Bezirk Ober­fran­ken unter­stützt Kul­tur­ein­rich­tun­gen auch in Zei­ten der Coro­na-Kri­se

Das Theater Hof, das der Bezirk Oberfranken unterstützt. (Foto: Stadt Hof)
Das Theater Hof, das der Bezirk Oberfranken unterstützt. (Foto: Stadt Hof)

Vie­le kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen in Ober­fran­ken muss­ten heu­er auf­grund der Coro­na-Kri­se abge­sagt wer­den. Den Trä­gern kul­tu­rel­ler Ein­rich­tun­gen ent­ge­hen dadurch fest ver­plan­te Ein­nah­men, wäh­rend sich die Aus­ga­ben viel­fach nur gering­fü­gig begren­zen las­sen. Die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on will der Bezirk Ober­fran­ken Rech­nung tra­gen und zahlt bereits bewil­lig­te Zuschüs­se auch bei Absa­ge geplan­ter Ver­an­stal­tun­gen in vol­ler Höhe aus.

Der Bezirk Ober­fran­ken unter­stützt zahl­rei­che kul­tu­rel­le Ver­an­stal­tun­gen und Ein­rich­tun­gen in Ober­fran­ken mit ins­ge­samt etwa 4 Mil­lio­nen Euro pro Jahr an frei­wil­li­gen Lei­stun­gen: die­se wur­den für 2020 über­wie­gend auch bereits aus­be­zahlt. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie muss­ten jedoch vie­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen vor­erst schlie­ßen und etli­che Ver­an­stal­tun­gen wur­den abge­sagt. So wird es heu­er bei­spiels­wei­se kei­ne Bay­reu­ther Fest­spie­le und auch kei­ne Lui­sen­burg-Fest­spie­le in Wun­sie­del geben.

„Kul­tu­rel­le Insti­tu­tio­nen haben es schwer in die­ser Zeit. Im Vor­feld geplan­ter Ver­an­stal­tun­gen wur­den vie­le Vor­ar­bei­ten gelei­stet und im Ver­trau­en auf zu erwar­ten­de Ein­nah­men auch erheb­li­che Aus­ga­ben getä­tigt“, stell­te Bezirks­tags­prä­si­dent Hen­ry Schramm in der letz­ten Sit­zung des Bezirks­aus­schus­ses fest, „Wir las­sen unse­re ober­frän­ki­schen Kul­tur­ein­rich­tun­gen in die­ser schwie­ri­gen Situa­ti­on nicht im Stich und unter­stüt­zen sie wei­ter­hin.“

Nach dem ein­stim­mi­gen Beschluss des Aus­schus­ses wer­den die Zuwen­dun­gen des Bezirks auch heu­er – trotz der Absa­ge zahl­rei­cher Ver­an­stal­tun­gen – in vol­ler Höhe aus­be­zahlt. Die Emp­fän­ger der Zuwen­dun­gen soll­ten jedoch dar­auf ach­ten alles zu tun um ihren finan­zi­el­len Zuschuss­be­darf so nied­rig wie mög­lich zu hal­ten. So müs­sen zum Bei­spiel Betriebs­aus­fall­ver­si­che­run­gen oder staat­li­che Hil­fen, soweit dies mög­lich ist, in Anspruch genom­men wer­den. Rück­for­de­run­gen von Zuwen­dun­gen des Bezirks soll es nur dann geben, wenn sich im Rah­men der Prü­fung des Ver­wen­dungs­nach­wei­ses im Ein­zel­fall her­aus­stel­len soll­te, dass es Über­zah­lun­gen gab.