Bam­ber­ger Erz­bi­schof ruft zum Gebet zur Über­win­dung der Coro­na-Kri­se

Bam­berg. Erz­bi­schof Lud­wig Schick hat zum Gebet für alle Betrof­fe­nen der Coro­na-Kri­se auf­ge­ru­fen. Im Pon­ti­fi­kal­amt zum Papst­sonn­tag im Bam­ber­ger Dom erin­ner­te Schick an die Erkrank­ten und ihre Ange­hö­ri­gen, an die in Qua­ran­tä­ne und alle Besorg­ten, an die Ärz­te und Pfle­ge­kräf­te, die For­scher und Poli­ti­ker. „Beten wir für sie alle, damit wir die­se welt­wei­te Kri­se bald über­win­den“, sag­te der Erz­bi­schof und beton­te: „Ohne Gesund­heit gibt es kein gutes Leben.“ Dabei ver­wies er auf den spa­ni­schen Begriff „Buen vivir – gut leben“, der mehr­fach im Schrei­ben „Que­ri­da Ama­zo­nia“ von Papst Fran­zis­kus vor­kommt. „Die Coro­na­Epi­de­mie und unse­re dies­be­züg­li­chen Sor­gen zei­gen, wie wich­tig für uns die Gesund­heit für das Gute Leben ist.“ For­schung, Medi­zin und Vor­sichts­maß­nah­men sei­en gefor­dert, das Gebet zu Gott kön­ne allem mensch­li­chen Bemü­hen und Wir­ken den gewünsch­ten Erfolg schen­ken.
Papst Fran­zis­kus erin­ne­re in dem Schrei­ben zu Ama­zo­ni­en dar­an, dass Jesus Chri­stus allen Men­schen ein gutes Leben schen­ken wol­le. „Dazu ist er auf die Welt gekom­men. Er ermög­licht es und ver­pflich­tet uns, alles zu tun, dass die­ses gute Leben jedem Men­schen heu­te und in Zukunft ermög­licht wird“, so Schick. Die erste Bedin­gung dafür sei, dass alle Men­schen das haben, was sie für das irdi­sche Leben brau­chen: Was­ser, Nah­rung, Klei­dung, gesun­de Luft und sau­be­re Umwelt. „Dafür müs­sen und kön­nen wir sor­gen“, so Schick. Die zwei­te Bedin­gung sei­en geord­ne­te sta­bi­le Lebens­be­zü­ge und gute Gemein­schaft in der Fami­lie, im Freun­des­kreis und an den Arbeits­stät­ten sowie geord­ne­te sozia­le und gerech­te Gesell­schaf­ten in poli­tisch funk­tio­nie­ren­de Staa­ten sowie eine inter­na­tio­na­le Gemein­schaft welt­weit in Frie­de und Soli­da­ri­tät. „Dafür müs­sen wir wir­ken.“ Als drit­te Bedin­gung für ein gutes Leben „braucht der Mensch Bezie­hun­gen zu dem einen und ein­zi­gen Gott, der die gan­ze Mensch­heit zusam­men­hält, als Basis für Gemein­sinn und Gemein­wohl.“ Dafür brau­che es Mis­si­on und Evan­ge­li­sie­rung, so der Erz­bi­schof. Der Sonn­tag nach dem Jah­res­tag der Papst­wahl oder der Amts­ein­füh­rung wird im Erz­bis­tum Bam­berg tra­di­tio­nell als Papst­sonn­tag fei­er­lich began­gen. Die Diö­ze­se Bam­berg war seit ihrer Grün­dung im Jahr 1007 immer in beson­de­rer Wei­se mit dem Papst­tum ver­bun­den. Am 13. März 2013 wur­de Fran­zis­kus zum Nach­fol­ger von Bene­dikt XVI. gewählt.