Neue Angebote der Hotelfachschule Pegnitz zum 30-jährigen Jubiläum

Die Hotelfachschule Pegnitz bildet als nach wie vor größte Hotelfachschule in Bayern seit 30 Jahren Führungskräfte für die Hotelbranche aus. „Unsere Absolventen“, so Landrat Hermann Hübner, „können herausragende Karrieren in der Hotelbranche auf der ganzen Welt vorweisen.“ Wie der Landrat und Schulleiter Christian Länger bei einem Gesprächstermin mit Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo kürzlich erfahren haben, wird ab Juli 2020 – also rechtzeitig zum Schuljubiläum – den Absolventen der Titel „Bachelor Professional“ mit dem Abschlusszeugnis zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt verliehen.

Ein neues, zusätzliches innovatives Angebot, das erstmals in Bayern umgesetzt wird, kann die Hotelfachschule Pegnitz künftig mit der einjährigen beruflichen Weiterbildung zum „Gastronomen“ machen. Wie Schulleiter Christian Länger berichtet, werden mit dem Ministerium derzeit Inhalte und Stundentafel erarbeitet. Aufnahmevoraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf des Hotel- und Gaststättengewerbes und eine anschließende einschlägige Berufstätigkeit von mindestens drei Jahren. Mit ausreichenden Leistungen in der Abschlussprüfung zum Gastronomen soll gleichzeitig der theoretische Teil der Meisterprüfung im Gastgewerbe als Küchenmeister, Restaurantmeister oder Hotelmeister erfüllt sein. Diese betriebswirtschaftliche Weiterbildung auf Meisterniveau bereitet in nur einem Jahr auch auf die Übernahme von Führungspositionen, aber genauso auch auf die erfolgreiche selbstständige Leitung des eigenen Unternehmens vor.

Wie Landrat Hübner in der Sitzung des Kreisausschusses berichten konnte, wird es auch an der Berufsfachschule für Hotelmanagement ab dem neuen Schuljahr Änderungen geben. Sie soll als dreijährige Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement umstrukturiert werden mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Assistent (M/W) für Hotel- und Tourismusmanagement und dem gleichzeitigen Erwerb der Fachhochschulreife. Die Absolventen können dann entweder sofort in einen Beruf in der Hotel- und Tourismusbranche wechseln oder mit der Fachhochschulreife das erworbene Wissen in einem Studium vertiefen. Voraussetzung für die Aufnahme ist künftig der mittlere Schulabschluss und nicht mehr, wie bisher in der zweijährigen Berufsfachschule – das Abitur. Im Gegensatz zu einer Privatschule ist die Ausbildung an der Berufsfachschule des Landkreises Bayreuth weiterhin gebührenfrei. Ausbildungsbeihilfe wird nach den Richtlinien des Bundesausbildungsförderungsgesetzes als Zuschuss gewährt. Die schulische Ausbildung wird in der Berufsfachschule kombiniert mit einem Betriebspraktikum von insgesamt 20 Wochen in jedem Jahr. Dies kann in Hotelbetrieben in der Region, im europäischen Raum, aber auch weltweit mit Mitteln aus dem Mobilitätsprogramm Erasmus+ gefördert werden. Die Pegnitzer Schule ist für die langjährige und qualitativ hochwertige Betreuung von Auslandsaufenthalten seit dem Jahr 2011 mit einem Qualitätszertifikat und der Erasmus+–Mobilitätscharta ausgezeichnet, betonte Schulleiter Länger. Auch beim Erwerb von Zusatzqualifikationen wie der Ausbildereignungsprüfung, Fremdsprachenzertifikaten und der Anrechnung der Ausbildungsleistungen auf ein verkürztes Studium in der Hotel- und Tourismusbranche habe das Kollegium in Pegnitz die längste Erfahrung in Bayern.

Interessierte Schüler und Schülerinnen können sich über die Homepage der Schule www.hotelfachschule-pegnitz.de über alle bestehenden und neuen Angebote informieren.