Bam­ber­ger Kul­tur­quar­tier könn­te frü­her rea­li­siert werden

Park­pa­let­te statt Tief­ga­ra­ge auf der Lagarde?

Die Stadt Bam­berg prüft aktu­ell, ob das Kul­tur­quar­tier Lagar­de bis zu drei Jah­re frü­her rea­li­siert wer­den kann als ursprüng­lich geplant. Hin­ter­grund sind die inten­si­ven Dis­kus­sio­nen unter Kul­tur­schaf­fen­den und Kul­tur­in­ter­es­sier­ten, mög­lichst schnell mehr Raum für Kul­tur zu rea­li­sie­ren. Außer­dem gibt es wirt­schaft­li­che Über­le­gun­gen. Nach der bis­he­ri­gen Beschluss­la­ge soll eine Ent­schei­dung über die Errich­tung einer Tief­ga­ra­ge vor­be­rei­tet wer­den. „Durch den Ver­zicht auf den unter­ir­di­schen Bau, könn­ten Post- und Reit­hal­le zudem deut­lich frü­her für kul­tu­rel­le Zwecke saniert und genutzt wer­den. Auch Zwi­schen­nut­zun­gen wären dann eher mög­lich,“ betont der Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke.

Die Stadt­wer­ke haben nun aktiv alter­na­ti­ve Pla­nun­gen für die Tief­ga­ra­ge Lagar­de ange­sto­ßen. Um die not­wen­di­gen und recht­lich gebo­te­nen Stell­plät­ze nach­zu­wei­sen, wird die Rea­li­sie­rung ober­ir­di­scher Park­ge­le­gen­hei­ten, nach dem Modell der Park­pa­let­ten, auf der Lagar­de geprüft. „Ohne Park­an­la­gen geht es nicht, um das geplan­te Kul­tur­quar­tier Lagar­de zu rea­li­sie­ren“, sagt Kul­tur­bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lange.

Zudem soll das Kul­tur­quar­tier in das Mobi­li­täts­kon­zept der Lagar­de inte­griert wer­den, das eine enge Anbin­dung an den ÖPNV, Car­sha­ring-Ange­bo­te sowie Mobi­li­täts­sta­tio­nen für Fahr­rä­der, Lasten­fahr­rä­der, E‑Bikes, E‑Scooter und E‑Roller vor­sieht. „Alle Vari­an­ten sol­len nun unter öko­lo­gi­schen, öko­no­mi­schen und nach­hal­ti­gen Gesichts­punk­ten geprüft wer­den. Der mög­li­che Ver­zicht auf eine Tief­ga­ra­ge steht der Errich­tung eines Kul­tur­quar­tiers Lagar­de nicht im Wege“, stell­te Stadt­werke­chef Dr. Micha­el Fie­del­dey klar.

Die Stadt­wer­ke wol­len alle Vari­an­ten zeit­nah kon­kre­ti­sie­ren und ent­schei­dungs­reif vor­be­rei­ten. Die unter­schied­li­chen Kon­zep­te wer­den dann den städ­ti­schen Gre­mi­en prä­sen­tiert und vor­ge­legt. Es ist außer­dem vor­ge­se­hen, zuerst im Auf­sichts­rat der Stadt­wer­ke am 23. April 32020 die ver­schie­de­nen Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­zu­zei­gen. Fer­ner wird eine öffent­li­che Bür­ger­dia­log­ver­an­stal­tung statt­fin­den, um auch den Bür­ger­ver­ein und die Bür­ger­schaft zu infor­mie­ren und bei den Pla­nun­gen zu beteiligen.