Bei aku­ten Erkran­kun­gen in der Coro­na-Kri­se trotz­dem den Not­ruf 112 wäh­len

Inte­grier­te Leit­stel­le (ILS) Bayreuth/​Kulmbach und Rotes Kreuz Bay­reuth rufen die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf bei aku­ten Erkran­kun­gen­trotz der Coro­na-Kri­se den Not­ruf 112 zu wäh­len

Trotz Coro­na-Kri­se: Not­ruf 112 bei aku­ten Erkran­kun­gen wäh­len! Trotz der beson­de­ren Situa­ti­on gibt es für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kei­nen Grund bei aku­ten Erkran­kun­gen nicht den Not­ruf 112 zu wäh­len. Die Inte­grier­te Leit­stel­le (ILS) Bayreuth/​Kulmbach und das Baye­ri­sche Rote Kreuz (BRK) Kreis­ver­band Bay­reuth geben bekannt, das zum der­zei­ti­gen Zeit­punkt kei­ne Not­wen­dig­keit besteht das Gesund­heits­sy­stem, durch den Ver­zicht auf das Rufen des Not­ru­fes bei aku­ten Erkran­kun­gen, zu ent­la­sten. In der jüng­sten Zeit haben Kran­ken­kas­sen und Kran­ken­haus­ge­sell­schaf­ten bun­des­weit einen Rück­gang bei der Ein­lie­fe­rung von Pati­en­ten mit aku­ten lebens­ge­fähr­li­chen Erkran­kun­gen (wie zum Bei­spiel Herz­in­fark­ten oder Schlag­an­fäl­len) beob­ach­tet. Die ILS Bayreuth/​Kulmbach und das Bay­reu­ther Rote Kreuz weist dar­auf hin, dass im Fall einer aku­ten Erkran­kung (zum Bei­spiel Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall) die­se Form der Rück­sicht­nah­me auf die der­zei­ti­ge Situa­ti­on des Gesund­heits­sy­stem fehl am Platz ist. Nur schnel­le Hil­fe, not­fall­me­di­zi­ni­sche Erst­ver­sor­gung und die recht­zei­ti­ge Auf­nah­me der Behand­lun­gen bie­ten Über­le­bens­chan­cen ohne schwer­wie­gen­de, gesund­heit­li­che Fol­gen. Das Sin­ken der Ein­lie­fe­rungs­zah­len wird von vie­len Exper­ten auch auf die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coro­na-Virus im Kran­ken­haus zurück­ge­führt. Sich im Fall einer aku­ten Erkran­kung Sor­gen, um eine Infek­ti­on im Kran­ken­haus zu machen ist aller­dings nicht berech­tigt. Die Ein­hal­tung stren­ger Hygie­ne­stan­dards und Infek­ti­ons­schutz­kon­zep­te in Kran­ken­häu­sern und im Ret­tungs­dienst, sowie die Tren­nung von infi­zier­ten und nicht-infi­zier­ten Pati­en­ten, stel­len eine mög­lichst siche­re Behand­lung der Pati­en­ten mit aku­ten Erkran­kun­gen sicher. Die ILS Bayreuth/​Kulmbach und das Rote Kreuz in Bay­reuth emp­feh­len der Bevöl­ke­rung daher, aku­te Krank­heits­sym­pto­me ernst zuneh­men und im Not­fall Gebrauch von der Not­ruf­num­mer 112 zu machen. Denn bei Herz­in­farkt oder Schlag­an­fall zäh­len jede Minu­te. Die ver­spä­te­te Auf­nah­me der not­fall­me­di­zi­ni­schen Erst­ver­sor­gung und der­wei­te­ren Behand­lung senkt die Über­le­bens­chan­ce des Betrof­fen immens oder kön­nen zu schwer­wie­gen­den Dau­er­schä­den füh­ren.