Rat­haus-Report Erlan­gen vom 07.05.2020

Spiel­plät­ze wie­der geöffnet

Seit Mitt­woch, 6. Mai, dür­fen Spiel­plät­ze wie­der öff­nen. Wie die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung am Diens­tag­mit­tag mit­teil­te, kön­nen Kin­der in Beglei­tung von Erwach­se­nen Spiel­plät­ze unter frei­em Him­mel besu­chen. Die beglei­ten­den Erwach­se­nen sind ange­hal­ten, jede Ansamm­lung zu ver­mei­den und wo immer mög­lich, auf aus­rei­chen­den Abstand der Kin­der zu ach­ten. Die Stadt hat alle im März ein­ge­rich­te­ten Absper­run­gen auf­ge­ho­ben. In der vier­ten Baye­ri­schen Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung (5. Mai 2020) weist der Frei­staat aus­drück­lich dar­auf hin, dass Poli­zei und kom­mu­na­le Ord­nungs­be­hör­den ange­hal­ten sind, über­füll­te Spiel­plät­ze vor­über­ge­hend ganz oder teil­wei­se zu schlie­ßen. Das Fei­ern und Gril­len auf öffent­li­chen Plät­zen und Anla­gen ist aller­dings wei­ter­hin, unab­hän­gig von den anwe­sen­den Per­so­nen, unter­sagt. Grill-und Bolz­plät­ze blei­ben geschlossen.

Frei­tag, 8. Mai 2020, 10:00 Uhr, Zen­tral­fried­hof, Äuße­re Brucker Stra­ße 53, Rus­sen­grä­ber Geden­ken an Kriegs­en­de: OB legt Kranz nieder

Das Ende des Zwei­ten Welt­kriegs jährt sich am Frei­tag, 8. Mai, zum 75. Mal. Aus die­sem Grund legt Ober­bür­ger­mei­ster Flo­ri­an Janik an den Rus­sen­grä­bern am Zen­tral­fried­hof einen Kranz nie­der. Dort lie­gen die sterb­li­chen Über­re­ste von 271 rus­si­schen Sol­da­ten, die in der Fol­ge des Ersten Welt­kriegs (1914–1918) in Erlan­gen ver­star­ben. Bei den Ver­hand­lun­gen im Haupt­quar­tier der alli­ier­ten Streit­kräf­te in Reims (Frank­reich) wur­de am 7. Mai 1945 die bedin­gungs­lo­se Kapi­tu­la­ti­on aller deut­schen Streit­kräf­te ver­ein­bart und die­se dort ver­trag­lich unter­zeich­net. Als Zeit­punkt für die Ein­stel­lung aller Kampf­hand­lun­gen in Euro­pa wur­de der 8. Mai festgelegt.

Pre­miè­re bei der vhs Erlan­gen für Online-Vor­trä­ge Pre­miè­re im Pro­gramm der Volks­hoch­schu­le (vhs) Erlangen:

Erst­mals bie­tet die städ­ti­sche Bil­dungs­ein­rich­tung in die­ser Woche eine Vor­trags­ver­an­stal­tung im Netz an. Das Strea­ming-Ange­bot fragt am Frei­tag, 8. Mai, um 19:00 Uhr: „Was ist eigent­lich Queer Art?“ Der Nürn­ber­ger Kunst­hi­sto­ri­ker und Archi­tekt Mari­an Wild gibt dazu einen Über­blick über Ästhe­tik und Dar­stel­lungs­for­men der LGBTI-Bewe­gung. Zugleich zeich­net er den damit eng ver­bun­de­nen poli­ti­schen Anspruch einer Teil­grup­pe der Bevöl­ke­rung nach, die für die gesell­schaft­li­che Eman­zi­pa­ti­on nicht hete­ro­se­xu­ell ori­en­tier­ter Men­schen ein­tritt (LGBTI = Les­bisch, schwul/​gay, bise­xu­ell, trans­gen­der, inter­se­xu­ell). Der Link zum Vor­trag fin­det sich ab Frei­tag­abend im Inter­net auf www​.vhs​-erlan​gen​.de. Für die vhs ist die Online-Ver­an­stal­tung in zwei­fa­cher Hin­sicht ein Pro­be­lauf. Zum einen will man in der Fried­rich­stra­ße die tech­ni­sche Qua­li­tät der Über­tra­gung testen, zum ande­ren aber auch sehen, auf wel­che Reso­nanz ein der­ar­ti­ges Ange­bot trifft. In jedem Fall wer­de man bereits in der kom­men­den Woche, so heißt es, nachlegen.

