Bay­reuth: Mar­co Wölfl neu im Kader bei den Tigers

Mar­co Wölfl neu im Kader / Foto: Karo Vögel

Mar­co Wölfl neu im Kader

Mit dem 26-jäh­ri­gen Wölfl wech­selt ein DEL2-erfah­re­ner Goa­lie, der zudem bereits auf gut 20 Ein­sät­ze im deut­schen Ober­haus zurück­blicken kann, nach Ober­fran­ken und kom­plet­tiert damit neben Timo Her­den das Tor­hü­ter-Duo der Tigers für die kom­men­de Spiel­zeit. Der gebür­ti­ge Schon­gau­er durch­lief zunächst die Nach­wuchs­ab­tei­lun­gen des EV Lands­berg, bevor er ‑mit einer kur­zen Zwi­schen­sta­ti­on in Klo­ster­see ‑zu den Töl­zer Löwen wech­sel­te und dort zu ersten Ein­sät­zen im Senio­ren­be­reich kam. Ravens­burg, Frei­burg und Schwen­nin­gen waren im Anschluss wei­te­re Sta­tio­nen des 1,80 Meter gro­ßen und 85 Kilo schwe­ren Links­fän­gers. „Bay­reuth hat sich als Stand­ort inzwi­schen viel auf­ge­baut und auch die zwei­te Sai­son­hälf­te zuletzt war beein­druckend.

Dort waren sie das zweit­be­ste Team –ich freue mich, zukünf­tig ein Teil des Teams zu sein“, begrün­det Mar­co Wölfl den Wech­sel an den Roten Main. Ein wei­te­rer Aspekt für die Tigers ist der Bay­reu­ther Chef­trai­ner: „Natür­lich hört man sich um, bei Mit­spie­lern und Trai­nern ‑und hier konn­te ich nur Posi­ti­ves über Petri Kuja­la hören. Zudem hat er mir in meh­re­ren Tele­fo­na­ten sehr genau sagen kön­nen, was er will und von mir erwar­tet. Er hat eine kla­re Linie und das ist natür­lich sehr posi­tiv.“ Bay­reuth selbst ist dem jun­gen Tor­ste­her noch nicht bekannt, auch wenn er am ver­gan­ge­nen Sams­tag in der Stadt war und auf der Geschäfts­stel­le diver­se For­ma­li­tä­ten geklärt hat. „Ich war nur einen hal­ben Tag da und habe mir dabei kurz die Innen­stadt ange­se­hen. Aus Erzäh­lun­gen weiß ich, dass es ganz schön sein soll und der erste kur­ze Ein­druck hat dies bestä­tigt.“ Als Geg­ner kennt er die Tigers jedoch ganz gut. Mehr­fach ist er mit sei­nen Teams aus Frei­burg und Ravens­burg gegen sei­nen künf­ti­gen Arbeit­ge­ber ange­tre­ten. Zuletzt stand er Anfang Okto­ber als Star­ter für die Towerstars auf Bay­reu­ther Eis und konn­te damals, als er nur einen Gegen­tref­fer hin­neh­men muss­te, drei Punk­te mit sei­nen Jungs nach Ober­schwa­ben ent­füh­ren. Übri­gens der ein­zi­ge Sieg der Towerstars gegen Bay­reuth in der abge­lau­fe­nen Sai­son. Bei den rest­li­chen drei Nie­der­la­gen gegen die Tigers konn­te Wölfl sei­nem Team nicht hel­fen, da hier sein Kol­le­ge ein­ge­setzt wur­de.

„Das Gefühl im Tiger­kä­fig ist ganz cool. Die Zuschau­er sind gut drauf und machen Stim­mung. Das moti­viert natür­lich das Heim­team und ist wich­tig, um so vie­le Heim­spie­le gewin­nen zu kön­nen, wie mög­lich.“ Wölfl ist ein Team­play­er und ver­sucht sei­ne Jungs zu pushen, egal ob er auf dem Eis steht oder als Back­up agiert. „Als Goa­lie ist man fast wie ein Ein­zel­sport­ler, weil man hin­ten drin steht und manch­mal auch der Depp ist, wenn man sich eins fängt –ande­rer­seits dann wie­der der Game­win­ner, wenn man gut hält. Aber es ist ein Mann­schafts­sport und ich ver­su­che immer, mei­ne Kol­le­gen zu unter­stüt­zen. Auch mei­nen Kol­le­gen im Tor.“ Den ange­spro­che­nen Kol­le­gen, Timo Her­den, kennt Mar­co Wölfl als Geg­ner in der DEL2, aber auch aus Jugend­zei­ten, als man im BEV-Bereich gemein­sam in Aus­wahl­mann­schaf­ten gespielt hat. „Wir sind gleich­alt­rig und ken­nen uns, wir haben jetzt auch bereits Kon­takt gehabt und wis­sen, wie der jeweils ande­re tickt. Ich bin mir sicher, dass wir uns gegen­sei­tig pushen wer­den.“ Auch dem unge­wöhn­li­chen Ende der letz­ten Sai­son geschul­det, wel­ches für jeden Sport­ler –auch für Mar­co Wölfl –unge­wohnt war, freut die­ser sich umso mehr auf die neue Spiel­zeit und sei­nen neu­en Club.

