Leser­brief: Zur Wahl­emp­feh­lung der Forch­hei­mer FGL

Wenn jetzt eini­ge der FGL wegen der OB-Wahl­emp­feh­lung zugun­sten der CSU emo­tio­na­le poli­ti­sche Rich­tungs­ent­schei­dung vor­wer­fen, so irren sie gewal­tig. Auf Basis von ver­bind­li­chen Abspra­chen mit Udo Schön­fel­der ist es doch nicht unvor­stell­bar, dass die­se zuge­ge­be­ner­ma­ßen revo­lu­tio­när anmu­ten­de, neu­ar­ti­ge schwarz-grü­ne Zusam­men­ar­beit gute Früch­te für die Stadt tra­gen wird. Ein ver­brei­te­ter Irr­tum ist es auch, dass es bei der Mei­nungs­fin­dung im Stadt­rat kei­ne unter­schied­li­chen Posi­tio­nen der Frak­tio­nen zu Sach­the­men gäbe. Ich habe gele­sen, dass die FGL zusam­men mit der CSU einen attrak­ti­ven Forch­heim-Bus im 15–20 Minu­ten Takt schaf­fen wird und auch der FGL-For­de­rung nach einem ver­läss­lich aus­ge­stat­te­ten Pro­gramm für den sozia­len Woh­nungs­bau zuge­stimmt. Ich den­ke auch, dass es im neu­en Stadt­rat (falls der OB Schön­fel­der heißt) mehr Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung und Trans­pa­renz geben könn­te. Und und und… Die CSU ist vom Sau­lus zum Pau­lus gewor­den, viel­leicht. Bei der SPD soll sich nichts ändern. Des­halb fin­de ich die Wahl­emp­feh­lung der FGL zugun­sten des CSU-OB wich­tig, rich­tig und gut. Und des­halb ver­ste­he ich auch nicht, war­um sich Grün-Wäh­ler jetzt ver­ra­ten füh­len sol­len. OB-Kan­di­da­tin Annet­te Prech­tel tut doch das, wofür sie als Stadt­rä­tin so vie­le Stim­men bekom­men hat: Sie ver­sucht, so viel wie mög­lich für die Umset­zung grü­ner Zie­le her­aus­zu­ho­len. Und das ist in Forch­heim eben in Zusam­men­ar­beit mit der CSU bes­ser mög­lich als mit der SPD. Ich wün­sche mir des­halb, dass eine schwarz-grü­ne Zusam­men­ar­beit im künf­ti­gen Stadt­rat funktioniert!

Wer­ner Hen­nig, Forchheim