Sonderausleihe der Bamberger Universitätsbibliothek muss eingestellt werden

Aufgrund einer Anordnung des Bayerischen Wissenschaftsministeriums kann auch die kontaktlose Ausleihe nicht fortgeführt werden. Für dringende Notfälle wird eine Alternative eröffnet.

Derzeit sind alle Teilbibliotheken der Universität Bamberg bis einschließlich 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Grund ist eine Anordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Wer seit der Schließung der Universitätsbibliothek in begründeten Ausnahmefällen für Prüfungsvorbereitungen oder Abschlussarbeiten Bücher oder andere Medien dringend benötigt, konnte bislang nach einer Online-Bestellung eine kontaktfreie Sonderausleihe mit einem individuellen Abholtermin vereinbaren. Selbst diese Regelung ist aufgrund einer weiteren Anweisung des Wissenschaftsministeriums ab sofort nicht mehr möglich.

Die Universitätsleitung hat nun mit der Universitätsbibliothek eine Notfalllösung vereinbart, um zumindest in unaufschiebbar dringenden Fällen, wie beispielsweise zur Einhaltung von Terminen zur Abgabe von Veröffentlichungen oder Abschlussarbeiten, Literatur zur Verfügung stellen zu können. Hierbei muss es sich ausschließlich um fallspezifische und individuelle Lösungen handeln, die einzeln geprüft und umgesetzt werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek würden sich zum Beispiel darum bemühen, Bücher per Post oder Hauspost zu verschicken oder benötigte Bücher beziehungsweise Buchauszüge als E-Book oder als Scan unter Beachtung des Urheberrechts zur Verfügung zu stellen. Betroffene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende, die diesen Notfalldienst in Anspruch nehmen möchten, können dazu per Mail an die jeweilige Teilbibliothek einen begründeten Antrag stellen.

„Wir verstehen die Entscheidung des Wissenschaftsministeriums, die dazu dient, Benutzerinnen und Benutzer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Gesundheit aller Beteiligten hat auch für uns absolute Priorität“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. „Und zugleich sehen wir uns in der Pflicht, unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so gut es geht zu unterstützen und unseren Studierenden einen erfolgreichen Studienabschluss in einem überschaubaren Zeitrahmen zu ermöglichen.“

Die Universitätsleitung dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universitätsbibliothek, die diese Notfallausleihe ermöglichen: „Wir sind uns bewusst, dass diese individuelle Regelung einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeutet, und schätzen dieses Engagement sehr.“ Zugleich appelliert sie an alle Universitätsangehörige und Studierende, sorgfältig zu prüfen, welche Literatur tatsächlich dringend benötigt wird und ob die Notfallmaßnahme wirklich in Anspruch genommen werden muss. Nur unter diesen Umständen ist die Maßnahme überhaupt zu realisieren.

Von der Schließung der Universitätsbibliothek nicht betroffen sind alle Online-Services der Universitätsbibliothek. Auch E-Books, E-Journals und Datenbanken stehen weiterhin zur Verfügung. Die Leihfristen aller ausgeliehenen Bücher werden automatisch bis zum Ende der Schließung verlängert.

Auf der Homepage www.uni-bamberg.de/ub informiert die Universitätsbibliothek Bamberg tagesaktuell über weitere Änderungen sowie darüber, welche Serviceleistungen sie weiterhin anbieten kann. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek sind bis auf Weiteres telefonisch und per Mail zu erreichen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Serviceleistungen der Universitätsbibliothek unter: www.uni-bamberg.de/ub

Weitere Informationen zu den Maßnahmen der Universität bezüglich des Coronavirus unter: www.uni-bamberg.de/gesund/coronavirus