Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Land infor­miert: Sicher­heits- und Schutz­kon­zept an Schu­len – “OKE”

„Ori­en­tie­rungs­sy­stem für Kräf­te in Ein­satz­la­gen“ (OKE) im Land­kreis Bamberg

Wie man bei einem Ein­satz­fall am sicher­sten aus einem öffent­li­chen Gebäu­de oder einer Schu­le her­aus­kommt, ist klar gere­gelt und ein­heit­lich ausgeschildert:

Die grü­nen Schil­der mit dem ren­nen­den Männ­chen kenn­zeich­nen die Flucht­we­ge, die nach drau­ßen füh­ren. Sie sind an allen öffent­li­chen und vie­len pri­va­ten Gebäu­den zu fin­den und sol­len dafür sor­gen, dass im Not­fall, z.B. bei star­ker Rauch­ent­wick­lung oder offe­nem Feu­er, das Gebäu­de auf schnell­stem Weg ver­las­sen wer­den kann.

Aber wie wird eigent­lich sicher­ge­stellt, dass umge­kehrt die Ein­satz­kräf­te von Poli­zei, Ret­tungs­dien­sten sowie Feu­er­wehr im Not­fall den rich­ti­gen Weg, in das Gebäu­de fin­den? Und wie fin­den die Hel­fer inner­halb der Gebäu­de­kom­ple­xe den kür­ze­sten Weg zum Zielort?

Die­se Fra­gen hat die Land­kreis­po­li­zei beson­ders beschäf­tigt, weil sie nicht nur die Poli­zei­in­spek­ti­on in Ober­fran­ken mit der größ­ten zu betreu­en­den Ein­woh­ner­zahl (fast 150.000), son­dern auch die Poli­zei­in­spek­ti­on in Bay­ern mit der größ­ten Anzahl an Schu­len ist. Ins­ge­samt 51 Grund‑, Mit­tel- und Real­schu­len sowie Son­der­päd­ago­gi­sche För­der­zen­tren wer­den im Ein­satz­fall durch die Strei­fen­be­am­ten der Poli­zei­in­spek­ti­on Bam­berg-Land angefahren.

Wäh­rend bei uns im Land­kreis beim Feu­er­wehr­ein­satz immer Ein­satz­kräf­te vor Ort sind, die in den Schu­len über eine sehr gute Orts­kennt­nis ver­fü­gen, ist das bei einem Ein­satz von Poli­zei oder Ret­tungs­dien­sten ange­sichts des gro­ßen Ein­satz­ge­bie­tes und der gro­ßen Zahl der Objek­te nicht immer zu gewährleisten.

Und auch wenn schon jetzt Fotos und Lage­plä­ne jeder­zeit über die Ein­satz­zen­tra­len für den Ein­satz­be­fehl vor­ge­hal­ten wer­den, gibt es eine wei­te­re Mög­lich­keit, die Sicher­heit an Schu­len im Land­kreis zu ver­bes­sern: Das Ori­en­tie­rungs­sy­stem für Kräf­te in Ein­satz­la­gen – OKE.

Das OKE-Pro­jekt ist ange­lehnt an das „Güters­lo­her-Modell­pro­jekt“, wel­ches vom Baye­ri­schen Innen­mi­ni­ste­ri­um emp­foh­len wird und in ein­zel­nen Schu­len in Bay­ern schon umge­setzt wur­de. Um das Pro­jekt für mög­lichst vie­le Schul­lei­tun­gen, Eltern und Gemein­den inter­es­sant zu machen, wur­de nicht nur der Name des Nord­rhein-West­fä­li­schen Modell­pro­jekts an unse­re Lan­des­struk­tu­ren ange­passt: Die Schul­lei­tun­gen haben das letz­te Wort bei der Aus­ge­stal­tung der Beschil­de­rung, die Bür­ger­mei­ster der zustän­di­gen Gemein­den über­neh­men Beschaf­fung und Finan­zie­rung, wäh­rend die Land­kreis­po­li­zei für eine ein­gän­gi­ge und ein­heit­li­che Aus­ge­stal­tung sorgt.

Inzwi­schen sind bei allen drei betei­lig­ten Grund- und Mit­tel­schu­len die Kenn­zeich­nun­gen der Schul­ge­bäu­de und die Fer­tig­stel­lung der not­wen­di­gen Ein­satz­plä­ne für die Poli­zei und Ret­tungs­kräf­te abgeschlossen.