Am 10. Mai ist der “Tag gegen den Schlag­an­fall” – Bam­ber­ger Johan­ni­ter infor­mie­ren

Bei Ver­dacht auf Schlag­an­fall unbe­dingt in die Kli­nik!

Johan­ni­ter beto­nen: Ein Schlag­an­fall ist ein Not­fall, bei dem jede Minu­te zählt. Auch in Coro­na-Zei­ten ist es daher ent­schei­dend, ins Kran­ken­haus zu gehen!

Bam­berg n Zum 10. Mai, dem „Tag gegen den Schlag­an­fall“, wei­sen die Johan­ni­ter dar­auf hin, dass ein Schlag­an­fall als poten­zi­ell lebens­be­droh­li­cher Not­fall gilt. „Des­halb ist schnel­le ärzt­li­che Hil­fe ent­schei­dend. Am besten in einer Kli­nik mit einer Stro­ke-Unit, also einer auf die Behand­lung des Schlag­an­falls spe­zia­li­sier­ten Abtei­lung“, sagt Andre­as Den­nert, Ret­tungs­dienst­lei­ter bei den Johan­ni­tern in Ober­fran­ken.

Immer ein Fall für den Not­ruf 112 – denn jede Minu­te zählt

„Bei jedem Ver­dacht, dass es sich um einen Schlag­an­fall han­deln könn­te, ist es zwin­gend, den Not­ruf 112 zu wäh­len!“, betont Andre­as Den­nert. Aktu­ell beob­ach­ten Kli­ni­ken und Medi­zi­ner aller­dings: Vie­le Betrof­fe­ne schrecken davor zurück, solan­ge ihnen die Situa­ti­on als kon­trol­lier­bar erscheint. Aus Angst vor einer Coro­na-Infek­ti­on wol­len sie nicht in die Kli­nik. „Das ist hoch ris­kant“, warnt Den­nert. „Gera­de beim Schlag­an­fall zählt – wie beim Herz­in­farkt – jede Minu­te. Je frü­her die Behand­lung ein­setzt, desto bes­ser sind auch die Aus­sich­ten, mög­li­che Spät­fol­gen zu ver­mei­den und zu redu­zie­ren, etwa Läh­mun­gen oder Sprach­ver­lust.“ Kran­ken­häu­ser sind unver­än­dert dar­auf ein­ge­stellt, akut ein­ge­lie­fer­te Pati­en­ten zu behan­deln. Selbst­ver­ständ­lich gel­ten dabei über­all streng­ste Hygie­ne­re­geln zum Schutz vor einer Infek­ti­on mit dem Coro­na-Virus.

„Das gilt natür­lich eben­so für Ret­tungs­fahr­zeu­ge und ihre Besat­zung“, erklärt Den­nert. Die Ret­tungs­kräf­te klä­ren direkt, in wel­che Kli­nik ein Pati­ent gebracht wer­den soll. Sie kön­nen unter­wegs medi­zi­ni­sche Hil­fe lei­sten und die Kli­nik auf dem Lau­fen­den hal­ten. All das ist Teil der opti­ma­len Betreu­ung nach einem Schlag­an­fall oder Herz­in­farkt. Daher ist es immer bes­ser, die Ret­tungs­kräf­te zu rufen, als mit einem pri­va­ten Pkw in die Kli­nik zu fah­ren.

Typi­sche Sym­pto­me eines Schlag­an­falls
Als typi­sche Anzei­chen gel­ten ins­be­son­de­re fol­gen­de, plötz­lich auf­tre­ten­de Beschwer­den:

  • Seh- oder Sprach­stö­run­gen, bezie­hungs­wei­se Pro­ble­me, sich zu arti­ku­lie­ren
  • Läh­mun­gen auf einer Kör­per­sei­te oder Taub­heits­ge­füh­le in ein­zel­nen Glied­ma­ßen;
  • Schwin­del, even­tu­ell kom­bi­niert mit Unsi­cher­heit beim Gehen;
  • sehr star­ker Kopf­schmerz, vor allem bei Men­schen, die sonst nicht dazu nei­gen.

„Manch­mal las­sen die Beschwer­den nach weni­ge Minu­ten wie­der nach“, so der Ret­tungs­dienst­ex­per­te. „Es ist wich­tig, trotz­dem gleich ärzt­li­che Hil­fe zu holen! Denn es kann zu einem wei­te­ren, even­tu­ell stär­ke­ren Schlag­an­fall kom­men.“