Ver­ein­ba­rung zwi­schen der Bun­des­re­gie­rung und den Regie­rungs­chefin­nen und Regie­rungs­chefs der Bun­des­län­der ange­sichts der Coro­na-Epi­de­mie in Deutsch­land

Die Bun­des­re­gie­rung und die Regie­rungs­chefs der Bun­des­län­der haben am 16. März 2020 fol­gen­de Leit­li­ni­en zum ein­heit­li­chen Vor­ge­hen zur wei­te­ren Beschrän­kung von sozia­len Kon­tak­ten im öffent­li­chen Bereich ange­sichts der Coro­na-Epi­de­mie in Deutsch­land ver­ein­bart:

I. Aus­drück­lich NICHT geschlos­sen wird der Ein­zel­han­del für Lebens­mit­tel, Wochen­märk­te, Abhol- und Lie­fer­dien­ste, Geträn­ke­märk­te, Apo­the­ken, Sani­täts­häu­ser, Dro­ge­rien, Tank­stel­len, Ban­ken und Spar­kas­sen, Post­stel­len, Fri­sö­re, Rei­ni­gun­gen, Wasch­sa­lons, der Zei­tungs­ver­kauf, Bau‑, Gar­ten­bau- und Tier­be­darfs­märk­te und der Groß­han­del. Viel­mehr soll­ten für die­se Berei­che die Sonn­tags­ver­kaufs­ver­bo­te bis auf wei­te­res grund­sätz­lich aus­ge­setzt wer­den. Eine Öff­nung die­ser genann­ten Ein­rich­tun­gen erfolgt unter Auf­la­gen zur Hygie­ne, zur Steue­rung des Zutritts und zur Ver­mei­dung von War­te­schlan­gen. Dienst­lei­ster und Hand­wer­ker kön­nen ihrer Tätig­keit wei­ter­hin nach­ge­hen. Alle Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sen blei­ben unter Beach­tung der gestie­ge­nen hygie­ni­schen Anfor­de­run­gen geöff­net.

II. Für den Publi­kums­ver­kehr zu schlie­ßen sind
– Bars, Clubs, Dis­ko­the­ken, Knei­pen und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– Thea­ter, Opern, Kon­zert­häu­ser, Muse­en und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– Mes­sen, Aus­stel­lun­gen, Kinos, Frei­zeit- und Tier­parks und Anbie­ter von Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten (drin­nen und drau­ßen), Spe­zi­al­märk­te, Spiel­hal­len, Spiel­ban­ken, Wett­an­nah­me­stel­len und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– Pro­sti­tu­ti­ons­stät­ten, Bor­del­le und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– der Sport­be­trieb auf und in allen öffent­li­chen und pri­va­ten Sport­an­la­gen, Schwimm- und Spaß­bä­dern, Fit­ness­stu­di­os und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
– alle wei­te­ren, nicht an ande­rer Stel­le die­ses Papiers genann­ten Ver­kaufs­stel­len des Ein­zel­han­dels, ins­be­son­de­re Out­let-Cen­ter
– Spiel­plät­ze.

III. Zu ver­bie­ten sind
– Zusam­men­künf­te in Ver­ei­nen und son­sti­gen Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen sowie die Wahr­neh­mung von Ange­bo­ten in Volks­hoch­schu­len, Musik­schu­len und son­sti­gen öffent­li­chen und pri­va­ten Bil­dungs­ein­rich­tun­gen im außer­schu­li­schen Bereich sowie Rei­se­bus­rei­sen
– Zusam­men­künf­te in Kir­chen, Moscheen, Syn­ago­gen und die Zusam­men­künf­te ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten.

IV. Zu erlas­sen sind
– Besuchs­re­ge­lun­gen für Kran­ken­häu­ser, Vor­sor­ge- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tun­gen, Pfle­ge­hei­me und beson­de­re Wohn­for­men im Sin­ne des SGB IX sowie ähn­li­che Ein­rich­tun­gen, um den Besuch zu beschrän­ken (zB Besuch ein­mal am Tag, für eine Stun­de, aller­dings nicht von Kin­der unter 16 Jah­ren, nicht von Besu­chern mit Atem­wegs­in­fek­tio­nen, etc.)
– in den vor­ge­nann­ten Ein­rich­tun­gen sowie in Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und Kin­der­gär­ten, soweit deren Betrieb nicht gänz­lich ein­ge­stellt wird, ein gene­rel­les Betre­tungs­ver­bot für Per­so­nen, die sich in den letz­ten 14 Tagen in Risi­ko­ge­bie­ten im Aus­land oder beson­ders betrof­fe­nen Regio­nen im Inland nach RKI-Klas­si­fi­zie­rung auf­ge­hal­ten haben
– Auf­la­gen für Mensen, Restau­rants, Spei­se­gast­stät­ten und Hotels, das Risi­ko einer Ver­brei­tung des Coro­na-Virus zu mini­mie­ren, etwa durch Abstands­re­ge­lung für die Tische, Regle­men­tie­rung der Besu­cher­zahl, Hygie­ne­maß­nah­men und –hin­wei­se
– Rege­lun­gen, dass Über­nach­tungs­an­ge­bo­te im Inland nur zu not­wen­di­gen und aus­drück­lich nicht zu tou­ri­sti­schen Zwecken genutzt wer­den kön­nen,
– Rege­lun­gen, dass Restau­rants und Spei­se­gast­stät­ten gene­rell frü­he­stens ab 6 Uhr zu öff­nen und spä­te­stens ab 18 Uhr zu schlie­ßen sind.