Wer macht mit beim Forch­hei­mer Urban Sket­ching?

Die Lei­te­rin der Forch­hei­mer Urban Sket­chers Rose­ma­ry Keß­ler / Foto: Alex­an­der Hitsch­fel

Forch­heim (ha) – Nach einer kur­zen Coro­na-Pau­se wol­len die Forch­hei­mer Urban Sket­chers Anfang Juni wie­der einen Skiz­zen­treff ver­an­stal­ten. Doch was ver­birgt sich genau hin­ter der Grup­pe? Wir haben uns bei Rose­ma­ry Keß­ler, Lei­te­rin der Forch­hei­mer Initia­ti­ve umge­schaut.

Sie nen­nen sich die Forch­hei­mer Urban Sket­chers, doch was oder wer genau steckt hin­ter die­ser Grup­pie­rung? Wir haben die Forch­hei­me­rin Rose­ma­ry Keß­ler, die Initia­to­rin der Urban Sket­chers in der Kreis­stadt wäh­rend der „Coro­na-Pau­se“ besucht. Urban Sket­chers brin­gen Ereig­nis­se des täg­li­chen Lebens auf Papier. Alles was den Sket­chern ins Auge sticht, fin­det sei­nen Weg in die Skiz­zen­bü­cher. Dabei kön­nen die unter­schied­lich­sten Tech­ni­ken zum Ein­satz kom­men. Rose­ma­ry Keß­ler hat die Urban Sket­chers 2016 in Forch­heim gegrün­det. „Urban Sket­chers-Grup­pen gibt es in der gan­zen Welt, aber halt bei uns in der Umge­bung nicht und dann habe ich gedacht, dass ich selbst eine sol­che Grup­pe grün­de“, so Keß­ler. Der Ursprung liegt 2007 in Ame­ri­ka. Inzwi­schen hät­ten eini­ge Forch­hei­mer Mit­glie­der auch bereits in Nach­bar­städ­ten wie bei­spiels­wei­se in Erlan­gen, sol­che Grup­pen gegrün­det, erzählt die gebür­ti­ge Eng­län­de­rin. Egal ob „blu­ti­ger Anfän­ger“, oder Pro­fi, bei den Urban Sket­chers sei jeder herz­lich will­kom­men. „Urban Sket­chers hal­ten die Augen­blicke um sie her­um fest.“ Man dür­fe bei­spiels­wei­se eine Kat­ze, die man sieht auch zeich­nen, müs­se aber auch die Umge­bung um die Kat­ze her­um abbil­den“, erläu­tert die Initia­to­rin die Regu­la­ri­en.

Kei­ne Alters­be­gren­zung

Zwi­schen fünf und zehn Inter­es­sier­te wür­den pro Tref­fen kom­men, eine Alters­be­gren­zung gibt es nicht; wer ger­ne malt ist herz­lich will­kom­men, so Keß­ler, die sonst als Buch­hal­tungs­spe­zia­li­stin dafür sorgt, dass die Zah­len der Forch­hei­mer Fir­ma Auto­zu­be­hör Aubeck stim­mig sind. Ihr Skiz­zen­buch hat die Mal­te­rin immer ein­stecken, denn für die Urban Sket­chers gilt der Moment des Augen­blicks. Prin­zi­pi­ell benö­ti­ge man eigent­lich nur ein Blatt Papier und einen Blei­stift, oder Bunt­stift. Wer bereits län­ger bei den Urban Sket­chers dabei ist, der hat sei­nen eige­nen klei­nen Farb­mal­ka­sten immer in griff­be­rei­ter Nähe, denn oft­mals ent­ste­hen sol­che Skiz­zen ganz unver­mit­telt und unver­hofft, ver­rät die Male­rin. Egal wo sie ist, sie hat ihr Skiz­zen­buch immer in ihrer Hand­ta­sche. Egal ob beim Arzt, oder beim Ein­kau­fen, wenn Rose­ma­ry Keß­ler inspi­riert wird, dann ver­gisst sie alles um sich her­um und beginnt zu zeich­nen. „Du siehst was und das muss man ein­fach fest­hal­ten, dass macht das Sket­ching aus.“ Einen Hang zu einem beson­de­ren Trend­mo­tiv gibt es bei der Male­rin nicht; es wird gemalt was ihr unter die Augen kommt.

