Mela­nie Huml und Hol­ger Dre­mel: “Neue Giga­bit-Richt­li­nie: Bay­ern schrei­tet in Euro­pa klar vor­an”

Holger Dremel, Melanie Huml

Hol­ger Dre­mel, Mela­nie Huml

Mit der erfolg­ten Geneh­mi­gung einer baye­ri­schen Giga­bit-Richt­li­nie durch die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on hat Bay­ern nach über zwei­ein­halb Jah­ren inten­si­ver und schwie­ri­ger Ver­hand­lun­gen bis­her bestehen­de Restrik­tio­nen bei der Breit­band­för­de­rung auf­ge­bro­chen und schrei­tet dadurch in Euro­pa klar vor­an. Das tei­len die bei­den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Staats­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml (Bam­berg) und Hol­ger Dre­mel (Scheß­litz) mit.

„Alle bis­he­ri­gen von der Euro­päi­sche Kom­mis­si­on geneh­mig­ten Breit­band-För­der­pro­gram­me ermög­li­chen den Aus­bau aus­schließ­lich in soge­nann­ten wei­ßen NGA-Flecken, also dort, wo noch kei­ne 30 Mbit/​s durch einen Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz­be­trei­ber ver­füg­bar sind. Bay­ern wird nach Abschluss der seit 2014 lau­fen­den Breit­band-För­der­maß­nah­men nahe­zu flä­chen­deckend mit die­sen Band­brei­ten ver­sorgt sein“, freut sich Huml.

In über 1.350 der­zeit lau­fen­den För­der­pro­jek­ten inve­stie­ren die Gemein­den bereits in giga­b­it­fä­hi­ge Infra­struk­tur bis zu den Gebäu­den.

Der Frei­staat för­dert mit der Giga­bi­tricht­li­nie aus­schließ­lich zukunfts­si­che­re Glas­fa­ser­an­schlüs­se bis in die Gebäu­de. Von der durch die EU-Kom­mis­si­on geneh­mig­ten neu­en För­de­rung sol­len vor allem gewerb­lich genutz­te Anschlüs­se pro­fi­tie­ren, sofern die­sen aktu­ell oder durch eigen­wirt­schaft­li­chen Aus­bau noch kei­ne giga­b­it­fä­hi­ge Anbin­dung zur Ver­fü­gung steht. Auch Pri­vat­haus­hal­te kön­nen pro­fi­tie­ren.

„Obwohl weder Frei­staat noch Kom­mu­nen ori­gi­när zustän­dig sind, wer­den wir auf baye­ri­scher Ebe­ne wei­ter­hin zügig vor­an­ge­hen und gemein­sam mit den Kom­mu­nen die­se Zukunfts­auf­ga­be ange­hen. Der Frei­staat wird die Kom­mu­nen dabei wie bis­her mas­siv dabei unter­stüt­zen“, betont Dre­mel.

Seit Ende 2013 wur­den in Bay­ern durch den Frei­staat, Kom­mu­nen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men mehr als 2,3 Mil­lio­nen unver­sorg­te Haus­hal­te erst­mals an das schnel­le Inter­net ange­schlos­sen. 95,3 % der baye­ri­schen Haus­hal­te sind mit min­de­stens 30 Mbit/​s ver­sorgt. Damit belegt Bay­ern im Län­der­ver­gleich einen der Spit­zen­plät­ze. Eine beson­ders hohe Dyna­mik weist der Breit­band­aus­bau im länd­li­chen Raum auf. Seit Ende 2013 hat sich die Ver­sor­gung von 27,1 % der Haus­hal­te auf 88,7 % ver­bes­sert. Das ist eine Stei­ge­rung von über 61 Pro­zent­punk­ten.

Die künf­ti­ge Giga­b­it­för­de­rung ori­en­tiert sich an der Zuge­hö­rig­keit der Kom­mu­nen zu den Gebiets­ka­te­go­rien im Lan­des­ent­wick­lungs­pro­gramm Bay­ern (LEP).
„Die Breit­band­ma­na­ger der Ämter für Digi­ta­li­sie­rung wer­den die Gemein­den ab April 2020 zur Giga­bi­tricht­li­nie infor­mie­ren und in den Ver­fah­ren beglei­ten“, erklärt Dre­mel.

„Der flä­chen­decken­de Giga­bit­aus­bau bis 2025 ist ein ehr­gei­zi­ges Ziel und kann nur gelin­gen, wenn alle Betei­lig­ten an einem Strang zie­hen: Netz­be­trei­ber, Bund, Frei­staat und Kom­mu­nen“, so Huml abschlie­ßend.

53 % der baye­ri­schen Haus­hal­te sind bereits an eine giga­b­it­fä­hi­ge Infra­struk­tur ange­bun­den.