Stadt­wer­ke Bay­reuth war­nen vor unse­riö­sen Anru­fen

Stadt­wer­ke-Kun­den erhal­ten seit Kur­zem ver­mehrt betrü­ge­ri­sche Anru­fe, in deren Rah­men nach Zäh­ler­num­mern gefragt wird. So kön­nen die Anru­fer einen Wech­sel des Ener­gie­an­bie­ters ein­lei­ten. Die Stadt­wer­ke Bay­reuth war­nen davor, sen­si­ble Daten preis­zu­ge­ben und geben Tipps, wie man sich effi­zi­ent schüt­zen kann.

Seit Wochen­be­ginn ist Bay­reuth offen­bar in den Fokus unse­riö­ser Ener­gie­an­bie­ter gera­ten: Meh­re­re Kun­den der Stadt­wer­ke haben von Anru­fern berich­tet, die unter der dem Vor­wand eines angeb­lich aus­lau­fen­den Ver­tra­ges oder eines beson­ders gün­sti­gen Ange­bots die Zäh­ler­num­mer der Kun­den erfra­gen woll­ten. „Es gibt aber kei­ne ein­heit­li­che Masche“, sagt Tho­mas Klein von den Stadt­wer­ken Bay­reuth. „Mal geben sich die Anru­fer als Mit­ar­bei­ter der Stadt­wer­ke Bay­reuth aus, mal nen­nen sie über­haupt kei­nen Unter­neh­mens­na­men und fra­gen direkt nach der Kun­den- oder Zäh­ler­num­mer. Die mei­sten Anru­fer spre­chen laut unse­ren Kun­den schlech­tes Deutsch und in eini­gen Fäl­len nut­zen die Anru­fer aktu­ell eine Num­mer mit der Duis­bur­ger Vor­wahl 0203.“

Klein rät allen Ange­ru­fe­nen drin­gend davon ab, sen­si­ble Daten preis­zu­ge­ben. „Was vie­le nicht wis­sen: Sobald die Anru­fer Ihre Zäh­ler­da­ten haben, kön­nen sie einen Anbie­ter­wech­sel ansto­ßen. Nach eini­ger Zeit bekom­men Sie dann einen Ver­trag zuge­schickt. Wenn Sie dem nicht bin­nen von zwei Wochen schrift­lich wider­spre­chen, haben Sie Ihren Ener­gie­an­bie­ter gewech­selt – und das ohne es zu wol­len.“ Die Stadt­wer­ke Bay­reuth bie­ten ihren Kun­den eine per­sön­li­che Bera­tung bei sol­chen und ähn­li­chen Fäl­len an: Tho­mas Klein ist unter der Num­mer 0921 600–549 zu errei­chen.

Tipps der Stadt­wer­ke Bay­reuth

  • Wei­sen Sie den Anru­fer dar­auf hin, dass Sie nicht ange­ru­fen wer­den dür­fen, ohne dass Sie sich vor­her dazu bereit­erklärt haben (Kalt­ak­qui­se).
  • Geben Sie auf kei­nen Fall Ihre Kun­den­da­ten her­aus und been­den Sie das Gespräch.
  • Notie­ren Sie sich den Namen des Anru­fers, des­sen Tele­fon­num­mer und den Fir­men­na­men.
  • Kon­tak­tie­ren Sie die Stadt­wer­ke Bay­reuth, denn Ihre Hin­wei­se sind sehr wert­voll. Im Ide­al­fall hel­fen Sie den Stadt­wer­ken Bay­reuth, gegen die unse­riö­sen Unter­neh­men vor Gericht zie­hen zu kön­nen.
  • Für den Fall, dass Sie bereits eine Auf­trags­be­stä­ti­gung erhal­ten haben: Jetzt müs­sen Sie schnell sein, denn Sie haben nur eine zwei­wö­chi­ge Wider­spruchs­frist. Wider­spre­chen Sie dem Ver­trag umge­hend in schrift­li­cher Form und schicken Sie Ihren Wider­spruch per Ein­schrei­ben und Rück­schein an das Unter­neh­men.
  • Mel­den Sie uner­laub­te Tele­fon­wer­bung der Bun­des­netz­agen­tur, denn die tele­fo­ni­sche Kalt­ak­qui­se ist ver­bo­ten.