Krie­gen­brun­ner Kriegerdenkmal:Inschriften wie­der lesbar

Die Inschrif­ten des seit 1931 in Krie­gen­brunn ste­hen­den Krie­ger­denk­mal sind wie­der­her­ge­stellt wor­den und jetzt deut­lich les­bar. Dar­über infor­mier­te die Krie­ger-und Sol­da­ten­ka­me­rad­schaft des Orts­teils gemein­sam mit der Stadt Erlan­gen. Ursprüng­lich war geplant, wäh­rend der Fei­er­lich­kei­ten zum 100. Geburts­tags­des Ver­eins am 9. Mai das „sanier­te“ Krie­ger­denk­mal der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Die Ver­an­stal­tung kann aber wegen der Coro­na-Pan­de­mie nicht statt­fin­den. Das Krie­ger­denk­mal bestand ursprüng­lich aus der gro­ßen Wal­len­stein­föh­re und zehn Gedenk­stei­nen – jeder von ihnen steht für einen Krie­gen­brun­ner, der aus dem Ersten Welt­krieg nicht mehr heim­kehr­te. Im Jahr 1959 kamen noch sie­ben­Ge­denk­stei­ne dazu, sie tra­gen die Namen der 33 nicht mehr Heim­ge­kom­me­nen des Zwei­ten Welt­kriegs. Die Namen der Gefal­le­nenoder Ver­miss­ten waren nicht mehr les­bar. Gemein­sam mit dem Vor­sit­zen­den des Orts­bei­rats, Jens Schä­fer, konn­te der Sol­da­ten­ver­eins-Vor­sit­zen­de, Alfred Ott, errei­chen, dass die Schrift­fel­der pro­fes­sio­nell gerei­nigt­wur­den. Dafür ver­gab das städ­ti­sche Amt für Gebäu­de­ma­nage­ment den Auf­trag an eine Fachfirma.An der Gedenk­stät­te wird alle Jah­re am Volks­trau­er­tag ein Geden­ken an alle Opfer aller Krie­ge und jeder Form von Gewalt­herr­schaft und Ter­ror abgehalten.

Hil­fe in Zei­ten der Pandemie

In einer bis­her ein­ma­li­gen Gemein­schafts­ak­ti­on der Städ­te­part­ner­schaft Erlan­gen-Bozen kauf­ten die drei Erlan­ger Rota­ry Clubs und die Stadt ins­ge­samt 4.000 medi­zi­ni­sche Schutz­mas­ken, die nun, „geschwi­ster­lich geteilt“, je zur Hälf­te in medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen in bei­den Städ­ten Ver­wen­dung fin­den sol­len. Die Schutz­mas­ken wur­den vor Ostern bestellt und tra­fen nun vor weni­gen Tage­nin Erlan­gen ein. Wegen der star­ken Aus­la­stung der Kurier­dien­ste war die Aus­lie­fe­rung aller­dings erst am 30. April in der ita­lie­ni­schen Part­ner­stadt mög­lich. Dort nah­men Bür­ger­mei­ster­Ren­zo Cara­ma-schi und sein Stell­ver­tre­ter Luis Wal­cher zusam­men mit Rota­ry-Prä­si­dent Anto­nio Aba­te die Hilfs­gü-ter aus der Huge­not­ten­stadt in Empfang.„Ihre Mas­ken wer­den sowohl im Boz­ner Rat­haus als auch beim Wei­ßen und Roten Kreuz wert­vol­le Dien­ste lei­sten! Danke!“sagten die drei Südtiroler.+++++Spende für Cumiana:Musik ver­bind­et­Wie vie­le Tei­le Ita­li­ens ist auch Cumia­na von der Coro­na-Pan­de­mie­be­trof­fen. Der Kos­ba­cher Stad’lchor folg­te dem Bei­spiel der Stadt und über­wies eine Spen­de in Höhe von 500 Euro­an die ita-lie­ni­sche Freund­schafts­stadt. Das Geld geht an das Grü­ne Kreuz, Cro­ce Ver­de, einen Ver­ein, der sich vor Ort um Gesund­heits­vor­sor­ge küm­mert. Seit zehn Jah­ren fühlt sich der Kos­ba­cher Stad‘lchor mit Cumia­na ver­bun­den, denn der dor­ti­ge Chor Cum­ba­vi­a­nae war schon drei­mal in Erlan­gen und gab mit dem Kos­ba­cher Ensem­ble jeweils ein Kon­zert. Auch waren die Stad‘lsänger selbst schon in Cumia­na und wur­den dort so herz­lich emp­fan­gen, wie es nie­mand erwar­tet hätte.Wer auch spen­den möch­te, fin­det Infos (in Italienisch)im Inter­net unterwww​.cro​ce​ver​de​cu​mia​na​.it. +++++75. Jah­res­tag: Lan­des­wei­te Beflag­gung zum Kriegs­en­deZ­um 75. Mal jährt sich am Frei­tag, 8. Mai, das Ende des Zwei­ten Welt­kriegs in Euro­pa und die Be-frei­ung vom Natio­nal­so­zia­lis­mus. Aus die­sem Anlass hat der Baye­ri­sche Mini­ster­prä­si­dent die Be-flag­gung aller staat­li­chen Dienst­ge­bäu­de an die­sem Tag ange­ord­net. Die Stadt folgt der Rege­lung. +++++Lan­des­wei­te Beflag­gung zum Euro­pa­ta­g­Aus Anlass des Euro­pa­ta­ges erfolgt amSams­tag, 9. Mai, die Beflag­gung aller staat­li­chen Dienst­ge-bäu­de in Bay­ern. Die Stadt Erlan­gen folgt die­ser Rege­lung. Die­ser Tag erin­nert an den Vor­schlag des fran­zö­si­schen Außen­mi­ni­sters Robert Schu­man am 9. Mai 1950, der zur Grün­dung der Euro­pä-ischen Gemein­schaft für Koh­le und Stahl führ­te und die grenz­über­schrei­ten­de wirt­schaft­li­che Ver-net­zung zur lang­fri­sti­gen Siche­rung des Frie­dens ein­lei­te­te. Der­Grund­stein für die EU