Haus­halts­re­de der Forch­hei­mer Grü­nen Liste (FGL)

Sehr geehr­ter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehr­ter Herr Stadtkämmerer,
sehr geehr­te Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Stadtrat,

Dank für die gute Vor­be­rei­tung der Sit­zung am 2.4.

Der Inve­sti­ti­ons­spiel­raum ist 2020 coro­nabe­dingt ein­ge­schränkt, eini­ge wich­ti­ge Maß­nah­men muss­ten zurück­ge­stellt wer­den. Erst 2021 wird sich zei­gen, wel­che Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten die Stadt in die­sen Berei­chen hat.

Die Ver­wal­tung ist schon lan­ge an der Gren­ze des Leist­ba­ren und wird erst jetzt durch den neu­en Stel­len­plan nen­nens­wert auf­ge­stockt. Wir hof­fen, dass nun durch zusätz­li­ches Per­so­nal z.B. in den Berei­chen Bau­un­ter­halt, Baum­pfle­ge und ganz beson­ders in den Berei­chen Kul­tur und Kitas künf­tig mehr umge­setzt wer­den kann.

Wir wer­den uns auch in den kom­men­den Jah­ren für die Kul­tur­för­de­rung und ein bes­se­res Kli­ma ein­set­zen und stel­len fest, dass mit dem neu­en Kul­tur­re­fe­rat und dem Aus­bau des Kol­ping­s­hau­ses sich für die Kul­tur tat­säch­lich viel bewe­gen wird – die Vor­aus­set­zun­gen jeden­falls wer­den mit dem vor­lie­gen­den Haus­halt geschaf­fen und der mehr­heit­li­che poli­ti­sche Wil­le ist da.

Anders lei­der im Bereich Kli­ma­schutz: hier fin­det wie­der ein­mal nichts statt, hat die gro­ße Kreis­stadt Forch­heim immer noch rie­si­gen Nach­hol­be­darf. So muss end­lich deut­lich in die ener­ge­ti­sche Sanie­rung der städ­ti­schen Lie­gen­schaf­ten inve­stiert wer­den – 2020 wird ledig­lich eine Maß­nah­me realisiert.

Gera­de vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Coro­na-Pan­de­mie möch­ten wir beto­nen, dass die Kli­ma­kri­se der­zeit kei­ne Pau­se macht, nach wie vor vor­an­schrei­tet und wir ihr drin­gend begeg­nen müs­sen – es ist die exi­sten­zi­el­le Auf­ga­be schlecht­hin und wir wer­den dar­auf drän­gen, dass mit dem Stel­len­plan 2021 eine Stel­le für Kli­ma­schutz­ma­nage­ment geschaf­fen und 2021 auch besetzt wird. Im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes und der dazu­ge­hö­ri­gen Ver­kehrs­wen­de erwar­ten wir deut­li­che Schrit­te und Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Bus­an­ge­bo­tes in der Stadt und des Radverkehrs.

Im gro­ßen Kon­sens aller Frak­tio­nen ist es gelun­gen, trotz der nöti­gen Strei­chun­gen im Haus­halt wich­ti­ge Inve­sti­tio­nen für den Aus­bau der Kin­der­ta­ges­stät­ten bei­zu­be­hal­ten. Damit wol­len wir der Betreu­ungs­kri­se und dem Man­gel an Kita­plät­zen und Per­so­nal in der Stadt begeg­nen, das sind Inve­sti­tio­nen in die Zukunft Forch­hei­mer Familien.

Für den sozia­len Woh­nungs­bau aller­dings bleibt 2020 nicht viel Geld. Wir wer­den in den kom­men­den Jah­ren dafür nen­nens­wer­te Sum­men in die Hand neh­men müs­sen. Auch die Erstel­lung eines Armuts­be­richts sowie die Ein­füh­rung eines Forch­heim­pas­ses, wel­cher ein­kom­mens­schwa­chen Mitbürger*innen sozia­le und kul­tu­rel­le Teil­ha­be erleich­tern soll, kann mit mehr Per­so­nal im kom­men­den Jahr begon­nen werden.

Auch wenn die aktu­el­le Kri­se uns finan­zi­ell for­dern wird: wir dür­fen nicht nach­las­sen uns für die drän­gen­den öko­lo­gi­schen und sozia­len Fra­gen tat­kräf­tig und tat­säch­lich zu engagieren!

Mit dem Ver­weis auf feh­len­de Inve­sti­tio­nen in zen­tra­len Berei­chen unter­stüt­zen wir jedoch die­sen Haus­halt aus den genann­ten posi­ti­ven Grün­den (Schwer­punkt Kul­tur, neu­es Per­so­nal, Aus­bau Kita­plät­ze) und stim­men dem Haus­halt zu.

Ger­hard Meixner
Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der FGL