„Wir waren mit Ravens­burg zum Schluss gut drauf und sind zusam­men­ge­wach­sen gewe­sen. Man freut sich das gan­ze Jahr auf die Play­offs, die man dann nicht spie­len konn­te. Irgend­wie war das wie ein Schlag ins Gesicht, auch wenn es sicher im Nach­hin­ein betrach­tet die rich­ti­ge Ent­schei­dung war. Aber ich schaue vor­aus und den­ke, dass wir mit den Tigers etwas errei­chen kön­nen. Wenn wir eine gewis­se Heim­stär­ke ent­wickeln und zudem aus­wärts ‑auch bei den Favo­ri­ten der Liga ‑den einen oder ande­ren Sieg holen kön­nen, wer­den wir gut abschnei­den und kön­nen die Pre-Play­offs errei­chen. Das ist und muss auch das Ziel eines jeden Eis­hockey-Spie­lers sein.“ Dass die Vor­be­rei­tung auf die neue Spiel­zeit auch bei Mar­co Wölfl bereits ange­bro­chen ist, kann die­ser bestä­ti­gen. „Die Situa­ti­on ist sicher unge­wöhn­lich, aber ich ver­su­che mich davon nicht beein­flus­sen zu las­sen und trai­nie­re, soweit es geht, wie immer nach einem Som­mer­trai­nings­plan.“ Dass man der­zeit kein Fit­ness­stu­dio besu­chen kann, ist für Wölfl kein gro­ßes Pro­blem. Zum einen ist er nicht direkt dar­auf ange­wie­sen und lässt sich –soll­ten doch ein­mal Gerät­schaf­ten für bestimm­te Übun­gen feh­len ‑etwas ein­fal­len, was die­se kom­pen­sie­ren kön­nen.

„Mar­co Wölfl kam für uns etwas uner­war­tet auf den Markt und wur­de uns ange­bo­ten, sodass wir nicht lan­ge über­le­gen muss­ten. Er ist für einen Tor­hü­ter noch ziem­lich jung, hat aber bereits Erfah­rung in der DEL gesam­melt. Ins­ge­samt kön­nen wir so wie­der mit einem star­ken Tor­hü­ter-Duo in die Sai­son gehen“, ord­net Petri Kuja­la die Ver­pflich­tung des neu­en Goa­lies ein. Mar­co Wölfl erhält einen Ver­trag für die kom­men­de Spiel­zeit. Im Zuge die­ser Neu­ver­pflich­tung bedan­ken wir uns bei Brett Jae­ger, der die Tigers nach zwei Spiel­zei­ten ver­las­sen wird. Ins­ge­samt 64 Pflicht­spie­le absol­vier­te Jae­ger für Gelb-Schwarz und war dabei ein wich­ti­ger Fak­tor in den Play­down-Kri­mis und einer der Over­ti­me-Hel­den gegen Deg­gen­dorf im Jahr zuvor. Vie­len Dank an Brett für die gezeig­ten Lei­stun­gen im Tri­kot der Tigers. Wir wün­schen ihm alles Gute auf dem wei­te­ren Lebens­weg, sport­lich wie pri­vat.

Kader 202021

  • Trai­ner: Petri Kuja­la
  • Tor­hü­ter: Timo Her­den, Mar­co Wölfl
  • Ver­tei­di­gung: Simon Karls­son, Mar­tin Hei­der, Lub­or Poko­vic, Gustav Vei­sert
  • Stür­mer: Vil­le Jär­veläi­nen, Mar­kus Lil­lich, Kevin Kunz, Juu­so Raja­la, Dani Bin­dels