Stadt Bay­reuth bie­tet Hil­fen in der Coro­na-Kri­se

Die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie sind in nahe­zu allen Lebens­be­rei­chen zu spü­ren – Die Stadt hilft auf vie­len Ebe­nen

Die Aus­wir­kun­gen der Coro­na­vi­rus-Kri­se sind in nahe­zu allen Lebens­be­rei­chen spür­bar. Die Stadt Bay­reuth hat daher ein gan­zes Paket an Maß­nah­men geschnürt, um nega­ti­ve Fol­ge­ent­wick­lun­gen abzu­fe­dern. Hier ein Über­blick: 

Ober­bür­ger­mei­ste­rin Bri­git­te Merk-Erbe hat bereits Ende März das Finanz­re­fe­rat gebe­ten, Anträ­ge auf Stun­dung der Gewer­be­steu­er mög­lichst schnell und unbü­ro­kra­tisch sowie – wenn irgend mög­lich – im Sin­ne der Unter­neh­men zu ent­schei­den. Um die Liqui­di­täts­si­tua­ti­on von Unter­neh­men und Hand­werks­be­trie­ben zu ver­bes­sern, hat die Ober­bür­ger­mei­ste­rin zudem alle Refe­ra­te und Dienst­stel­len der Stadt­ver­wal­tung auf­ge­for­dert, ein­ge­hen­de Rech­nun­gen schnellst­mög­lich zu prü­fen und anste­hen­de Zah­lun­gen umge­hend anzu­wei­sen.

Um die wirt­schaft­li­chen Fol­gend der aktu­el­len Kri­se für Unter­neh­men, Hotels, gastro­no­mi­sche Betrie­be, Schau­stel­ler sowie den Ein­zel­han­del abzu­fe­dern, hat die Staats­re­gie­rung ein umfas­sen­des Unter­stüt­zungs­pro­gramm auf­ge­legt. Die städ­ti­sche Wirt­schafts­för­de­rung infor­miert hier­zu Fir­men und Unter­neh­men. Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen über die staat­li­chen För­der­pro­gram­me und Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten stellt sie auch im Inter­net unter www​.coro​na​vi​rus​.bay​reuth​.de zur Ver­fü­gung.

Ver­zicht auf Son­der­nut­zungs­ge­bühr

Zur Stüt­zung des ört­li­chen Ein­zel­han­dels ver­zich­tet die Stadt bis auf Wei­te­res auf die Erhe­bung der Son­der­nut­zungs­ge­bühr für öffent­li­che Flä­chen für Zeit­räu­me, in denen die abga­be­pflich­ti­gen Betriebs­stät­ten auf­grund behörd­li­cher Anord­nung geschlos­sen sind. Um Lebens­mit­tel-Lie­fer­dien­sten das Befah­ren der Fuß­gän­ger­zo­ne zu ermög­li­chen, wer­den über das Stra­ßen­ver­kehrs­amt ent­spre­chen­de Son­der­ge­neh­mi­gun­gen erteilt. Auch hier ver­zich­tet die Stadt inzwi­schen auf die fäl­li­ge Antrags­ge­bühr. Die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt hat zudem zur Infor­ma­ti­on der Öffent­lich­keit eine Über­sicht der Lie­fer­dien­ste in Stadt und Land­kreis Bay­reuth erar­bei­tet. Sie wird lau­fend aktua­li­siert und kann eben­falls im Inter­net unter www​.coro​na​vi​rus​.bay​reuth​.de abge­ru­fen wer­den.

Finan­zi­el­le Hil­fen für Kul­turr­ein­rich­tun­gen

Das Kul­tur­re­fe­rat der Stadt hat Ende März bei den Kul­tur­ein­rich­tun­gen in frei­er Trä­ger­schaft abge­fragt, inwie­weit es durch die Coro­na-Kri­se bereits durch die zum aktu­el­len Zeit­punkt gel­ten­den Ein­schrän­kun­gen zu finan­zi­el­len Ein­bu­ßen kom­men wird. Die aktu­el­len Ver­an­stal­tungs­ver­bo­te wer­den auch Aus­wir­kun­gen auf Pro­jek­te haben, die zu einem spä­te­ren Zeit­punkt statt­fin­den soll­ten, aber man­gels ent­spre­chen­der Vor­be­rei­tungs­mög­lich­kei­ten nicht statt­fin­den kön­nen. Der Stadt­rat hat in sei­ner jüng­sten Sit­zung grü­nes Licht dafür gege­ben, dass im städ­ti­schen Haus­halt 2020 ver­an­schlag­te städ­ti­sche Zuschuss­mit­tel in Höhe von rund 168.900 Euro auch bei Aus­fall von Ver­an­stal­tun­gen flie­ßen kön­nen – wenn die­se Aus­zah­lun­gen mit­tel­bar oder unmit­tel­bar im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie bezie­hungs­wei­se deren Aus­wir­kun­gen ste­hen.

