Kreis­ver­band Imker Forch­heim e.V.: Die Imker und Corona?

Bienenstöcke auf einer Lichtung. Foto: Wolf-Dietrich Schröber
Bienenstöcke auf einer Lichtung. Foto: Wolf-Dietrich Schröber

Der Imker (Imke­rin und Imker) sind Nutz­tier­hal­ter und ver­pflich­tet, sich um die Bie­nen zu küm­mern und fach­ge­recht zu ver­sor­gen. Jetzt ist Aus­win­te­rungs­zeit – es gilt die Bie­nen den Start in den Früh­ling zu erleich­tern und zu ent­schei­den, ob das Bie­nen­volk stark genug aus der Win­ter­ru­he gekom­men ist. Vie­le Arbei­ten sind erfor­der­lich, es ist viel zu tun.

Die Bie­nen­völ­ker ste­hen nicht immer im Gar­ten oder auf dem Bal­kon unmit­tel­bar zu Hau­se beim Imker. Der Imker muss in vie­len Fäl­len sei­ne Bie­nen­völ­ker anfah­ren bzw. eine gewis­se Strecke zu Fuß gehen.

Nun ist Coro­na da. Was ist vom Imker zu beach­ten, darf der Imker über­haupt noch raus zu sei­nen Bie­nen und wie soll er sich verhalten?

Die Betreu­ung von Bie­nen­völ­kern und damit natür­lich das Auf­su­chen der Bie­nen sind erlaubt. Die Arbei­ten gel­ten als „trif­ti­ger Grund“ – die Land­wirt­schaft und die Imke­rei sind „system­re­le­vant“. Bit­te die Völ­ker auf direk­ten Weg auf­su­chen, nur ein­zeln nicht in Grup­pen. Für den Fall einer Kon­trol­le Betriebs­num­mer bzw. den Mel­de­be­scheid ans Vete­ri­när­amt mit­füh­ren. Die Imker­ver­ei­ne kön­nen hier hel­fen. Soll­ten über die bestehen­den Aus­nah­me­re­ge­lun­gen im Land­kreis Forch­heim zusätz­li­che Ein­schrän­kun­gen aus­ge­spro­chen wer­den – z.Zt. nicht bekannt – muss bei der zustän­di­ge Behör­de im Land­kreis, die die Ein­schrän­kung ver­fügt hat, eine abwei­chen­de Rege­lung bean­tragt werden.

Der Beschaf­fung von Köni­gin­nen und Bie­nen­völ­ker zum Aus­gleich von Win­ter­ver­lu­sten fällt nicht unter die „trif­ti­gen Grün­de“. Bit­te unter­las­sen und auf einen spä­te­ren Zeit­punkt verschieben.

Zu „Bie­nen­wan­de­rung“ gibt es z.Zt. kei­nen kon­kre­ten Aus­sa­gen. Da aber auch schon in Nor­mal­zei­ten die Bie­nen­wan­de­rung in Seu­chen­re­gio­nen unter­sagt ist, sol­len auf „Bie­nen­wan­de­rung“ in der jet­zi­gen ange­spann­ten Lage ver­zich­tet werden.

Es ist rat­sam, sich jetzt auf ggf. noch kom­men­den Even­tua­li­tä­ten vor­zu­be­rei­ten, um die Ver­sor­gung der Bie­nen, auch bei Aus­fall / Qua­ran­tä­ne des Imkers, gewähr­lei­sten zu kön­nen. Die­ses soll­te auf Ver­eins­ebe­ne erfolgen.

In der jet­zi­gen Zeit gilt es sich den Her­aus­for­de­run­gen ange­mes­sen zu stel­len und ent­spre­chend zu han­deln. Die Ver­an­stal­tun­gen im Kreis­lehr­bie­nen­stand Lüt­zels­dorf vom Kreis­ver­band Imker Forch­heim e.V. sind bis auf wei­te­res abge­sagt. Sie­he www​.info​im​ker​.de/​T​e​r​m​ine.

Text und Bild Wolf-Diet­rich Schröber