Bam­ber­ger Erz­bi­schof Schick: Öffent­li­che Got­tes­dien­ste sind ab 10. Mai unter Auf­la­gen mög­lich

Zwei Meter Abstand und beson­de­re Hygie­ne­re­geln – Live­stream aus dem Bam­ber­ger Dom wird fort­ge­setzt

Im Erz­bis­tum Bam­berg sol­len erst ab Sonn­tag, 10. Mai (ein­schließ­lich Vor­abend­mes­se), unter Auf­la­gen wie­der öffent­li­che Got­tes­dien­ste gefei­ert wer­den. Die Rege­lung setzt die Beschlüs­se der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung unter Berück­sich­ti­gung des Infek­ti­ons­schutz­kon­zep­tes der baye­ri­schen Bis­tü­mer um. Mit der Frist bis 10. Mai bekom­men die Gemein­den Zeit, sich auf die Auf­la­gen des Schutz­kon­zep­tes vor­zu­be­rei­ten. Gene­ral­vi­kar Georg Kestel rief am Frei­tag alle Pfarr­ge­mein­den und pasto­ra­len Teams zur strik­ten Ein­hal­tung der Vor­ga­ben auf, ins­be­son­de­re auch beim Aus­tei­len und Emp­fan­gen der Kom­mu­ni­on.

Das Infek­ti­ons­schutz­kon­zept sieht unter ande­rem vor, dass in den Kir­chen zwei Meter Abstand zwi­schen zwei Per­so­nen gehal­ten wird, wobei Fami­li­en­mit­glie­der aus­ge­nom­men sind. Der Zugang zur Kir­che wird kon­trol­liert. Die Besu­cher müs­sen Mund-Nase-Bedeckung tra­gen, Sitz­plät­ze wer­den ent­spre­chend mar­kiert. Wäh­rend des Got­tes­dien­stes sind für die Zele­bran­ten beson­de­re Hygie­ne­vor­schrif­ten ange­ord­net. Gemein­de­ge­sang ist in sehr redu­zier­ter Form vor­ge­se­hen. Die Län­ge des Got­tes­dien­stes ist auf eine Stun­de begrenzt, im Anschluss ist eine Rei­ni­gung der Bank­rei­hen vor­ge­se­hen.

Das Infek­ti­ons­schutz­kon­zept der baye­ri­schen Bis­tü­mer (PDF-Datei, 120 KB)

In wel­chen Kir­chen zu wel­chen Zei­ten in wel­cher Form Got­tes­dien­ste statt­fin­den, sol­len die Pasto­ral­teams in den Seel­sor­ge­be­rei­chen zusam­men mit Mit­glie­dern der Seel­sor­ge­be­reichs- oder Pfarr­ge­mein­de­rä­te bera­ten. „Ins­ge­samt wird die näch­ste Zeit eine Pro­be­pha­se dafür sein, wie sich die neu­en Rah­men­be­din­gun­gen für Got­tes­dien­ste aus­wir­ken, um dann durch Erfah­rungs­ge­winn wei­te­re Schrit­te pla­nen zu kön­nen“, schreibt Gene­ral­vi­kar Kestel. Zuvor waren bereits alle Fir­mun­gen bis Ende der Som­mer­fe­ri­en abge­sagt wor­den. Beer­di­gun­gen sind nach staat­li­chen Vor­ga­ben nach wie vor nur im eng­sten Fami­li­en­kreis mit maxi­mal 15 Per­so­nen erlaubt. Bei Got­tes­dien­sten im Frei­en sind maxi­mal 50 Per­so­nen zuläs­sig.

Kestel wies wei­ter dar­auf hin, dass bis auf Wei­te­res Pro­ben von Kir­chen­chö­ren und Instru­men­tal­grup­pen nicht statt­fin­den und auch alle diö­ze­sa­nen Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen bis Ende August abge­sagt sind. Alle Ver­an­stal­tun­gen, Sit­zun­gen und Schu­lun­gen soll­ten mög­lichst in Tele­fon- oder Video­kon­fe­ren­zen abge­hal­ten wer­den.

Wei­ter­hin wird täg­lich die hei­li­ge Mes­se aus der Nagel­ka­pel­le des Bam­ber­ger Doms mit Erz­bi­schof Lud­wig Schick oder einem Mit­glied des Dom­ka­pi­tels auf der Face­book­sei­te des Bam­ber­ger Doms gestreamt. Die hei­li­ge Mes­se fin­det werk­tags um 8 Uhr und sonn­tags um 9.30 Uhr statt. Erz­bi­schof Schick hat die Gläu­bi­gen bereits zu Beginn der Coro­na-Kri­se von der Pflicht, am Sonn­tag die Eucha­ri­stie mit­zu­fei­ern, frei­ge­stellt. Wer nicht an der Sonn­tags­mes­se teil­nimmt, soll eine ent­spre­chen­de Zeit lang dem per­sön­li­chen Gebet oder dem Gebet in der Fami­lie wid­men. Dazu kön­ne auch ein Got­tes­dienst anre­gen, der in den Medi­en oder durch Live­stream über­tra­gen wird, so der Erz­bi­schof.