Erste LEA­DER-geför­der­te Kul­tur­in­ven­tar­ta­fel im Land­kreis Bam­berg

Land­rat Johann Kalb stellt zusam­men mit Bür­ger­mei­ster Kötz­ner die erste LEA­DER-geför­der­te Kul­tur­in­ven­tar­ta­fel inner­halb des Land­krei­ses Bam­berg auf

Leader-Manager Jochen Strauß, Alexandra Baier, LAG-Region Bamberg, Anton Eckert, LAG Kulturerlebnis Fränkische Schweiz, Kreisheimatpflegerin Annette Schäfer, Bürgermeister Jakobus Kötzner, Landrat Johann Kalb. Foto: Rudolf Mader

Lea­der-Mana­ger Jochen Strauß, Alex­an­dra Bai­er, LAG-Regi­on Bam­berg, Anton Eckert, LAG Kul­tur­er­leb­nis Frän­ki­sche Schweiz, Kreis­hei­mat­pfle­ge­rin Annet­te Schä­fer, Bür­ger­mei­ster Jako­bus Kötz­ner, Land­rat Johann Kalb. Foto: Rudolf Mader

Im Rah­men des LEA­DER-Koope­ra­ti­ons­pro­jek­tes „Wan­der­leit­sy­stem Frän­ki­sche Schweiz“ sol­len den Wan­de­rern bis 2023 neben der viel­fäl­ti­gen Kul­tur­land­schaft auch geschicht­li­che und bau­li­che Beson­der­hei­ten im Land­kreis Bam­berg näher gebracht wer­den. Hier­für errich­ten der Land­kreis Bam­berg unter der Pro­jekt­trä­ger­schaft des Land­krei­ses Forch­heim und den Part­ner­land­krei­sen Lich­ten­fels, Bay­reuth und Kulm­bach rund 180 der sog. Kul­tur­in­ven­tar­ta­feln, 50 allei­ne inner­halb des Land­krei­ses Bam­berg. Den Auf­takt hier bil­de­te die Auf­stel­lung der ersten Kul­tur­in­ven­tar­ta­fel am ehe­ma­li­gen Zister­zi­en­se­rin­nen­klo­ster Schlüs­selau (Gemein­de Frens­dorf). Vor der ein­ma­li­gen Kulis­se der unter dem Bam­berg Fürst­bi­schof Johann Phil­ipp von Gebsat­tel wie­der­auf­ge­bau­ten Anla­ge ver­sam­mel­ten sich aus die­sem Anlass Land­rat Johann Kalb, der Frens­dor­fer Bür­ger­mei­ster Kötz­ner, die Autorin der Tafel und Kreis­hei­mat­pfle­ge­rin Annet­te Schä­fer. Von Sei­ten der für die LEA­DER-För­de­rung zustän­di­gen Loka­len Akti­ons­grup­pen waren Jochen Strauß und Alex­an­dra Bai­er zusam­men mit Anton Eckert (Forch­heim) vor Ort. 1280 von den Edel­frei­en von Schlüs­sel­berg als Haus­klo­ster mit Fami­li­en­grab­le­ge gegrün­det und mit ade­li­gen Zister­zi­en­se­rin­nen belegt, ist die Anla­ge heu­te u.a. eine wich­ti­ge Etap­pen am frän­ki­schen Jakobs­weg und fort­an auch am sog. Kul­tur­er­leb­nis­weg „Frän­ki­sche Schweiz“, der rund 4.200 km an neu digi­ta­li­sier­ten Wegen umspan­nen wird.

Der 350 See­len gro­ße Orts­teil mar­kiert aber nicht nur den west­lich­sten Punkt inner­halb des Pro­jekt­ge­bie­tes, das sich vom Main­bo­gen im Nor­den, über die Linie Bay­reuth-Grä­fen­berg im Osten bis nach Erlan­gen im Süden erstreckt. Mit den Edel­frei­en von Schlüs­sel­berg ist auch ein unmit­tel­ba­rer Anknüp­fungs­punkt zum Kern­ge­biet der Frän­ki­schen Schweiz gege­ben, wo das Geschlecht reicht begü­tert war. Die­ser Aspekt liegt Eckert sehr am Her­zen, und Land­rat Johann Kalb freut sich über die Bür­ger­freund­lich­keit und den Erho­lungs­fak­tor die­ses Wan­der­we­ge­pro­jekts. An den Gesamt­ko­sten in Höhe von 1.260.000 Mio. Euro betei­ligt sich der Land­kreis Bam­berg bzw. die LAG Regi­on Bam­berg daher mit 19.500 Euro. Dass das Geld gut ange­legt ist, zeigt auch die Idee ein­zel­ne Schil­der als Ret­tungs­punk­te anzu­le­gen, womit bei Unfäl­len ein schnel­les Auf­fin­den von ver­letz­ten Per­so­nen gewähr­lei­stet ist. Hin­zu kommt die hohe Benut­zer­freund­lich­keit: So ermög­licht das zukünf­ti­ge rou­ting­fä­hi­ge Wege­por­tal dem Wan­de­rer eine digi­ta­le Pla­nung. D.h. er kann sich sei­ne Tour hin­sicht­lich sport­li­chem Anspruch, Wege­qua­li­tät und land­schaft­li­cher Attrak­ti­vi­tät selbst zusam­men­stel­len und opti­mie­ren. Höhen­pro­fil, Län­ge und Wege­be­schaf­fen­heit wer­den damit auf Knopf­druck für die indi­vi­du­el­le Aus­wahl zusam­men­ge­stellt, aus­ge­druckt und im GPS-For­mat zur Ver­fü­gung gestellt. Außer­dem sol­len Wege­ver­le­gun­gen und ‑sper­run­gen abruf­bar sein. Inner­halb des Land­krei­ses Forch­heim ist die­ser Ser­vice bereits nutz­bar unter: www​.kul​tur​er​leb​nis​.info. Die Gesamt­pro­jekt­lauf­zeit ist 2016–2022.