Land­kreis Forch­heim: 21. Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon 2020 – Inno­va­ti­ves und Bewähr­tes

Einer läuft und einer radelt. Das kann weni­ge hun­dert Meter, aber auch eini­ge Kilo­me­ter gehen. Dann wech­seln sich bei­de ab. Der Läu­fer kann dann im Sat­tel etwas durch­at­men, der Rad­fah­rer sich auf dem Asphalt die Füße ver­tre­ten. Zusam­men­blei­ben müs­sen sie auf jeden Fall und gemein­sam die Ziel­li­nie über­que­ren. „Run & Bike“ nennt sich das unge­wöhn­li­che For­mat. In Bay­ern gibt es der­zeit nur in Coburg etwas Ver­gleich­ba­res. Im Her­zen der Frän­ki­schen Schweiz wer­den es 22,2 Kilo­me­ter sein, die das Duo zwi­schen Eber­mann­stadt und Burg­gail­len­reuth zu über­win­den haben wird. „Natür­lich ohne elek­tri­schen Hilfs­mo­tor, nur mit eige­ner Mus­kel­kraft,“ so Toni Eckert, Lei­ter des Land­kreis-Sport­am­tes. Zudem gel­te Helm­pflicht.
Mit die­ser neu­en Dis­zi­plin wol­len Mara­thon-Orga­ni­sa­tor Toni Eckert und sein Team den Auf­wärts­trend des Jubi­lä­ums­jah­res beim 21. Frän­ki­sche Schweiz-Mara­thon am 6. Sep­tem­ber 2020 fort­füh­ren.

Die Idee hat­te Micha­el Cipura. Der erfah­re­ne Lauf­trai­ner aus Pretz­feld hat einen „Run & Bike“ auch schon am eige­nen Leib erlebt und war begei­stert. „Ein biss­chen ähnelt es dem Inter­vall-Trai­ning von Aus­dau­er­sport­lern oder dem Kop­pel-Trai­ning der Tri­ath­le­ten.“ Die Strecke durch das Wie­sent­tal wäh­rend des Auto­frei­en Sonn­tags sei dafür gera­de­zu geschaf­fen, da kaum Hügel zu über­win­den sei­en. Mit­ma­chen darf man ab 16 Jah­ren in den Wer­tun­gen männ­lich, weib­lich und mixed. „Das stärkt das Tea­m­er­leb­nis mehr als ein Staf­fel­lauf, bei dem man nach­ein­an­der unter­wegs ist.“ Mit 100 Teams rech­net Eckert, der den inno­va­ti­ven Ansatz lobt, der neue Ziel­grup­pen für das Lauf­erleb­nis begei­stern kön­ne. „Wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft.“
Mit frü­he­ren Starts soll für die Zuschau­er eine kom­pak­te­re Ver­an­stal­tung gebo­ten wer­den. Für die Ath­le­ten hat das den zusätz­li­chen Vor­teil, dass sie zum Groß­teil im Ziel sind, sobald die Mit­tags­hit­ze den Best­zei­ten zu schaf­fen macht. Auch Strecken­re­kor­de wer­den dadurch wahr­schein­li­cher. Und ganz allei­ne wird wohl nie­mand mehr unter­wegs sein.

Beim Hand­bike-Mara­thon bleibt vor­erst alles beim Alten. „Wir wol­len den Wett­be­werb als Zei­chen der Inklu­si­on für Sport­ler mit Han­di­cap in bewähr­ter Wei­se wei­ter­füh­ren.“ Auch die Strecke bis nach Beh­rin­gers­müh­le habe sich bewährt. „Im Schat­ten der Burg­rui­ne Nei­deck kann man die abso­lu­te Welt­spit­ze sehen.“ Ähn­li­ches gilt für die Spar­kas­sen-Läu­fe für die ganz klei­nen (Bam­bi­ni) und die etwas grö­ße­ren Leicht­ath­le­ten (Schü­ler). „Die­ses Ange­bot am Sams­tag wird von immer mehr Nach­wuchs­läu­fern ange­nom­men und ist äußerst beliebt.“ Beim Zehn­tel-Mara­thon am Sams­tag kön­nen auch Lauf­ein­stei­ger und Wal­ker Wett­kampf­luft schnup­pern.

Einen Ansturm erwar­tet Mari­on Ros­sa-Schu­ster beim Halb­ma­ra­thon. „Das ist ein sehr popu­lä­rer Wett­be­werb, noch dazu tra­gen wir die Baye­ri­schen Mei­ster­schaf­ten aus.“ Das locke noch ein­mal rund 200 Sport­ler mehr an, dar­un­ter auch die besten Bay­erns. Des­halb will man von Sei­ten des Land­kreis-Sport­am­tes auch die Halb­ma­ra­thon-Läu­fer vor den 10 Kilo­me­ter-Star­tern auf die Bun­des­stra­ße las­sen. „Damit man sich nicht gegen­sei­tig in die Que­re kommt.“ Für die Schau­lu­sti­gen ent­lang der Strecke und ins­be­son­de­re am „Hot­spot Wei­lers­bach“ gibt es also noch mehr zu sehen.

Wett­be­wer­be am Ver­an­stal­tungs­wo­chen­en­de 05./06.09.2020
Start: Sonn­tag, 6. Sep­tem­ber 2020 – Eber­mann­stadt, B 470 Orts­mit­te Hand­bike 08:30 Uhr Mara­thon, Staf­fel-Mara­thon 08:35 Uhr Halb­ma­ra­thon­lauf 09:00 Uhr 10km-Lauf 09:10 Uhr Run & Bike (22 km) 10:45 Uhr Ziel­schluss – Eber­mann­stadt, B 470 Orts­mit­te 14:15 Uhr

Start: Sams­tag, 5. Sep­tem­ber 2020 – Eber­mann­stadt, Markt­platz Spar­kas­sen-Bam­bi­ni­lauf (500m) 15:45 Uhr Spar­kas­sen-Schü­ler­läu­fe (1000m) 16:00 Uhr Zehn­tel-Mara­thon (4,2km) 16:30 Uhr

*)Ände­run­gen vor­be­hal­ten