MdB Dr. Sil­ke Lau­nert: „Trau­er­ur­laub“ soll­te gesetz­lich gere­gelt wer­den

RTL-Mit­tags­ma­ga­zin befrag­te Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert

Die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert beim Interview mit Redakteurin Michaela Johannsen beim Interview im Wahlkreisbüro zum Thema „Trauerurlaub“. Foto: RTL

Die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert beim Inter­view mit Redak­teu­rin Michae­la Johann­sen beim Inter­view im Wahl­kreis­bü­ro zum The­ma „Trau­er­ur­laub“. Foto: RTL

Für Eltern ist es das Schlimm­ste, was man sich vor­stel­len kann: der Tod des eige­nen Kin­des. Frank­reich möch­te Betrof­fe­nen jetzt ent­ge­gen­kom­men und zwölf Tage „Trau­er­ur­laub“ ermög­li­chen. Wäre das auch eine Opti­on für Deutsch­land? RTL hat die­se Fra­ge auf­ge­grif­fen und die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Sil­ke Lau­nert, Obfrau im Fami­li­en­aus­schuss des Bun­des­ta­ges, zu ihrer Mei­nung befragt. Die Dreh­ar­bei­ten für das Inter­view mit dem RTL-Team fan­den im Bay­reu­ther Wahl­kreis­bü­ro statt.

Sie glau­be, dass Frank­reich den rich­ti­gen Weg ein­schlägt, sag­te Lau­nert im Gespräch mit RTL-Redak­teu­rin Michae­la Johann­sen. Der Tod des eige­nen Kin­des sei für alle Betrof­fe­nen eine ech­te Not­si­tua­ti­on und die brau­che ihre Zeit zur Auf­ar­bei­tung die­ser schwe­ren Lebens­pha­se. Andern­falls folg­ten nicht sel­ten Burn Out oder Depres­sio­nen. Wenn Eltern aus der Bahn gewor­fen wer­den, sei dies eine rie­si­ge psy­cho­lo­gi­sche Her­aus­for­de­rung, für die zwei Tage Son­der­ur­laub, wie es in Deutsch­land der­zeit üblich ist, nicht aus­reich­ten. In zwei Tagen lie­ße sich meist nicht ein­mal die Beer­di­gung orga­ni­sie­ren. Es wäre durch­aus wün­schens­wert einen län­ge­ren Son­der­ur­laub zu gewäh­ren. „Ich glau­be, dass auch der Arbeit­ge­ber und die Kol­le­gen damit leben könn­ten. Jeder muss sich ein­mal die Lage der betrof­fe­nen Eltern hin­ein­ver­set­zen.“ so Lau­nert.

Lau­nert sag­te zu, dass The­ma über die Frau­en Uni­on in den näch­sten Par­tei­tag ein­zu­brin­gen. Sie glau­be, dass man das The­ma durch­aus gesetz­lich regeln soll­te. Wer die Aus­zeit nicht möch­te, der wer­de auch nicht gezwun­gen, den „Trau­er­ur­laub“ in Anspruch zu neh­men.

Das gesam­te Inter­view wird in die­sen Tagen im RTL-Mit­tags­ma­ga­zin gesen­det.