Stun­dung von Miet‑, Pacht- und Erb­bau­zin­sen

Eben­falls ein Bau­stein der städ­ti­schen Hilfs­maß­nah­men: Die Ver­wal­tung wur­de per Stadt­rats­be­schluss beauf­tragt, Anträ­ge von Mie­tern, Päch­tern sowie Erb­bau­be­rech­tig­ten auf Stun­dung von Miet‑, Pacht- bezie­hungs­wei­se Erb­bau­zin­sen vor­erst im Ein­zel­fall bis zu einer Höhe von 50.000 Euro und läng­stens bis zu sechs Mona­ten ohne wei­te­re Sicher­heits­prü­fung zu geneh­mi­gen, wenn die Zah­lungs­un­fä­hig­keit nach­weis­lich durch die Coro­na-Kri­se ver­ur­sacht wur­de.

Zen­tra­le Test­stel­le für Infek­tio­nen mit dem Coro­na-Virus

Um die ärzt­li­chen Dien­ste in der Regi­on Bay­reuth zu ent­la­sten, haben Stadt und Land­kreis Bay­reuth gemein­sam mit Unter­stüt­zung durch das Gesund­heits­amt, durch die Kas­sen­ärzt­li­che Ver­ei­ni­gung (KVB) und vor allem durch den BRK-Kreis­ver­band Bay­reuth in der Ober­fran­ken­hal­le eine zen­tra­le Test­stel­le für Infek­tio­nen mit dem Coro­na-Virus ein­ge­rich­tet. Sie ist jeweils mon­tags bis frei­tags von 13 bis 16 Uhr besetzt. Gete­stet wer­den aus­schließ­lich Per­so­nen, die im drin­gen­den Ver­dacht ste­hen, sich mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert zu haben und durch die KVB vor­ab bei der zen­tra­len Test­stel­le ange­mel­det wur­den. Stadt und Land­kreis sowie das Gesund­heits­amt appel­lie­ren nach­drück­lich an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, nicht auf eige­ne Faust die Test­stel­le auf­zu­su­chen. Pro­phy­lak­ti­sche Abstri­che wer­den dort nicht genom­men. Die Test­sta­ti­on wur­de an der Gast­stät­te Ober­fran­ken­hal­le als „Dri­ve-In“ ein­ge­rich­tet. Per­so­nen, die einen Ter­min erhal­ten haben, wer­den gebe­ten, sich mit ihrem Fahr­zeug dort­hin zu bege­ben. Die Abstri­che wer­den dann über das geöff­ne­te Auto­fen­ster ent­nom­men.

Bür­ger-Tele­fon zur Coro­na-Kri­se

Die Stadt Bay­reuth bie­tet ein Bür­ger­te­le­fon zur aktu­el­len Coro­na-Kri­se an. Es steht unter der Tele­fon­num­mer 0921 25 – 25 25
mon­tags bis don­ners­tags von 8 bis 16 Uhr sowie frei­tags von 8 bis 12.30 Uhr zur Ver­fü­gung. Über das Bür­ger­te­le­fon beant­wor­tet die Stadt Fra­gen zu den von der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung ange­ord­ne­ten Aus­gangs­be­schrän­kun­gen und Schlie­ßun­gen von Betrie­ben und Unter­neh­men. Es wer­den kei­ne medi­zi­ni­schen Fra­gen bezie­hungs­wei­se Aus­künf­te oder Emp­feh­lun­gen erteilt. Hier­für ist wei­ter­hin der jewei­li­ge Haus­arzt, der ärzt­li­che Bereit­schafts­dienst (Tele­fon 116 117) oder das staat­li­che Gesund­heits­amt zustän­dig.

