Coronavirus: Veranstaltungsverbote in der Stadt Bayreuth

Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern ab sofort bis 19. April nicht mehr möglich

Die Bayerische Staatsregierung hat am heutigen Dienstag (10. März 2020) mit Blick auf die landesweite Bekämpfung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ein Verbot für Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern angeordnet. Für Veranstaltungen in der Stadt Bayreuth hat dies erhebliche Auswirkungen.

Großveranstaltungen ab 1.000 Besuchern sind nach den jüngsten Festlegungen der Staatsregierung folglich in der Stadt Bayreuth bis zum Ende der Osterferien einschließlich 19. April untersagt. Dies betrifft unter anderem das Frühlingsfest, den verkaufsoffenen Sonntag mit „Autofrühling“, gewerbliche Messen in der Oberfrankenhalle, aber auch die „Große Bayreuther Partynacht“. Sportveranstaltungen dieser Größenordnung etwa im Bereich Basketball, Eishockey oder Fußball können zwar stattfinden, aber nur als sogenannte „Geisterspiele“ ohne Publikum.

Das Bayerische Gesundheitsministerium empfiehlt den Kreisverwaltungsbehörden, also auch der Stadt Bayreuth, bei Veranstaltungen zwischen 500 und 1.000 Besuchern eine genaue Risikobewertung vorzunehmen. Im Zweifel wird größte Zurückhaltung empfohlen. Eine genaue Risikobewertung gestaltet sich für die Stadt im Einzelfall schwierig. Die Stadt wird sich daher an die Empfehlungen des Ministeriums halten. Sie wird bis auf weiteres keine Veranstaltungen in dieser Größenordnung genehmigen und hierzu eine Allgemeinverfügung erlassen. Im Sportbereich sind auch hier Spiele ohne Publikum möglich.

Bei Veranstaltungen unter 500 Besuchern bleibt es weiterhin den jeweiligen Veranstaltern überlassen, in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob sie durchgeführt werden oder nicht. Bei der Risikobewertung gelten die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die Stadt bietet auf ihrer Homepage im Rahmen ihrer allgemeinen Hinweise zum Coronavirus (SARS-CoV2) eine Verlinkung zu beiden Institutionen unter www.coronavirus.bayreuth.de an.