Leser­brief: Mund­schutz kann man ganz leicht mit der Hand nähen

Mundschutz Marke Eigenbau. Foto: Angelika Hufnagel
Mundschutz Marke Eigenbau. Foto: Angelika Hufnagel

Hal­lo lie­be Wie­sen­bo­te-Redak­ti­on,

als You­tube­rin aus Forch­heim woll­te auch ich mei­nen klei­nen Bei­trag zur der­zei­ti­gen Coro­na-Kri­se lei­sten und habe einen Film ins Netz gestellt, der auch völ­lig unge­üb­ten zeigt, einen Mund­schutz von Hand zu nähen. Egal ob Mann oder Frau!
Vie­le besit­zen kei­ne Näh­ma­schi­ne und kön­nen gera­de in den geschlos­se­nen Läden die Zuta­ten nicht ein­kau­fen, des­halb habe ich bewußt Mate­ria­li­en gewählt, die jeder zuhau­se hat: 1 altes T‑Shirt, Schnür­sen­kel, Wäsche­klam­mern, Nadel und Faden.

In mei­nem You­tube-Video wird stepp by stepp erklärt wie‘s geht:

Nach dem Mot­to:
Ich schüt­ze dich und du schützt mich! Dann sind wir bei­de zu ca. 80% geschützt.

Ganz aktu­ell kommt die Nach­richt, dass in Öster­reich ab kom­men­den Mitt­woch kei­ner mehr ohne Mund­schutz zum Ein­kau­fen gehen darf.

Der Mas­ken-Effekt liegt dar­in, dass vie­le Coro­na-Infi­zier­te nicht mer­ken, dass sie bereits ange­steckt sind, weil sie kei­ne, oder kaum Sym­pto­me haben. Die­se infi­zier­ten Per­so­nen stecken unab­sicht­lich wie­der Ande­re an, auch Mit­bür­ger aus Risi­ko­grup­pen.

Natür­lich ist die­ser selbst­ge­mach­te Mund­schutz nicht die FFP2 Mas­ke mit fast 100% Viren-Schutz. Aber die­sen Spe­zi­al­schutz gibt es im Moment nur für Men­schen an der Coro­na-Front.

Des­halb ist eine ein­fa­che Mas­ke, wie die­ser selbst­ge­mach­te Mund­schutz, bes­ser als gar kein Schutz!

Das bestä­tig­ten inzwi­schen auch Exper­ten wie Prof. Dr. Dr. Karl Lau­ter­bach (Epi­de­mio­lo­ge) und Prof.Melanie Brink­mann (Viro­lo­gin und Lei­te­rin der For­schungs­grup­pe „Vira­le Immun­mo­du­la­ti­on“) in der ZDF-Sen­dung „Mar­kus Lanz“ vom 24. und 25.März 2020.

Süd-Korea hat­te auch des­halb so viel Erfolg im Kampf gegen das Coro­na­vi­rus, weil dort über 95% der Bevöl­ke­rung einen Mund­schutz tra­gen im öffent­li­chen Raum.

Die­ses ein­fa­che und effek­ti­ve Hilfs­mit­tel wird der­zeit nicht von unse­ren Regie­rungs­stel­len kom­mu­ni­ziert, weil zu wenig Schutz­mas­ken vor­han­den sind und nicht für die gesam­te Bevöl­ke­rung aus­rei­chen wür­den.

Des­halb möch­te ich alle auf­ru­fen mit­zu­hel­fen und selbst Mund­schutz­mas­ken zu nähen!
Für sich, für Freun­de und für alle die in der Öffent­lich­keit ste­hen müs­sen wie Bäcker, Metz­ger, Lebens­mit­tel­ver­käu­fer, und vie­le Ande­re.…

Sie wür­den mei­nen Appell sehr unter­stüt­zen, wenn Sie die­sen Bei­trag und mein Video-Tuto­ri­al auf Ihrer Wie­sen­bo­ten-Platt­form ver­öf­fent­li­chen.

Ganz Wich­tig:
Sobald der Mund­schutz feucht wird durch den Atem, muss er aus­ge­tauscht wer­den. Jeder feuch­te Mund­schutz ver­liert sei­ne Schutz­wir­kung! Des­halb ist es gut, wenn man 2 oder 3 Mas­ken zum Wech­seln hat. Wei­ßer Stoff ist des­halb beson­ders geeig­net, weil er gekocht wer­den kann um die Viren abzu­tö­ten.

In die­sem Sin­ne, blei­ben Sie gesund!
Freund­li­che Grü­ße,
Ange­li­ka Huf­na­gel, Forch­heim