Nach Schlie­ßung der Tafel: Hil­fe für Bedürf­ti­ge über das Sozi­al­amt

Die aktu­el­le Coro­na­vi­rus-Kri­se hat auch zur Schlie­ßung der Bay­reu­ther Tafel geführt. Not­fäl­le wer­den in Zusam­men­ar­beit mit Netz­werk­part­nern durch die Stadt mit Lebens­mit­tel­gut­schei­nen ver­sorgt. Bedürf­ti­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen sich unter der Tele­fon­num­mer 0921 251378 (mon­tags bis don­ners­tags von 8 bis 16 Uhr, frei­tags von 8 bis 12 Uhr) mel­den, um das wei­te­re Vor­ge­hen indi­vi­du­ell abzu­klä­ren und sich bera­ten zu las­sen.

Hil­fen für Senio­ren

Spe­zi­ell für Fra­gen älte­rer Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger im Zusam­men­hang mit der gegen­wär­ti­gen Coro­na-Kri­se bie­tet das Senio­ren­amt der Stadt Hil­fe und Bera­tung an. Die Ansprech­part­ner für Hil­fen bei der All­tags­be­wäl­ti­gung oder bei der Unter­stüt­zung bei bestehen­den Unsi­cher­hei­ten im Umgang mit der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on sind unter der Tele­fon­num­mer 0921 251604 (mon­tags bis frei­tags von 1 bis 12 Uhr und mitt­wochs von 14 bis 16 Uhr) zu errei­chen.

Bera­tung für Fami­li­en

Auch das Jugend­amt der Stadt steht in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten mit sei­nen Sach­be­ar­bei­tern und Sozi­al­päd­ago­gen als Ansprech­part­ner zur Ver­fü­gung. Glei­ches gilt für das Fami­li­en­bünd­nis Bay­reuth. Auf der Web­site www​.fami​li​en​-in​-bay​reuth​.de fin­den Inter­es­sier­te unter der Rubrik „SER­VICE – Bünd­nis für Fami­li­en“ vie­le Infor­ma­tio­nen, Ange­bo­te und Hin­wei­se auf wei­te­re Ansprech­part­ner und Bera­tungs­stel­len, die Hil­fe und Unter­stüt­zung bie­ten kön­nen. Dar­über hin­aus sol­len im wei­te­ren Ver­lauf auch Anre­gun­gen und Vor­schlä­ge auf die­ser Sei­te auf­ge­nom­men wer­den, wie die Zeit mit der Fami­lie gut und mög­lichst span­nungs­frei gestal­tet wer­den kann.

Koope­ra­ti­on mit dem Frei­wil­li­gen­zen­trum

In vie­len Berei­chen arbei­tet die Stadt bei der Koor­di­na­ti­on von Hilfs- und Bera­tungs­lei­stun­gen für Senio­ren und Fami­li­en eng mit dem Frei­wil­li­gen­zen­trum zusam­men. Es infor­miert über regio­na­le Initia­ti­ven und ver­mit­telt ehren­amt­li­che Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te bei­spiels­wei­se wenn es um Ein­kaufs­hil­fen oder die Ver­sor­gung von Haus­tie­ren geht. Wer Hil­fe über das Frei­wil­li­gen­zen­trum sucht oder anbie­ten möch­te, kann sich unter der Tele­fon-Num­mer 0921 514116 oder auch per Mail an info@​freiwilligen-​zentrum-​bayreuth.​de wen­den.

Kul­tur online

Die Dienst­stel­len des Kul­tur­re­fe­rats ein­schließ­lich der städ­ti­schen Muse­en sind der­zeit weit­ge­hend für den Publi­kums­ver­kehr geschlos­sen. Um den­noch Kul­tur­ange­bo­te für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bereit­stel­len zu kön­nen, wur­den Video­clips pro­du­ziert, etwa Füh­run­gen durch Aus­stel­lun­gen im Richard-Wag­ner-Muse­um oder im Histo­ri­schen Muse­um. Das digi­ta­le Ange­bot wird stän­dig aus­ge­baut. Bald soll auch eine Strea­ming-Platt­form ein­ge­rich­tet wer­den.

Die Stadt­bi­blio­thek hat im Ver­bund mit wei­te­ren Biblio­the­ken eine Viel­zahl von elek­tro­ni­schen Medi­en zur Aus­lei­he bereit­ge­stellt. So kön­nen sich Inter­es­sier­te momen­tan einen kosten­lo­sen Büche­rei­aus­weis aus­stel­len las­sen, der einen Monat lang gül­tig ist.