Grü­nen, ent­ge­gen deren Aus­sa­ge, für sie stim­men.

Mit viel Ener­gie hat die CSU in Höchstadt ver­sucht, einen gemein­sa­men Weg aller Frak­tio­nen im Höchstadter Stadt­rat zu fin­den. Ziel war es, die aktu­el­le, schwie­ri­ge Situa­ti­on zu ver­hin­dern, in der die Ämter des zwei­ten und drit­ten Bür­ger­mei­sters beschä­digt wir­ken. Aus unse­rer Sicht wäre ein ande­rer Weg mög­lich gewe­sen, der zudem dem Wäh­ler­wil­len bes­ser ent­spro­chen hät­te.

Für die CSU Stadt­rats­frak­ti­on

Alex­an­der Schulz

Frak­ti­ons­spre­cher