Leserbrief: „Der Stuhlgang nach Poxdorf“

Stuhlgang nach Poxdorf

In einer Verwaltungsgemeinschaft ist des A und O,
dass man miteinander auskummt, dann sind alle Gemeinden froh.
Die do dafür g’wählt wurden und an der Spitze steh’n,
sollten eigentlich immer als gutes Beispiel voraus geh’n!
Doch etz bricht sie zamm die heile Welt,
wenn ich euch des vo Poxdorf und Effeltrich erzähl.
Seit Jahren leihen wir Effeltra Stühle kostenlos nach Poxdorf aus,
dass dort Theater g’spielt werden kann vor vollem Haus!
Doch wie sie diesmal zurückkamen, das sahen wir noch nie,
bei vielen Stühlen war plötzlich die Lehne hinten hie!
Klar gab es schon Abnutzungserscheinungen nach der langen Zeit,
doch förmlich abgrissen war des Holz ihr lieben Leit!
Man traf sich und wollt es klären……..wenn möglich friedlich,
doch der Möchtegern Trump brüllte rumm…….so [1] wurd’s gleich
ungemütlich.
„Poxdorf first, mir woarn des net,
wollt bluß euern Verein saniern, leckt mich recht fett“.
Alle in der Rundn woarn dann recht erschrocken,
mit Versicherungsbetrug äußerte er den nächsten Brocken.
Selbst die Chefin der Theatergruppe wollt es klären dann,
auch sie wurde angebrüllt und zittert heut nu daham.
Als „Burger King“ su mit die Bürger umspringa ist doch Mist,
des kannst a bluß machen, wennst der aanzigste Kandidat im Ort halt
bist.
Er lässt sich etz feiern, hot mitm G’schäftsführer und Bilder
recherchiert,
ihr seid alla zwaa scho fürn nächsten Tatort nominiert.
Eigentlich wolltet ihr euern Problembiber verwirrn, doch der hot euch
wos g’schissn,
vielleicht hot der aus lauter Wut, die Stühl zammbissn.
Etz kaafens selber 150 Stühl, des wird halt teier,
vielleicht dürfn mir Effeltra die uns dann mal leier!
Doch ein was gutes hot des ganze Theater gebracht,
es wurde seit langem mal wieder im Poxdorfer Gmaarot g’lacht
Drum gebt euch die Hände, bevor nu mehr ausm Ruder laft,
Nix für ungut und weiterhin auf gute Nachbarschaft.

Allamoschee