Forch­hei­mer Fach­werk­fas­sa­den sind eine Her­aus­for­de­rung

Eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung sind für Keß­ler die Forch­hei­mer Fach­werk­fas­sa­den. „Die sind so anspruchs­voll, aber schön“, fin­det sie. Für Ein­stei­ger hat die Lei­te­rin der Grup­pe ein paar Tipps parat: „Malt nicht gan­ze Häu­ser, son­dern fangt mit Aus­schnit­ten an, wie zum Bei­spiel mit nur einem Fen­ster des gan­zen Hau­ses, oder nur mit einem Blu­men­ka­sten“, lei­tet sie die Neu­lin­ge an. Wenn der Blu­men­ka­sten dann fer­tig sei, kön­ne man das Bild ja lang­sam erwei­tern. Sie malt und skiz­ziert seit ihrer Schul­zeit. Wie­vie­le Bil­der und Skiz­zen über die Jah­re hin­weg zusam­men­kom­men? „Unzäh­li­ge“, schmun­zelt die Künst­le­rin. Oft­mals lässt Keß­ler ihre Skiz­zen in spä­te­re Gemäl­de ein­flie­ßen. „Es ist ein­fach was ande­res, wenn man ein Gemäl­de aus einer Skiz­ze ent­wickelt, bevor man ein­fach stumpf von einem Foto abmalt“, ver­rät die Male­rin. „Man spürt den Unter­schied“. Die gebür­ti­ge Eng­län­de­rin lebt seit 1982 in Forch­heim, seit letz­tem Jahr hat sie neben der eng­li­schen Staats­bür­ger­schaft auch die deut­sche Staats­bür­ger­schaft. Auch wenn sie schon seit 1982 in Forch­heim lebt, muss­te sie zur Errei­chung der deut­schen Staats­bür­ger­schaft einen Sprach- und einen Ein­bür­ge­rungs­test machen, erzählt die gebür­ti­ge Eng­län­de­rin, den sie mit Bra­vour und nur einem Feh­ler bestan­den hat. Ob es einen sol­chen Ein­bür­ge­rungs­test auch in Eng­land gibt? „Gibt es“, schmun­zelt Keß­ler, den sie als gebür­ti­ge Eng­län­de­rin auch gemacht hat; jeden­falls pro­biert. „Den habe ich aber nicht bestan­den“, schmun­zelt die Künst­le­rin, die ganz froh ist, dass nach der „Coro­na-Pau­se“ nun am 06. Juni wie­der der erste Urban Sket­chers Skiz­zen­treff in Forch­heim statt­fin­den soll. Die Grup­pe trifft sich immer am ersten Sams­tag im Mon­tag, Treff­punkt wird über Face­book, Mail oder Whats­app bekannt­ge­ge­ben. Unter Face­book ist die Grup­pe unter Urban Sket­chers Forch­heim und unter E‑Mail malerin@​kessler-​galerie.​de erreich­bar. Nach­dem es in Bam­berg kei­ne Urban Sket­chers gibt, wür­de sich Keß­ler freu­en, wenn sich neben Inter­es­sen­ten aus Forch­heim und Umge­bung auch Inter­es­sier­te aus Bam­berg mel­den wür­den. Vor­ge­se­hen als näch­ster Treff­punkt ist die Forch­hei­mer Sport­in­sel. Und wenn das Wet­ter schlecht ist? „Dann set­zen wir uns in ein Café und skiz­zie­ren uns gegen­sei­tig“, sagt die Male­rin, die herz­lich zum näch­sten Skiz­zen­treff ein­lädt. Alex­an­der Hitsch­fel