Forch­hei­mer Stadt­ver­wal­tung stellt zuneh­men­de „Ver­mül­lung“ des Stadt­be­reichs fest

Die Stadt Forch­heim schlägt aus gege­be­nem Anlass Alarm: Die öffent­li­chen Müll­ei­mer quel­len von Haus­müll über, Park­an­la­gen, Grün­flä­chen und son­sti­ge öffent­li­che Plät­ze wer­den seit Kur­zem ver­mehrt durch pri­va­ten Haus­müll und durch wild abge­la­ger­tes Grün­gut ver­un­rei­nigt. Die Stadt­ver­wal­tung bit­tet alle Haus­hal­te ein­dring­lich dar­um, die übli­chen Ent­sor­gungs­we­ge zu nut­zen. Laut Anga­ben des Land­rats­am­tes Forch­heim erfolgt Betrieb der Müll­ab­fuhr zur­zeit plan­mä­ßig.

„Wir haben zur­zeit einen erheb­li­chen Mehr­auf­wand bei der Rei­ni­gung von öffent­li­chen Stra­ßen und Plät­zen fest­ge­stellt. Die Ver­mül­lung des öffent­li­chen Rau­mes nimmt in letz­ter Zeit stark zu!“, stellt Wal­ter Mirsch­ber­ger, Lei­ter des Refe­rats 5, das für die Stadt­rei­ni­gung ver­ant­wort­lich zeich­net, fest. „ Es scheint so“, ergänzt Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein, „dass in Zei­ten der Coro­na-Pan­de­mie, in der die Men­schen ver­mehrt zu Hau­se leben und arbei­ten, ins­ge­samt die Men­ge an Haus­müll zuge­nom­men hat. Wir ver­mu­ten, dass man­che Men­schen gewis­se Ent­sor­gungs­pro­ble­me haben, da eini­ge Ent­sor­gungs­we­ge, wie bei­spiels­wei­se die Depo­nie Gos­berg und die Wert­stoff­hö­fe des Land­krei­ses, zur­zeit nicht genutzt wer­den kön­nen. Es kann aber nicht die Lösung sein, nun den pri­va­ten Müll im öffent­li­chen Raum zu ent­sor­gen und Arbeits­kraft und Kosten für die Müll­be­sei­ti­gung der All­ge­mein­heit auf­zu­la­sten.“

Das Land­rats­amt Forch­heim gibt auf sei­ner Home­page zur Abfall­wirt­schaft https://​lra​-fo​.de/​s​i​t​e​/​2​_​a​u​f​g​a​b​e​n​b​e​r​e​i​c​h​e​/​A​b​f​a​l​l​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​A​b​f​a​l​l​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​f​b​_​a​b​f​a​l​l​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​.​php fol­gen­de Hin­wei­se:

„Da trotz Kata­stro­phen­fall und Aus­gangs­be­schrän­kung die Anlie­fe­run­gen von nicht zwin­gend zu ent­sor­gen­den Abfäl­len und Wert­stof­fen über­hand­ge­nom­men haben, muss das Ent­sor­gungs­zen­trum Depo­nie Gos­berg ab Mon­tag, 30.03.2020 für pri­va­te Anlie­fe­rer geschlos­sen blei­ben. Der Betrieb kann ana­log zu den Land­krei­sen in der Regi­on nicht auf­recht­erhal­ten wer­den. Gewerb­li­che Anlie­fe­run­gen sind wei­ter­hin mög­lich. Der Betrieb der Müll­ab­fuhr hat ober­ste Prio­ri­tät und erfolgt zur­zeit plan­mä­ßig. <…>

Die Sperr­müll­ab­fuhr erfolgt aktu­ell plan­mä­ßig. Bei ille­ga­len Ent­sor­gun­gen wer­den recht­li­che Schrit­te gegen die Ver­ur­sa­cher ein­ge­lei­tet. <…>

Auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on (Kata­stro­phen­fall und Aus­gangs­be­schrän­kung) sind Abfall­ent­sor­gun­gen auf ein not­wen­di­ges Mini­mum zu beschrän­ken. Dies betrifft vor allem Grün­gut. Alter­na­ti­ven hier­zu wären Zwi­schen­la­ge­rung oder Kom­po­stie­rung auf dem eige­nen Grund­stück oder Ent­sor­gung über die Bio­ton­ne. Es wird auf die Pflicht zur Vor­hal­tung einer Bio­ton­ne gemäß Abfall­wirt­schafts­sat­zung erin­nert. Es wird dazu auf­ge­ru­fen, so wenig Abfall wie mög­lich zu pro­du­zie­ren!“